"die Radeberger" Heimatzeitung - Archiv



Onlineausgabe vom 21. April 2011


Ein fröhliches Osterfest
und einen fleißigen Osterhasen
wünscht Ihnen, liebe Leser,
das Team Ihrer Heimatzeitung





Neuer Ortsvorsteher
von Liegau gewählt


Gabor Kühnapfel, das ist der neue Mann an der Spitze von Liegaus Ortschaftsrat. Am 13. April hatte sich das Gremium in Liegau zu seiner Sitzung getroffen, um neben anderen Punkten der Tagesordnung auch den neuen Ortsvorsteher sowie dessen ersten Stellvertreter zu wählen. Einstimmig, ohne Enthaltung oder Gegenstimme, wurde Gabor Kühnapfel zum neuen Ortsvor-
steher sowie Jens Tetschke zum ersten Stellvertreter berufen.
Notwendig geworden war die Neuwahl durch den plötzlichen Tod des bisherigen Ratsvorsit-
zenden Jörg Hahmann, welcher bis dato die Fäden in der Gemeinde in den Händen hielt. Ebenfalls unerwartet war der Amtsvorgänger von Herrn Hahmann, Peter Adler, im Jahr 2010 verstorben, so dass Ortschaftsrat als auch die Gemeinde selber unruhige und turbulente Zei-
ten zu überstehen hatten. Beide Persönlichkeiten, Peter Adler sowie Jörg Hahmann, hatten sich durch ihre langjährige Arbeit als Stadtrat und als Ortsvorsteher um das Wohlergehen ihrer Gemeinde und der Stadt Radeberg verdient gemacht. Ansetzen mit seiner Arbeit wird der neue Ortsvorsteher Gabor Kühnapfel übrigens im Ortschaftsrat selber.
„Wir müssen, wenn wir die vor uns liegenden Aufgaben bewältigen wollen, vor allen Dingen wieder Ruhe und Struktur in Rat und Ortschaft bekommen“, erklärt der gelernte Bergmann und Diplom-Ingenieur. Und er weiß, dass die Fußstap-
fen, welche seine Amtsvorgänger hinterlassen haben, groß sind. „Vorrangig gilt es, die Fäden aufzunehmen und die größten Probleme zu lö-
sen.“ Zum einen sieht er da das neue Geräte-
haus der Freiwilligen Feuerwehr von Liegau. Seit November 2010 ist dies fertiggestellt, aber nicht nutzbar. Hier besteht Handlungsbedarf. Zum an-
deren soll die Ortskernsanierung von Liegau weiter vorangetrieben werden und auch die Sa-
nierung der Hauptstraße hat der vierfache Familienvater fest im Blick. „Als neues Problem hin-
zugekommen ist leider der Leerstand des Ladens im Ortskern. Diesen müssen wir auf jeden Fall wieder beleben, denn Liegau braucht eine Einkaufsmöglichkeit“, erklärt Kühnapfel. Geboren ist der neue Ortvorsteher übrigens in Nordhausen, hat lange Jahre im Bergbau als Steiger unter Tage gearbeitet und kam 2001 über Langebrück nach Liegau. „Die Verbindung nach Liegau besteht aber schon länger“, erzählt Kühnapfel schmunzelnd. Denn das runde Leder, der Fußball, ist seine Leidenschaft und viele Jahre war er selbst als Spieler beim SV Liegau-Augustusbad aktiv.
Text und Foto: Red.


Gedenkstein eingeweiht


Feierlich wurde am Freitag letzter Woche ein Gedenkstein am Ungarnblock eingeweiht. Den älteren Radeberger Bürgerinnen und Bürgern dürfte der Begriff „Ungarnblock“ durchaus noch geläufig sein. Umgangssprachlich war zu DDR-Zeiten damit einer der Wohnblöcke auf der Juri-
Gagarin-Straße gemeint. Jährlich kamen auf Grundlage eines Staatsabkommens zwischen der DDR und Ungarn von 1967 bis 1987 zirka 180 ungarische Staatsbürger in die damalige DDR nach Radeberg, um im Robotron zu arbeiten. Untergebracht waren die Gastarbeiter eben in diesem „Ungarnblock“. Einige von ihnen blieben hier, andere gingen nach drei Jahren wieder zurück in die Heimat und viele Freundschaften und Bekanntschaften zwischen Deutschen und Ungarn haben ihre Wurzeln in dieser Zeit.
Um dieses Stück Radeberger Geschichte vor dem Vergessen zu bewahren und für die Nach-
welt zu erhalten, wurde auf eine ungarische Initiative hin am Freitag, dem 15. April auf der Juri-Gagarin-Straße 14, feierlich ein Gedenkstein eingeweiht.
Anwesend zu dieser feierlichen Weihe war neben den „Hiergebliebenen“ auch eine 17 Mann starke ungarische Delegation ehemaliger Robotronarbeiter, OB Gerhard Lemm sowie Bürgerin-
nen und Bürger aus Radeberg und Umgebung.
Text und Foto: Red.



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