"die Radeberger" Heimatzeitung - Archiv



Onlineausgabe vom 26. Mai 2011


Fachkräfte aus Radeberger Schulen


Am 03.05.11 hatte der Arbeitskreis „Schule & Wirtschaft“ des Lionsclubs Radeberg zu einer weiteren Diskussionsrunde in das Conrad-Brüne-Haus der Radeberger Exportbierbrauerei eingeladen. Unternehmer aus unserer Stadt, Vertreter aller schulischen Einrichtungen Rade-
bergs und Vertreter der Öffentlichkeit waren dieser Einladung zahlreich gefolgt.
Herr Frech, Mitglied des Arbeitskreises, informierte die Anweswenden über die erreichten Sachstände wie • Abschluss der neuen Kooperationsverträge zwischen den Schulen und den Unternehmen • weitere Gestaltung der Inhalte der Vortragsreihe „Berufe in und um Radeberg“ • Durchführung und Intensivierung von Betriebserkundungen • Bildung eines Jugendrates und gab einen Ausblick auf die nächsten Arbeitsziele, wie weitere Einbeziehung der Freiberufler und den Abschluss von Patenschaften zwischen Unternehmen und Schülern, ihre weitere Aus-
bildung betreffend. Herr Lammeck, Geschäftsführer der Heinrichsthaler Milchwerke, betonte, dass die Verfügbarkeit von gut ausgebildeten Fachkräften in bedeutendem Maße über den be-
trieblichen Erfolg entscheidet, er gleichzeitig seine künftigen Facharbeiter aus den Schulen in Radeberg rekrutieren möchte.
Herr Thomas, Schulleiter der Ludwig Richter Schule, dankte den Unternehmen, die sich in die neuen Kooperationsvereinbarungen eingebracht haben. In gleichem Maße bat er um Unter-
stützung, nämlich dass sich die Wirtschaftslobby für die weitere Qualifizierung der Lehrpläne im Sinne des Praxisanteils und der Bereitstellung von Fachlehrern gegenüber dem Kultus-
ministerium einsetzt.
Die Diskussionsteilnehmer griffen eine Reihe von Inhalten aus dem Einführungsreferat und den bei-
den Eröffnungsbeiträgen auf und regten zu weiteren Überlegungen an, wie zum Beispiel die Vertreter der Elternräte aus dem Humboldt Gymnasium, der Ludwig Richter Schule und der Pestalozzi Schule.

Jens Richter (li.) von HOGA-
Sport GmbH überreicht den Spendencheck für das Lions-Projekt „Schule & Wirtschaft“ an Dr. Dieter Walter (re.)


Neben der weiteren gezielten Ansprache der Eltern ging es in gleichem Maße um die Schaffung von Informationsplattformen zur Nutzung durch die Eltern im Internet bezogen auf Ausbil-
dungs- und Praxisplätze in den Unternehmen unserer Stadt.
Im Rahmen der Veranstaltung überreichte die Geschäftsführung der HOGA-Sport-Betreiber-
gesellschaft mbH, vertreten durch die Herren Anderson und Richter, einen Spendenscheck in Höhe von 800,- EUR zur weiteren Unterstützung des Lions-Projektes.

Qualifikation zum Bundesfinale Business Master


Die Firma Freyspiel AG aus Österreich etabliert sich mit einem groß angelegten Projekt unter Beteiligung namhafter Firmen wie Die Bahn, Siemens, Allianz, Deutsche Bank usw. für die mo-
derne Vermittlung betriebs- und volkswirtschaftlicher Inhalte im Schulunterricht. Ein Baustein davon ist das Brettspiel Business Master.
Dieses wurde nach Anforderung der Fachschaft Business-Education in 10 Exemplaren auch dem Radeberger Humboldt-Gymnasium kostenfrei zur Verfügung gestellt. Es kann sowohl deutsch als auch englisch gespielt werden und erlaubt Varianten verschiedener Anforderungs-
stufen. Zum Tag der offenen Tür fand diesbezüglich ein Turnier statt. Die daraus den Organisa-
toren übermittelten Ergebnisse führten zur Einladung zum REGIONALFINALE OST (Sachsen, Berlin, Brandenburg, Thüringen, Mecklenburg-Vorp., Sachsen-Anhalt), welches am Freitag,
dem 13. Mai 2011 bei der Siemens AG in Berlin stattfand.
Aus Radeberg nahmen in Berlin die Schüler/Innen Oliver Koske, Stefan Eckert, Vivien Metzke und Maria Karg aus den Business-Education-Kursen teil. Von den insgesamt ca. 90 Teilneh-
mern erreichte Stefan den ersten und Vivien den zweiten Platz und der Mannschaftssieg ging ebenfalls an das Radeberger Humboldt-Gymnasium. Mit diesem Erfolg qualifizierten sich die Radeberger Teilnehmer für das Bundesfinale am 22. September bei der Deutschen Bank in Frankfurt am Main.
Text und Fotos Red.



