"die Radeberger" Heimatzeitung - Archiv



Onlineausgabe vom 11. August 2011


Es rollten die Fässer
und flogen die Funken


Es scheint so, als ob die Radeberger und die Organisatoren des Bierstadtfestes einen ganz besonderen Draht zu Petrus haben. Denn allen Prognosen für Gewitter mit ergiebigem Regen zum Trotz, blieb Radeberg an den drei Festtagen von Unwettern verschont beziehungsweise hatte Petrus ein Einsehen. Lediglich kurz vor dem Festumzug hatte dieser für ein paar Augen-
blicke seine Schleusen geöffnet, was dem gesamten Wochenende jedoch keinen Abbruch tat. Höhepunkte waren neben dem Umzug, bei welchem sich wieder zahlreiche Vereine, Clubs und Gewerbetreibende der Region mit ihren Bildern präsentierten, auch der Funkenflug. Hier konnten sich die Vorjahressiegerinnen, die Funkenmariechen aus Mohorn, erneut den ersten Platz sichern.
Samstag- und Sonntagabend sorgten dann die Goombay Dance Band und die Abba Revival Show für ausgelassene Stimmung und einen bis auf den letzten Platz gefüllten Radeberger Markt. Zu einem Anlaufpunkt mit einer fast schon festen Fangemeinde hat sich im Laufe der Jahre auch die Irish-Folk-Bühne auf der Schulstraße entwickelt. Hier hatte neben anderen Künstlern „Stan the Man“ in beeindruckender Weise gezeigt, welche Töne man einer Gitarre entlocken kann.

Sachsens größtes Bierfassrollen


Ein Spektakel, welches jedes Jahr tausende Besucher nach Radeberg zieht, ist das Bierfass-
rollen. Insgesamt 15 Mannschaften waren zum Vorausscheid auf dem Radeberger Brauerei-
gelände angetreten. Fünf Teams schafften es dann ins Finale auf den Markt. Den Sieg konn-
ten sich die Beat-Rollers vom Spielmannszug sichern. In der Kreativwertung gewann das Team der Radeberger Exportbierbrauerei mit seinen Cheerleadern, welche eine richtige Show hinlegten, dicht gefolgt von den Karnevalisten des Großerkmannsdorfer Karnevalclubs. Diese waren als Häftlinge im rollenden Gefängnis erschienen.
Text und Fotos: Red.


Kinder lernen dort am besten,
wo sie sich wohl fühlen


Und ein Platz, an welchem dies der Fall sein dürfte, könnte in diesem Jahr noch in Liegau-Augustusbad entstehen. Die Rede ist von dem geplanten „Grünen Klassenzimmer“ direkt neben der Liegauer Grund-
schule. „Momentan ist das Grund-
stück an der Schulgasse ein einzi-
ger großer Müllhaufen“, erklärt Liegaus Ortsvorsteher Gabor Kühn-
apfel, „den es gilt zu beseitigen,
um anschließend das Gelände zu modellieren und für die Schule nutzbar zu machen.“ Seitens der Stadt Radeberg sind für dieses Vorhaben bereits Fördermittel be-
antragt. Die Idee zu diesem Projekt gibt es bereits seit einiger Zeit.
Erste Vorgespräche hatten dazumal schon die ver-
storbenen Ortsvorsteher von Liegau, Peter Adler und Jörg Hahmann, geführt. Nachdem ein erster Entwurf in einer Diskussionsrunde erörtert wurde, gibt es nun einen zweiten, überarbeiteten Plan, welcher so zum Tragen kommen könnte. „Unser Ziel ist es“, so Kühn-
apfel weiterführend, „kurzfristig mit der Beräumung zu beginnen, um die Baumaßnahme noch in diesem Jahr umzusetzen.“ Notwendig wird im Zuge dieses Vorhabens voraussichtlich auch eine bauliche Erwei-
terung der Schulgasse im oberen Bereich, da eine Zuwegung auf das Gelände über den Schulhof aus sicherheitstechnischen Gründen nicht möglich ist. Ebenso sollen Rampen einen barrierefreien Zugang auch für Rollstuhlfahrer ermöglichen.
Text und Foto: Red., Zeichnung: PB Schubert


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