"die Radeberger" Heimatzeitung - Archiv



Onlineausgabe vom 10. Mrz 2011


Sachsens MP Tillich in Radeberg


Gleich zwei Termine hatte der sächsische Ministerpräsident (MP) Stanislaw Tillich in Radeberg am Montag dieser Woche. Zum feierlichen Baustart des Vorhabens Umbau Heizsystem waren im sächsischen Epilep-
siezentrum Radeberg neben dem MP auch Landrat Michael Harig und OB Gerhard Lemm anwesend. Denn, das Zentrum in-
vestiert in die ökologische Zukunft. Insgesamt sieben bestehende Erdöl-/Erd-
gasheizungen werden durch den Neubau eines Blockheizkraftwerkes (BHKW) abge-
löst. Bauzeit ist von Februar bis November 2011. Durch den Neubau des BHKWs, wel-
ches mit Holzhackschnitzel betrieben wird, werden im Epilepsiezentrum somit jährlich 560 t klimaschädliches CO2 eingespart.
Gemeinsam mit Michael Gund von der bauausführenden Firma vollzog der sächsische Ministerpräsident Tillich den ersten offiziellen Baggerhub für den Neubau des Blockheizkraftwerkes.
Erweitert bzw. neu und umgebaut werden im Zuge dieser Maßnahme auch ein Heizhaus, ein Bunker für die Hackschnitzel, das bestehende Heizhaus sowie die Nahwärmetrasse. Insgesamt leistet das Blockheizkraftwerk 80 kW thermische und 50 kW elektrische Energie, wobei interessant ist, dass die Heizanlage nach dem tatsächlichen Bedarf des Epilepsiezen-
trums ausgerichtet wird und somit keine Energie sinnlos vorgehalten und keine Abgase grund-
los in die Atmosphäre geblasen werden. Insgesamt belaufen sich die Investitionen auf 2,6 Mio. Euro, wobei 618 000 Euro Zuschüsse und Zinsverbilligungsmittel aus den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung sind. Erfreut äußerte sich MP Tillich auch über die Tatsache, dass das Bauvorhaben ausschließlich mit sächsischen Firmen realisiert wird und, so der MP wörtlich, „dass somit sächsisches Geld auch wieder dem sächsischen Steuerzahler zugute kommt“. Die Heizanlage, so die Information vom Zentrum, wird eine der modernsten ihrer Art in Sachsen.

Die filigranen Schnitzereien begeistern nicht nur Kinder, sondern auch Ministerpräsident Tillich (Mitte) und Landrat Michael Harig (rechts). Links im Bild Wolfgang Grundmann vom Verein selbst.
Zum zweiten Termin vor Ort in Radeberg waren MP Tillich und Landrat Harig auf die Hauptstra-
ße eingeladen. Und das aus gutem Grund, denn der Verein Holz-Kreativ-Gestalten e. V. feierte sein 5-jähriges Jubiläum sowie nach Umzug die offizielle Eröffnung des Kinder-, Jugend- und Vereinshauses mit Schauwerkstatt. In ungezwungener Atmosphäre stellte Wolfgang Grund-
mann vom Verein den anwesenden Gästen die neuen Vereins- und Werkstatträumlichkeiten vor. Während der Eröffnung war unter anderem zu erfahren, dass der Verein, der ursprünglich als Freizeitzirkel angefangen hatte, mittlerweile sogar einen Behindertenarbeitsplatz geschaf-
fen hat und ein weiterer Arbeitsplatz entstehen soll. „Die Nachfrage nach unseren Angebo-
ten“, so Herr Grundmann, „ist mittlerweile so groß, dass wir planen, eine mobile Kreativwerk-
statt einzurichten.“ Hier stellte MP Tillich und Landrat Michael Harig eventuelle Hilfe in Aussicht. Dass der Verein, welcher sich vor allem die Holzbearbeitung, das Schnitzen und das kreative Gestalten auf die Fahne geschrieben hat, nicht nur regionalen Zuspruch erfährt, zeigt unter anderem die Tatsache, dass Anfragen aus großen Städten wie zum Beispiel München vorlie-
gen. „Unsere Exponate“, so Grundmann, „sind mittlerweile bis nach Frankreich, Japan und Spanien gegangen.“
Text u. Fotos: Red.


Warten auf den Prinzen


Momentan liegt es noch schlafend da und wartet auf den Prinzen, der es wach küsst. Die Rede ist vom Rittergut in Seifersdorf. Seit der Wende ist in die Substanz des sanierungsbedürftigen Gutes kaum investiert worden. Wild wachsende Bäume und Sträucher, eingefallene Dächer und bröckeln-
der Putz sind derzeit kennzeichnend für das his-
torische Areal und bieten einen eher traurigen Anblick. Dabei hat das Rittergut durch seine Lage und Größe ein interessantes Potential zu bieten. Die nahe gelegene BAB 4 bietet die Möglichkeit, schnell und bequem touristische Magneten wie
Dresden und das Elbtal zu erreichen und auch die Sächsische Schweiz ist nicht weit entfernt.
Dies sieht auch der Eigentümer des Rittergutes, Gernot Glatz so, und geht es nach dessen Willen, so könnte binnen Jahresfrist der lang ersehnte Prinz auf dem Gelände neben dem Seifersdorfer Schloss erscheinen.
Denn für das Rittergut gibt es interessierte In-
vestoren. Dies konnte uns Gernot Glatz telefo-
nisch bestätigen. Laut aktuellen Planungsunter-
lagen sollen auf dem Areal neben einer Jugend-
herberge, gastronomischen Einrichtung und Ver-
anstaltungsräumlichkeiten auch Wochenmarkt, eine Obstscheune und Parzellen für eine Wohn-
bebauung entstehen. Prinzipiell könnte sofort mit den Baumaßnahmen begonnen werden, da sich das Rittergut bis auf wenige Eckpunkte im Innen-
bereich befindet. Doch vorerst wird das Projekt in der Öffentlichkeit vorgestellt. Momentan beschäf-
tigt sich der Seifersdorfer Ortschaftsrat mit dem Vorhaben, nachdem sich bereits der Technische Ausschuss ein Bild von der angedachten Lösung machen konnte. Eine endgültige Empfehlung des Ortschaftsrates soll am 28. März getroffen wer-
den und an die Gemeindeverwaltung in Wachau gehen. Bleibt also nur noch eines: Auf den Prin-
zen warten.
Text und Fotos: Red., Grafik: Gem. Wachau


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