Rennwochenende rund um Radeberg


Kleinwolmsdorf:
Unimoto Drag Race –
European Championships


Die „RainDays“ (Regentage) waren wohl dieses Jahr eher „Staubtage“, was aber den Rennteilnehmern, Organisatoren oder Zuschauern wahrscheinlich lieber war. Diesjährige eher spaßige Neuheit war der erstmalige Start von Elektro-Unimotos vor den großen Benzin-Brüdern.

Und noch eine Besonderheit war, dass eine Frau in die Unimoto-Männer-Welt mit ihrer „PS-Leis-
tungskuh“ eindrang und auch gleich die erste Europameisterin in ihrer Klasse wurde.
Insgesamt traten auf der 100-Fuß-Rennstrecke Teilnehmer aus Frankreich, Holland, Belgien, Polen und Deutschland mit 44 Maschinen an.


Beim Kleinwolmsdorfer Lokalmatador lernte die Antriebskette das „Fliegen“ und musste durch eine neue ersetzt werden.

Und dieser Rennteilnehmer ging vor dem Start offensichtlich nochmals die geradlinige 100-Fuß-Rennstrecke (ca. 33 Meter) in Gedanken durch.

Liegau-Augustusbad:
Historische Renn- und Rallyefahrzeuge


Die Legends of Speed,
das sind insgesamt 600 Rallyekilometer in den schönsten Gegenden unseres Freistaates an 3 Tagen. Vom 19. bis 21. Mai konnten Motorsport-
fans die Kraftpakete aus vergangenen Zeiten
bei der ersten Mehrtages-Rallye für historische Renn-, Rallye- und Sportwagen hautnah auf sächsischen Straßen erleben. Zu Gast war die Veranstaltung unter anderem auch in Liegau-Augustusbad. Zwei Wertungsprüfungen galt es in Form eines Rundkurses in dem Radeberger Orts-
teil für die rund 55 Teilnehmer der Rallye zu ab-
solvieren. Bewusst hatten die Veranstalter für zwei Wertungsprüfungen Liegau ausgewählt, ist es doch das Ziel dieses sportlichen Events, die historische Renn- und Rallyewagen dahin zurück-
zubringen, wofür sie auch gebaut wurden –
in den motorsportlichen Wettbewerb, auf die alt-
ehrwürdigen Pisten. Und Liegau hat durchaus solch eine Rennstrecke und eine motorsportliche
Geschichte. Von 1985 bis 1989 wurden auf der Haupt- und Radeberger Straße hier die legendä-
ren Rödertal-Rennen ausgefahren. Ging es an-
fangs bei den DDR-offenen Flachbahnrennen noch um die Ermittlung der Bezirksbesten, so wurde später sogar um Punkte zur DDR-Meister-
schaft gefahren. Geschwindigkeiten um die 200 km/h waren damals keine Seltenheit und Größen wie Ulli Melkus waren dabei genauso am Start wie Bernd Kasper oder Steffen Nickoleit.
Nach 22 Jahren nahmen nun die Piloten in ihren historischen Fahrzeugen den Liegauer Rundkurs wieder unter die Reifen und es hieß abermals: Ladys und Gentlemans – starten Sie Ihre Moto-
ren. Zu erleben gab es während der zwei Prüfun-
gen Fahrzeuge, die bei Rallye- und Motorsport-
freunden für feuchte Hände und Augen sorgten. Ein Mercedes 300 SL war ebenso am Start wie der Lancia 037 Rallye des Rallye-Europameisters von 1996, Armin Schwarz. Insgesamt waren ver-
gangenes Wochenende mehrere Tausend Besucher nach Liegau geströmt, um sich dieses Motorsportspektakel in den frühen Morgenstunden und am späten Nachmittag nicht entgehen zu lassen. Zur Freude vieler Besucher befanden sich in dem internationalen Starterfeld zwei Trabis sowie ein Wartburg. René Lindner hatte seinen 353 W 460 (früher Gruppe A 5) flott gemacht und war damit bei den Special Cars gestartet. Das Fahrzeug entspricht technisch und optisch dem zur 30. Rallye Wartburg 1987 eingesetzten Fahrzeug der Sportabteilung des VEB Automobilwerk Eisenach. Aus Kreisen der Veranstalter hieß es, dass man nach Auswertung der Premiere auf jeden Fall anstrebe, die Veranstaltung in Liegau zu wiederholen.
Text und Fotos: Red.


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