"die Radeberger" Heimatzeitung - Archiv



Onlineausgabe vom 5. Mai 2011


Radfahrer verursachten mehr Unfälle


Polizeistatistischer Überblick 2010
über Radeberg, Arnsdorf und Wachau


Eins gleich vorneweg. Die Verkehrsmoral der Radfahrer im Rödertal scheint deutlich zu sinken. Dies geht zumindest aus den aktuellen Zahlen der Polizeistatistik 2010 hevor. Es waren zwar in 2010 mit 73 Fahrradunfällen insgesamt sechs Unfälle weniger als 2009 zu verzeichnen, aber während 2009 „nur“ 13 Mal die Radfahrer als die Unfallverursacher registriert wurden, sind sie in 2010 gleich 35 Mal als die Schuldigen in der Statistik verzeichnet. Eine Zahl, die für den ers-
ten Polizeihauptkommissar und Leiter des Streifendienstes, Ulrich Knöpfle, so nicht hinnehm-
bar ist: „Zumal in 2010 zwei Radfahrer getötet, 13 schwer verletzt und 42 leicht verletzt wur-
den.“ Fazit: Auch Radfahrer werden in Zukunft genauer beobachtet. Gerade in Sachen Vorfahrt gewähren, grüner Pfeil und im Kraftverkehr zusätzlich in Sachen Geschwindigkeit wird die Poli-
zei in Zukunft verstärkt kontrollieren. Denn Vorfahrtsverstöße und überhöhte Geschwindigkeit rangieren im Revierbereich Kamenz bzw. im Radeberger Land auf den beiden vordersten Plät-
zen. Geplant ist außerdem, die Alkoholkontrollen auszuweiten.

Zur Statistik der Unfälle im Revierbereich Kamenz



gesamt im Jahr 2009 – 2588 Unfälle
und 2010                        – 2798 Unfälle

Bricht man diese Zahlen auf Radeberg, Arnsdorf und Wachau herunter, ergibt sich folgender Sach-
verhalt. In Radeberg kam es 2010 zu insgesamt 541 Verkehrsunfällen, das sind 58 Unfälle mehr als im Vorjahr. In Arnsdorf waren 106 Verkehrs-
unfälle zu verzeichnen, ein Plus von 10 Unfällen gegenüber 2009. In Wachau wurden mit 112 Unfällen insgesamt 40 Unfälle weniger als 2009 registriert. „Der Anstieg insgesamt resultiert jedoch aus den Witterungsverhältnissen im Win-
ter“, berichtet Ulrich Knöpfle. „So kam es im Re-
vierbereich zum Beispiel aufgrund eingeengter Fahrbahnen durch die Schneemassen vermehrt zu sogenannten Spiegelklatschern, wobei jedoch auch ein Anstieg von Parkplatzunfällen in 2010
zu verzeichnen war.“
Ein Radfahrer, welcher wie hier auf dem Nur-
Fußweg an der Bad-/Ecke Otto-Bauer-Str. sein Fahrrad Richtung Oberstr-/Zentrum ordnungsgemäß schiebt, muss gleich zwei Radfahrern auf dem Nur-Fußweg ausweichen. Eventuell sollten sich gerade Erwach-
sene über ihre Vorbildwirkung gegenüber Jugendlichen im Klaren sein, wenn sie bewusst gegen Verkehrsregeln verstoßen.


Aufpassen im Mai, Oktober und November!


Zu besonderer Vorsicht rät die Polizei aufgrund stärkerer Aktivitäten des Wildes in den Mona-
ten Mai, Oktober und November. 2010 waren immerhin 18,5 Prozent aller Unfälle, Unfälle mit Wild. So kamen beispielsweise 342 Rehe, 96 Wildschweine, 26 Dachse, 17 Hasen und 15 Füch-
se buchstäblich unter die Räder. Der so entstandene Sachschaden betrug 565.000 EUR.

Kriminalität sinkt auf Niveau von 2006


Ein Rückgang ist im Revierbereich in punkto Kriminalität und Straftaten zu verzeichnen. In Ra-
deberg wurden in 2010 insgesamt 1045 Straftaten registriert. Ein Minus von 127 Fällen gegen-
über 2009. In Wachau schlagen mit 143 Straftaten 9 Fälle weniger zu Buche als im Vorjahr. Arnsdorf verzeichnet ein Plus von 41 Straftaten. Insgesamt wurden hier 226 Fälle registriert. Die Aufklärungsquote liegt für Radeberg bei 54,4 Prozent, für Wachau bei 68,5 Prozent und in Arnsdorf bei 62,8 Prozent. „Damit“, so Ulrich Knöpfle, „liegen wir auf dem Niveau von 2006 und sind auf einem guten Weg.“ Gleichzeitig appelliert er an die Bevölkerung: „Wir brauchen aber auch weiterhin aufmerksame Bürgerinnen und Bürger, die sich bei uns melden, wenn Strafta-
ten oder kriminelles Handeln offenkundig werden.“ Hin- und nicht wegschauen sowie Zivilcou-
rage sind nach wie vor gefragt.

