"die Radeberger" Heimatzeitung - Archiv



Onlineausgabe vom 9. Juni 2011


Auch Radeberg
macht keine Ausnahme!


Früher war alles anders! Nehmen wir zum Beispiel Robin Hood. Wenn Robin früher losritt und seine Beute machte, dann zog er sich gewöhnlich nach getaner Arbeit tief in seinen Wald zu-
rück. Dickicht, Bäume und die Abgeschiedenheit seines Lagers gaben Schutz und Deckung vor den Schergen des bösen Lords. Oder denken wir an Räuber Hotzenplotz. Auch dieser zog sich nach seinen sorgfältig geplanten Raubzügen in die Abgeschiedenheit zurück und genoss sein Leben genauso wie die Piraten. Denn nachdem die Männer mit den Augenklappen und den Kopftüchern dem permanent Brathühnchen essenden dicken Kaufmann auf seinem Handels-
schiff all sein Gold genommen hatten, zogen sie sich ebenfalls auf eine weit entlegene Insel zurück. Und wenn der Kaufmann Glück hatte, ist er mit dem Leben davongekommen. Doch warum taten sie das? Warum suchten sie mit ihrem Gold die Einsamkeit und Abgeschiedenheit eines Waldes oder einer Insel? Am wahrscheinlichsten ist doch, weil Abgeschiedenheit auch immer ein Stück mehr Sicherheit bedeutete.

Und genau betrachtet ist es heute nicht anders.


Umso weiter weg man von großen Metropolen wie Dres-
den oder Leipzig wohnt, umso sicherer wähnt man sich und auch sein Eigentum. Und es ist ja tatsächlich auch so, dass die Kriminalitätsrate auf dem Lande bedeutend niedriger ausfällt als in der großen Stadt. Während zum Beispiel auf dem Dorf den ganzen Tag der Hof und die Garage offen stehen und eigentlich jeder-
mann ins Haus könnte, aber nichts passiert, sind die gro-
ßen Wohnblöcke in den Städten verriegelt wie ein Hochsicherheitstrakt und es wird trotzdem eingebrochen. Dies vermittelt natürlich ein Gefühl von Sicherheit auf dem Lande und das soll auch so bleiben. Aber es gibt eine Ausnahme und selbst dort wo der Pfeffer wächst ist man davor nicht gefeit.

Die Rede ist von der Computerkriminalität.


Sie können auch wohnen, wo sich Hase und Fuchs gute Nacht sagen, sobald Sie einen PC mit Internetanschluss besitzen und sich ins World Wide Web (www) begeben, befinden Sie sich bzw. Ihre persönlichen Daten nicht mehr in Ihrem trauten Heim, sondern in einem weltum-
spannenden Datennetz. Das hat natürlich Vorzüge. Es ist kein Problem mehr von zu Hause aus seine Bankgeschäfte zu erledigen oder in Internetshops einzukaufen. Aber mit jedem Internetbesuch hinterlässt man auch eine Datenspur.

Und genau dort liegt das Problem.


Denn diese Datenspur ist auch interessant für Ganoven, Gauner und Kriminelle und genauso wie sich der Räuber früher im Wald tummelte, ziehen sich diese Kriminellen nun in einen Da-
tendschungel zurück. Dabei werden Kreditkartennummern, Kennwörter, Pins und Tans genau-
so ausgespäht wie zum Beispiel Ihr Konsumverhalten oder Ihr persönliches Umfeld und diese Daten für kriminelle Handlungen missbraucht. Doch um diesem misslichen Treiben vorzubeugen kann man das Internet nicht einfach abschalten, sondern jeder persönlich muss hier für seine Sicherheit bereits im Vorfeld sorgen.

Doch wie schützt man sich vor Computerkriminalität?


