"die Radeberger" Heimatzeitung - Archiv



Onlineausgabe vom 18. August 2011


Vom Kindergartenkind
zum Schulanfänger


32800 Schulanfänger in Sachsen
erhalten am 20. August ihre Zuckertüte


Am 20. August ist es so weit: 32800 Erstklässler erhalten ihre Zuckertüte. Danach steht Ranzen packen für den ersten Schultag am 22. August an. Für die Mädchen und Jungen beginnt jetzt ein spannender Lebensab-
schnitt mit vielen neuen Herausfor-
derungen. Damit der Übergang vom Kindergartenkind zum Schulkind möglichst problemlos verläuft, macht Kultusminister Roland Wöller schon heute darauf aufmerksam, dass „das Lernen bereits vor den ersten Schul-
stunden beginnt“. Es sei wichtig, die Kinder auf diesen Tag vorzubereiten. „Noch vor der Einschulung können Eltern mit ihren Kindern den Schul-
weg abgehen, Hefte kaufen, den Schreibtisch für die Hausaufgaben einrichten oder die Abläufe des Schulalltags gemeinsam spielerisch durchgehen“, regte Wöller an. Diese Dinge helfen den Kindern den neuen Lebensabschnitt leichter zu meistern und stärken ihr Selbstvertrauen.
„Schule darf vor allem nicht mit Angst verbunden werden. Sprüche wie 'Jetzt beginnt der Ernst des Lebens' oder 'Von nun an weht ein anderer Wind' sind nicht hilfreich und setzen die Kinder unnötig unter Stress“, so Wöller weiter. Eltern, Geschwister und Verwandte können dem Kind Mut machen. Ein einfacher Zuspruch oder eine Bestätigung motivieren und fördern die Lust am Lernen. Die Eltern selbst sollten sich nicht unter Druck setzen, sondern entspannt mit der neuen Situation umgehen. „Die Ruhe und Gelassenheit wird sich auch auf die Kinder übertragen", versicherte der Minister.

Tipps zum Schuleingang:


1. Zuckertüte
Die Zucktüte darf ruhig eine Zuckertüte bleiben und die Schuleinführung versüßen. Das fördert die Lust und Freude am Lernen. In jede Schultüte gehört aber auch geistige Nahrung, z. B. ein Buch. Lesen macht schlau und öffnet die Tür zu einer erfolgreichen Schullaufbahn. Die Vorfreu-
de auf den Unterricht kann ebenso durch nützliche Dinge, wie zusätzliche Füller, Stifte, Werkenschürze, Farbkasten oder Sportsachen gesteigert werden.

2. Schulranzen
Neben schönen Formen und bunten Farben muss beim Schulranzen vor allem auf den Komfort geachtet werden. Wenig Eigengewicht, ein vorgeformter Rücken, eine gute Polsterung und gut sichtbare Reflektoren sind wichtig.

3. Schulweg
Vor der offiziellen Einschulung sollte auf dem Stundenplan von Eltern und Kindern das gemein-
same Abgehen des Schulweges stehen. Es ist vor allem wichtig, den Schulweg unter realen Bedingungen kennenzulernen. Das heißt, zu normalen Schulwegzeiten und nicht am Wochen-
ende. Die Verkehrserziehung nimmt im Unterricht der Grundschule einen wichtigen Stellenwert ein. Fächerübergreifend und speziell im Fach „Sachunterricht“ werden in den Klassenstufen eins bis vier die Verkehrsregeln vermittelt. In Zusammenarbeit mit der Polizei wird in der Grundschulzeit außerdem eine Fahrradausbildung angeboten.