Straftaten und Delikte


Insgesamt kam es im Radeberger Land zu folgenden Straftaten und Delikten, wie es die nebenstehende Tabelle zeigt:
Körperverletzungen: Radeberg 89 Fälle – Wachau 7 Fälle – Arnsdorf 32 Fälle
Diebstahlsdelikte: Radeberg 413 Fälle – Wachau 28 Fälle – Arnsdorf 62 Fälle
Betrugsdelikte: Radeberg 118 Fälle – Wachau 14 Fälle – Arnsdorf 38 Fälle
Sachbeschädigungen: Radeberg 161 Fälle – Wachau 29 Fälle – Arnsdorf 42 Fälle
Beleidigungen: Radeberg 53 Fälle – Wachau 8 Fälle – Arnsdorf 6 Fälle

„Doch gerade die Zahl der Diebstahls- und Betrugsdelikte lässt sich durch einfache Verhaltens-
regeln noch weiter senken“, erklärt Knöpfle, „so nützt es zum Beispiel nicht viel, ein Fahrrad am Bahnhof nur abzuschließen, vielmehr muss es richtig angeschlossen sein und auch der Wert des Schlosses sollte dem des Fahrrades gerecht werden. Ein 3,50 EUR Schloss stellt bei einem 800 EUR teurem Rad nicht wirklich ein Hindernis für einen Dieb dar.“ Und auch solche Regeln wie: Keine Wertsachen im Auto liegen lassen, Eigentum sichern, Fahrräder auch im Haus sichern, die Handtasche im Blick haben und sich nicht ablenken lassen, haben nichts an ihrer Gültigkeit verloren und erschweren kriminelles Handeln. „Bei Fragen rund um das Thema Sicherheit steht jedes Polizeirevier den Bürgerinnen und Bürgern mit Rat und Tat zur Seite und auch bei ganz speziellen Sicherheitsfragen können wir weiterhelfen und auch vermittelnd tätig werden“, erklärt der erste Polizeihauptkommissar Ulrich Knöpfle abschließend.
Text und Foto: Red.


Radeberger Bierstadtfeste


Dieses Jahr von Fr., 5. bis So., 7. August 2011


(Termin steht fest)
Wie in den vergangenen Jahren wird sich das Festgelände wieder vom Radeber-
ger Brauerei-Ausschank bis zum Schloss Klippenstein erstrecken. Der Marktplatz mit großer Bühne und angrenzender „Radeberger Spezialitätenstraße“ wird zen-
traler Ort des Geschehens sein;. Weitere Bühnen sind am Radeberger Brauerei-Ausschank, an der Schulstraße und auf dem Kirchplatz geplant.
Und dieses Jahr steht der vierte Bierstadtkrug in streng limitierter Anzahl als Sammelobjekt bereit. Nach dem Rathaus, Schloss Klippenstein und der Radeber-
ger Exportbierbrauerei ziert in diesem Jahr ein „Kaiserhofmotiv“ den Krug.
Auch die besonders publikumsstarken Inhalte wie Festumzug, „Radeberger Funkenflug“ und „Größtes sächsisches Bierfassrollen“ werden feste Bestandteile des Bierstadtfestes bleiben. Während der Festumzug und der „Radeberger Funkenflug“ traditionell am Sonntagnachmittag stattfindet, wird „Sachsens größtes Bierfassrollen“ bereits am Samstag ausgerichtet: Klassisch mit Vorrunde auf dem Radeberger Brauereihof und alles entscheidender Finalrunde der besten fünf Teams auf dem Marktplatz.
Bereits aktuell erfreut sich dieses sportlich-fröhliche Bierfassroll-Spektakel einer großen Be-
liebtheit, doch ist auch immer wieder vor Ort der große Respekt vor den Teamleistungen zu spüren
und auch die damit verbundenen Hemmschwellen zur Be-
werbung mit einer eigenen Mannschaft. Die Radeberger Export-
bierbrauerei hat daher die Chance zum „Antesten“ eingeräumt: Beim „Radeberger Brauereifest“ am 28. und 29. Mai 2011 wird ein „Bierfassroll-Übungsparcour“ auf dem Brauereihof eingerichtet.

Nächstes Jahr
von Mi., 11. Juli
bis So., 15. Juli 2012


(geplanter Termin)
Das Bierstadtfest des nächsten Jahres steht unter dem besonderen Zeichen des 600-jährigen Jubiläums des Radeberger Stadtrechtes. Diesbezüglich soll es am Jahrestag der Stadtrechtverleihung am 16.03.2012 eine Festveranstaltung geben. Und es gibt auch schon zwei Vor-
schläge für ein spezielles Logo zu diesem Anlass.
Red.


Natur erleben im Hüttertal


Traditionell wurde am Samstag das Hüttertal gesäubert. Viele fleißige, naturverbundene Helfer vom Rentner bis zum Schüler beteiligten sich rege beim alljährlichen Frühjahrsputz. Es lande-
ten wieder viele skurrile Dinge in dem bereitstehendem Container. Neben Autoreifen, Unmen-
gen von weggeworfenen Mitbringseln bei Wanderungen durchs Tal, war ein alter Leiterwagen aus längst vergangen Tagen das auffälligste geborgene und entsorgte Teil bei der Säube-
rungsaktion. Doch dank der fleißigen Naturliebhaber glänzt unser Hüttertal jetzt wieder. Wanderwege, Schutzhütten und die fließenden Gewässer laden zu entspannten Wanderun-
gen und zum Verweilen in der Natur ein. Stolz präsentierte auch der Hüttertal-Verein den vielen Helfern die neue Hütte „Zur Eule“. Hier kann man vorerst an den Wochenenden wieder nach einer ausgiebigen Wanderung direkt an der Hüttermühle rasten und bei Kaffee, Kuchen, Eis oder einem Bier entspannen. Also warum in die Ferne schweifen, wir haben hier bei uns so ein Juwel, das Hüttertal, man muss es nur für sich entdecken. Viel Spaß beim Wandern.
Text und Foto: Red.


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