Anlässlich der jüngst veröffentlichten Kriminalstatistik weist der Verein „Deutschland sicher im Netz“ e.V. auf Maßnahmen zu mehr Sicherheit im Internet hin.
Die jüngst veröffentlichte Polizeiliche Kriminalitätsstatistik1 verzeichnet einen Anstieg bei Straf-
taten, die über das Internet begangen worden sind. Zwischen 2009 und 2010 stiegen dem-
nach die erfassten Fälle um 8,1 Prozent. Doch auch für Computerkriminalität gilt: Vorbeugen ist besser als handeln! Daher gibt Deutschland sicher im Netz (DsiN) einige Tipps, wie Sie Ihren Computer und Ihre Daten sichern können: Schützen Sie Ihre Daten durch ein sicheres, soge-
nanntes starkes Passwort. Dieses Kennwort sollte mindestens acht Zeichen lang sein und aus einer Kombination von Klein- und Großbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen bestehen. Mer-
ken Sie sich komplizierte Passwörter mit einer Eselsbrücke. Passwörter sollten zudem regel-
mäßig geändert werden und keinen persönlichen Bezug haben, damit sie nicht erraten werden können. Seien Sie vorsichtig, wenn Sie mit Ihrem Laptop, Tablet oder Smartphone ein öffent-
liches W-LAN-Netz nutzen. Da diese Verbindungen nicht geschützt sind, sollten Sie hier keine Aktionen durchführen, bei denen Sie Ihre Konto- oder Kreditkartendaten durchgeben. Wichtig ist ebenfalls, dass Sie nach der Nutzung des offenen W-LAN die Einstellung an Ihrem Gerät ändern und ihm so quasi „verbieten“ sich mit öffentlichem W-LAN zu verbinden. Generell soll-
ten Sie das Prinzip der Datensparsamkeit im Internet beachten. Denn je weniger Daten von Ihnen im Internet verfügbar sind, desto weniger Daten von Ihnen können von Kriminellen missbraucht werden. Füllen Sie bei Onlineanmeldungen etc. nur die Pflichtfelder aus und den-
ken Sie genau nach, was Sie in Sozialen Netzwerken von sich preisgeben. Vorsicht ist auch bei E-Mails mit Anhängen geboten, deren Absender Sie nicht kennen! Durch unbedachtes Öffnen von angehängten Dateien können Schadprogramme auf Ihren Rechner gelangen. Sinnvoll ist es deshalb die Einstellung so vorzunehmen, dass die Dateiart (z. B. com, .exe, .bat,) der An-
hänge angezeigt wird. So können Sie besser erkennen, ob die angehängte Datei eventuell infiziert ist.

DsiN: Im Jahr 2005 haben sich Unternehmen, Vereine und Branchenverbände zu der Initiative „Deutschland sicher im Netz“ zusammengeschlossen, um einen aktiven und praktischen Bei-
trag für mehr IT-Sicherheit zu leisten. Anlässlich des 1. IT-Gipfels der Bundesregierung im De-
zember 2006 wurde aus der Initiative der Verein „Deutschland sicher im Netz e.V.“. Das Bun-
desministerium des Innern hat im Juni 2007 die Schirmherrschaft für DsiN übernommen. Pro-
duktneutral und herstellerübergreifend ist DsiN e.V. zentraler Ansprechpartner für Verbraucher und mittelständische Unternehmen.
www.sicher-im-netz.de
Text: Red und DsiN, Foto: Red.


Super Stimmung
zum Jazz
im Schloss


Die Mitglieder des Lions Club Rade-
berg waren am vergangenen Sonn-
abend glücklich und zufrieden mit dem Verlauf von der diesjährigen Auflage von Jazz im Schloss. Alles war vorbe-
reitet, die Bühne, der Gästebereich mit Biertischgarnituren, 2 Biertheken und ein großer Grill für Steaks und Bratwurst. Und gleich zum Auftritt der Big Band des Radeberger Gymnasiums (Foto links) füllte sich der Schlosshof bis auf den letzten Sitzplatz. Das Publikum war von der Leis-
tung der Jugendlichen so begeistert, dass sie die Bigband erst nach einer zweimaligen Zugabe von der Bühne entließen. Bei angenehm lauen abendlichen Temperaturen setzte dann die Hot-
Blue-Jazz-Band (Foto rechts) das Programm auf der Bühne fort.

Auch das diesjährige Jazz im Schloss diente mit seinem Erlös wieder einem guten Zweck. Im vorigen Jahr unter-
stützte der Lions Club mit den Erlösen kurzfristig die Aufräumarbeiten des Hüttertalvereines nach dem verhee-
renden Pfingsttornado und dieses Jahr kommt die finanzielle Hilfe dem Projekt Schule&Wirtschaft zugute. Auch der Erfolg des diesjährigen Jazz im Schloss wäre nicht möglich, ohne die großzügige Unterstützung von regionalen Sponsoren, denen der Lions Club hiermit nochmals einen besonderen Dank aussprechen möchte.                         Text und Fotos: Lions Club Radeberg


Vorzeitiges Kindertagsgeschenk


Über ein vorzeitiges Kindertagsgeschenk konnten sich am 31. Mai die Kinder und Päda-
goginnen des Kinderhauses „Sonnenland“ in Langebrück freuen. Der Langebrücker Unter-
nehmer Janos Mieth war gemeinsam mit einer Delegation seines Zulieferers in der Kita er-
schienen, um einen Spendenscheck in Höhe von 1000,- Euro an die Leiterin der Einrich-
tung, Frau Büttner, zu überreichen. Möglich geworden war die Spende aufgrund eines speziellen Spendenprogramms der Zuliefer-
firma. Verwendet werden soll das Geld für eine sogenannte Wassermatsch-Strecke für die Kinder, denn nachdem in einer der drei Langebrücker Kitas solch ein Wasserspiel bereits vorhanden ist, soll nun auch das Sonnenland diese Spielmöglichkeit erhalten. „Im Detail“, so die Leiterin Frau Büttner, „werden wir das Geld für die benötigte Wasserpumpe verwenden.“
Text und Foto: Red.


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