4. Gesundheit/Sport
In den letzten Tagen vor dem Schulbeginn ist es wichtig, auf den möglicherweise neuen Ta-
ges- und Schlafrhythmus umzustellen. Ausreichend Schlaf verhindert Müdigkeit und Konzen-
trationsdefizite. Der Tag eines Schulanfängers sollte ruhig beginnen und ohne Hektik ablaufen. Es empfiehlt sich, den Ranzen gemeinsam am Vortag zu packen. Ein gesundes nahrhaftes Frühstück zuhause sowie das schmackhafte Pausenbrot mit Obst, Gemüse und ausreichend Getränke sind eine wichtige Voraussetzung für konzentriertes, erfolgreiches Lernen. Um dem natürlichen Bewegungsdrang der Kinder gerecht zu werden, sollte neben den Hausaufgaben weiterhin auf viel Bewegung im Freien geachtet werden. Schüler, die regelmäßig körperlich aktiv sind, bleiben gesund und nehmen den Lernstoff konzentrierter auf. Sinnvoll ist die Mit-
gliedschaft in einem Sportverein. Neben ausreichend Bewegung werden hier wichtige soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit und Fairness vermittelt.

5. Belohnung und Motivation
Die Vorbereitungen auf den ersten Schultag sollten trotz aller Tipps nicht übertrieben werden und in Stress ausarten – es gilt, ein gesundes Maß zu halten. Vom ersten Tag an sollten die Eltern viel Interesse an den schulischen Abläufen zeigen und sich in Geduld üben, wenn nicht alles gleich klappt. Hin und wieder sind kleine Belohnungen hilfreich, um die Lernmotivation zu stärken.
Text: SMK, Fotos: Red. und DJD


Robotron-Neutralisationsanlage verschwindet


Seit einiger Zeit läuft nunschon der Abbruch beziehungsweise der Rückbau der ehemali-
gen Neutralisationsan-
lage des ehem. „Robo-
tron“ auf dem Robert-Blum-Weg unterhalb der Kindertagesstätte. Einhergehend mit die-
sem Abbruch der Ent-
fettungsanlage und des Klärbeckens war es immer wieder zu Geruchsbelästigun-
gen, gerade in der an-
grenzenden Garten-
sparte, gekommen. Vor kurzem erhielten wir nun in unserer Redaktion mehrere Leseranfragen bezüglich dieser Thematik. Beklagt wur-
de nicht nur jene Geruchsbelästigung, sondern es wurde auch die Sorge zum Ausdruck ge-
bracht, dass in den Klärbecken nicht nur Wasser, sondern auch Altlasten und Reste von Che-
mikalien enthalten sein könnten.
Für die Gartenbesitzer stellte sich die Frage, ob es in Verbindung mit Regen-
fällen zu einer Kontamination des Grundwassers kommen könne, was letztendlich nicht nur für die Kleingärt-
ner fatale Folgen hätte. Konfrontiert mit dieser Sorge haben wir uns mit dem Landratsamt Bautzen bzw. mit dem Umweltamt in Verbindung ge-
setzt und nach einer Vor-Ort-Besich-
tigung folgende Antwort und gleichzei-
tig auch die Entwarnung erhalten.
Im Ergebnis der durchgeführten Re-
cherchen und der Überwachung vor Ort ergab sich folgender Sachstand:
„Unter der Regie der EGH-Radeberg ist eine Dresdner Recyclingfirma zurzeit mit dem Abriss und der Tiefenenttrümmerung der ehe-
maligen Robotron-Neutralisationsanlage beschäftigt. Der Abriss bzw. der Rückbau sind bau-
rechtlich nicht genehmigungspflichtig.
Vor Abrissbeginn wurden durch das beauftragte Ingenieurbüro aus Dresden umfangreiche Untersuchungen der Bausubstanz und der Wässer auf Schadstoffe vorgenommen. Die Entsor-
gung der Abbruchabfälle erfolgt durch Fachbetriebe. Dazu liegen umfangreiche Dokumentatio-
nen vor. Das Abpumpen des Wassers erfolgte nach Analytik in Abstimmung mit dem örtlichen Unternehmen. Nach Abschluss der Arbeiten wird das Gelände begrünt.“
Bestätigt wurde auch nach direkter Nachfrage im Landratsamt, dass zu keiner Zeit die Gefahr einer Kontamination des Grundwassers bestand und dass der Rückbau ordnungsgemäß von-
statten ging.
Text und Fotos: Red.


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