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Onlineausgabe vom 20. Januar 2011


Neue Brücke für Arnsdorf noch 2011!


Seit 2004 ist er in Planung, der Bauwerksentwurf für die Bahnbrücke auf der S 159 in Arnsdorf. Laut Straßenbauamt Bautzen soll im Herbst dieses Jahres noch mit der Errichtung einer Fuß-
gängerbehelfsbrücke sowie Baumfällungen und anderen Vorarbeiten für den Neubau der Brücke begonnen werden.
Warum neu gebaut wird und wie sich das Bauvorhaben im Detail gestaltet, dazu waren wir
im Gespräch mit dem Amtsleiter des Straßenbauamtes Bautzen, Herrn Roland Schultze.

Herr Schultze, warum eigentlich ein kompletter Neubau der Brücke und nicht „bloߓ eine Sanierung?
Zum einen ist die vorhandene Brücke in einem sehr schlechten Bauzustand, deutlich zu schmal für Straße und Radweg und nicht ausreichend tragfähig. Des Weiteren und unabhängig davon kommt wegen den Forderungen der DB AG bezüglich einer späteren Elektrifizierung der Bahn-
strecke (größere Durchfahrtshöhe, Wegfall Mittelstütze) nur ein Neubau in Frage.

Das gesamte Vorhaben umfasst ja nicht nur den Neubau der Brücke, sondern gestaltet sich viel umfangreicher. Können Sie über Art und Umfang sowie über den terminlichen Ablauf schon weitere Details verraten?
Zu Art und Umfang folgendes: Die Baumaßnahme ist als Komplexmaßnahme ca. vom Ende der Wohnbebauung in Fischbach bis zum Beginn des vorhandenen Radweges in Arnsdorf vorge-
sehen. Die Hauptleistungen sind der Neubau Bahnbrücke, Neubau Brücke über die Schwarze Röder, Ausbau der S 159 und Anbau eines Radweges – teilweise mit Stützmauern – auf der gesamten Baulänge. Daraus ergibt sich die geplante Bauzeit von 2011 bis 2013. Ca. ab Okto-
ber 2011 wird mit den Vorarbeiten, Baumfällung und der Errichtung der Fußgängerbehelfs-
brücke, begonnen. 2012 folgen die Bauhauptleistungen, 2013 dann die Restarbeiten.

Herr Schultze, zur Brücke selbst, gibt es da schon genauere Informationen?
Der Bauwerksentwurf ist ja bereits seit 2004 in Planung. Die Abstimmung der Detailplanung der Brücke erfolgt derzeit noch gemeinsam mit der DB AG. Fest steht, dass die neue Brücke ohne Mittelstütze ausgeführt wird.

Der Neubau der Brücke setzt ja den Abriss der alten Brücke voraus. Für die Fußgänger wird es besagte Behelfsbrücke geben. Doch mit welchen Einschrän-
kungen muss der restliche öffentliche Verkehr rechnen?

Während der Bauausführung, zumindest der Bauhaupt-
leistungen in 2012, ist die S 159 im Baubereich für den Fahrverkehr voll gesperrt. Anliegern wird die Zufahrt von einer Seite gewährleistet. Fußgänger können die Bau-
strecke mittels Behelfsweg und Behelfsbrücke über das Bahngelände ständig passieren.

Können Sie auch schon etwas zu den Baukosten sagen?
Die Kosten für das Gesamtprojekt betragen 3,8 Mio. EUR. Darin ist die Bahnbrücke mit
1,2 Mio. EUR sowie die Fußgängerbehelfsbrücke mit ca. 75.000 EUR enthalten. Auch wird die Gesamtmaßnahme von der EU gefördert.

Sie hatten im Vorfeld erwähnt, dass auch die Sperrzeiten der Bahn Einfluss auf den Bauablauf nehmen. Können Sie an dieser Stelle noch etwas genauer werden?
Bei einem Bauvorhaben dieser Art gibt es auch den Zugverkehr behindernde Arbeiten an der Bahnbrücke. Diese werden aber vorzugsweise nachts, in den Zeiten ohne Zugverkehr, ausge-
führt. Für einzelne Arbeiten, wie den Brückenabbruch und den mit der Baumaßnahme erfol-
genden Gleisumbau durch die DB AG, kann es im Frühjahr 2012 auch zu Einschränkungen im Bahnverkehr kommen.

Die Radeberger Heimatzeitung bedankt sich für das freundliche Interview. Text und Fotos: Red.


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