"die Radeberger" Heimatzeitung - Archiv



Onlineausgabe vom 30. Juni 2011


Nachgehakt – Wie weiter mit der
S 177/Ortsumgehung Leppersdorf?


Am 9. März diesen Jahres war für Stefan Cyriax, Gemeinderat von Wachau, das Maß voll. Nicht nur, dass die Informationen bezüglich der Weiterführung S 177/Ortsumgehung Leppersdorf seitens des Straßenbauamtes spärlich flossen, vielmehr stand auch zu befürchten, dass durch immer wieder auftretende Verzögerungen im Planungsverfahren Fördermittel, welche bis 2015 zur Verfügung stehen, nicht mehr genutzt werden könnten. Aus diesem Grund und auf Anre-
gung von Herrn Cyriax (CDU) wandten sich die Gemeinderäte nun am 16. März 2011 mit einem offenen Brief an den zuständigen Staatsminister, Herrn Sven Morlok.

In diesem hieß es auszugsweise:
Sehr geehrter Herr Staatsminister Morlok,
mit großer Verwunderung haben wir, die Mitglieder des Gemeinderats der Gemeinde Wachau, zur Kenntnis genommen, dass die Planungen der Umgehungsstraße Leppersdorf im Rahmen der Weiterführung der S 177 zwischenzeitlich dem Straßenbauamt Bautzen übertragen wur-
den. Dies widerspricht der Zusage unseres Ministerpräsidenten, Herrn Stanislaw Tillich, der uns noch im Juni 2010 während einer öffentlichen Veranstaltung vor Leppersdorfer Bürgern zugesichert hatte, dass auch weiterhin ausschließlich das Straßenbauamt Meißen-Dresden die Planungen zur Umgehungsstraße betreuen wird. Gleichzeitig wurde während dieser Veranstal-
tung vom damals noch mit den Planungsaufgaben betrauten Straßenbauamt Meißen-Dresden mitgeteilt, dass das Planfeststellungsverfahren noch im Jahre 2010 beginnen kann.

Weiterhin teilten die Gemeinderäte in ihrem offenen Brief mit:
Für die Ortslage Leppersdorf ist eine zügige Realisierung der Umgehungsstraße existenziell wichtig, da im Zuge des Straßenbaus umfangreiche Hochwasserschutzmaßnahmen verwirklicht werden sollen, bei denen sich die Gemeinde auch finanziell beteiligen wird. Durch die nunmehr aber eingetretenen erneuten Verzögerungen steht zu befürchten, dass die noch bis 2015 zur Verfügung stehenden Fördermittel nicht mehr ausgeschöpft werden können und die Gemeinde allein die Realisierung der Hochwasserschutzmaßnahmen finanzieren muss.

Am 21. April folgte nun das Antwortschreiben des Staatsministers, Herrn Morlok,
welchem folgendes zu entnehmen war:

Ich möchte Ihnen versichern, dass der sächsischen Straßenbauverwaltung die Notwendigkeit und Dringlichkeit der Ortsumgehung bewusst ist und die Bearbeitung der Planung mit höchster Priorität erfolgt. Derzeit werden die Planfeststellungsunterlagen erstellt. Es ist beabsichtigt, Mitte des Jahres das Planfeststellungsverfahren bei der zuständigen Landesdirektion zu bean-
tragen.

Auf unsere Anfrage beim Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr war am 20. Juni zu erfahren, dass „das Vorhaben einen entscheidenden Schritt weiter ist“ und, dass „die säch-
sische Straßenbauverwaltung vor kurzem das Planfeststellungsverfahren bei der zuständigen Landesdirektion beantragt hat“. Sie ist jetzt quasi Herr des Verfahrens und bestimmt Beginn und das weitere Vorgehen. Seitens der zuständigen Landesdirektion, im Falle S 177 also die Landesdirektion Dresden, werden momentan die eingereichten Unterlagen auf Vollständigkeit geprüft und die öffentliche Auslegung vorbereitet. Ein geplanter oder eventueller Termin für einen Baustart war jedoch auch aus Dresden nicht zu erfahren. Es bleibt also abzuwarten, ob der symbolische erste Spatenstich für die Anbindung der S 177 an die BAB 4 und somit auch der dringend notwendige Hochwasserschutz für Leppersdorf noch vor 2015 kommen. Die För-
dermittel für dieses Vorhaben stehen jedenfalls zur Verfügung, aber eben auch nur bis zum Jahr 2015.
Text und Foto: Red.


Mittelalter zum Anfassen


„Es wird eine Veran-
staltung der besonde-
ren Art“, ist sich die Schlossherrin von Schloss Klippenstein, Katja Altmann, sicher. Und auch Mike Erd-
mann von der Histo-
riengruppe „Mark Mei-
ßen 1200“ freut sich bereits auf das erste Juliwochenende auf dem Schloss. Denn im Rahmen der Sonder-
ausstellung „Das Le-
ben der Herren zu Ra-
deberg“, die vom 2. Juli bis 18. September zu sehen ist, wird am 2. und 3. Juli das Mit-
telalter in dem altehrwürdigen Gemäuer wieder auferstehen. Das historische Schloss sowie das Gelände rund um die Anlage werden dabei in die Zeit zwischen 1200 und 1250 zurückver-
setzt. Zu dem zweitägigen Ritterspektakel sind ein Umzug, das Lagerleben der Historiengrup-
pe „Mark Meißen 1200“, eine Rüstschau, historische Bade- und Modenschau, Jonglage, höfi-
sche Tänze, Mitmachangebote für Kinder, Feuershow und vieles mehr zu erleben. „Für uns ist es besonders wichtig, das Leben und den Alltag zu dieser Zeit so authentisch wie möglich dar-
zustellen. Gewänder, Kleider und Rüstungen zum Bei-
spiel werden von uns nach historischem Vorbild herge-
stellt und getragen“, erklärt Mike Erdmann, der an die-
sem Wochenende gemeinsam mit seiner Partnerin in die Rollen von Arnold und Aba von Radeberg schlüpfen wird. Lachend fügt er an: „Interessant ist, dass es meist Erwachsene sind, die uns zu dieser Hochzeit des Mittelalters immer wieder Löcher in den Bauch fragen und die wir natürlich auch immer gerne beantworten.“ Momentan werden noch die letzten Vorbereitungen für dieses zweitägige Spektakel auf Schloss Klippenstein abgeschlossen, so dass es am Samstag, von 14 bis 22 Uhr und am Sonntag, von 11 bis 20 Uhr das Mittelalter zum Anfassen gibt. Für das leibliche Wohl ist mit herz-
haften und süßen Speisen sowie Getränken in der Taverne gesorgt.                Text: Red.; Foto: Red./Historiengruppe „Mark Meißen 1200“


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