"die Radeberger" Heimatzeitung - Archiv



Onlineausgabe vom 15. September 2011


Tierschutz geht uns alle an!


Das ist soweit klar. Dochwie sieht es denn in der Realität aus? Fakt ist, Tierschutz steht in den Schu-
len auf keinem Lehrplan und ge-
rade in den Ferien haben es die Tierschutzverbände und Tierhei-
me immer mehr mit ausgesetzten Katzen, Hunden und sogar mit Exoten zu tun. „Es ist nicht sel-
ten“, erklärt Mario Assmann vom Tierschutzzentrum Meißen, „dass wir gerufen werden, weil irgend-
wo eine gefährliche Giftschlange gesichtet wurde, die sich im Nachhinein als harmlose Ringel-
natter entpuppt. „Das zeigt uns“, so der Tierschützer weiter, „dass bei vielen Menschen das Wissen um den Tierschutz und auch um die einheimische Tierwelt fehlt.“ Doch die Kinder von heute sind die Tierschützer von morgen und klar ist auch: was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr.

Deutschlands erstesTierschutzzimmer
im Radeberger Hort Süd eröffnet


Und genau an dieser Stelle setzt ein bis jetzt in Deutschland einzigartiges Projekt an. Jutta Nitzsche, Erzieherin im Hort Süd hatte in einem Fachvortrag über naturwissenschaftliche Bil-
dung von einem neuseeländischen Projekt gehört. Bei diesem sollen sich das Hobby, ja sogar die Leidenschaft einer Erzieherin in dem Zimmer widerspiegeln, in dem sie täglich ihre Kinder betreut. Für Frau Nitzsche, die ehemalige Vorsitzende eines Tierschutzverbandes, war dies der zündende Funke. „Die Idee, bereits bei Kindern im Grundschulalter ein Bewusstsein für Tiere und den Tierschutz zu entwickeln, fesselte mich und ließ mich auch nicht mehr los“, erklärt sie dazu. Stück für Stück wurde in liebe- und mühevoller Arbeit ein Zimmer im Hort eingerichtet, welches sich ganz speziell diesem einen Thema widmet.
Einen großen Unterstützer fand das Projekt auch in dem Verein „aktion tier – men-
schen für tiere“, welcher sich deutschlandweit für den Tierschutz stark macht. 5 000 Euro hatte der Verein für das Projekt in Radeberg gegeben und somit etliche notwendige Anschaffungen ermög-
licht. „Für mich als Erzieherin und Projektleiterin etwas ganz Besonderes“, so Frau Nitzsche. Zur offiziellen Eröffnung dieses bundesweit ersten Tierschutzzimmers am Dienstag vergangener Woche stürzten sich dann etwa 30 Hortkinder begeistert auf die gespendeten Lupen, Experi-
mentierkästen, Bücher, DVDs und vieles mehr rund um das Thema Tierschutz. Großen Anklang fanden auch der nagelneue Fernseher mit DVD-Player sowie ein Computer und eine Fotokamera. Für jede Menge Spaß bei den jungen Tierschützern sorgte zur Eröffnung das lebensgroße „aktion tier“ Pinguinmaskottchen „Pingi“. „Kinder sind die Tierschützer der Zukunft“, betonte an diesem Tag auch Wolfgang Anders von „aktion tier“ noch einmal.
Text und Fotos: Red.


70 Millionen Euro in Leppersdorfer Standort investiert


Rund zwei Jahre ist es her, als im Leppersdorfer Standort der Müllergruppe der erste Spaten-
stich für die neue Großinvestition „Molke IV“ erfolgte. Rund 70 Millionen Euro sind seitdem in der neuen Anlage verbaut worden, „welche“, so die Information aus dem Unternehmen, „ei-
nen weiteren, wichtigen Baustein zur Standortsicherung darstellt“.
Zur feierlichen Einweihung am Montag dieser Woche war neben den rund 160 Gästen aus Politik und Wirt-
schaft auch Sachsens Ministerpräsident, Stanislaw Tillich (Foto re.) erschienen. In seiner Rede betonte dieser, dass es in Sachsen neben einer Chip- und Au-
tomobilindustrie auch eine sehr leistungsfähige und innovative Lebensmittelindustrie gibt. „Der Freistaat ist bereit“, so Ministerpräsident Tillich weiterführend, „Un-
ternehmen zu helfen, welche wachsen wollen.“
8,5 Millionen Euro Fördermit-
tel waren vom Freistaat in die neuen Anlagen geflossen, mit denen das Unternehmen nun auch Molke-Kunden aus den Branchen Sportlernahrung, Säuglingsnahrung und klini-
sche Ernährung bedienen kann.
Theo Müller, 1971 hatte er die Molkerei seines Vaters
mit damals nur 4 Angestellten übernommen.

Mit teilweise weltweit einzigartiger Technik werden Magermilch so-
wie Molke mittels modernster Membrantechnologie in die verschie-
denen Bestandteile aufgespaltet und zu Molkeprodukten wie bei-
spielsweise Molkeproteinen oder Laktose weiterverarbeitet. Insgesamt sind derzeit in Leppersdorf rund 2 000 Menschen in Lohn und Brot und es beginnen jährlich gut 20 junge Frauen und Männer am Standort ihre Ausbildung. Mit der Einweihung von „Molke IV“ sind nun 36 neue Arbeitsplät-
ze hinzugekommen. Aktuell laufen derzeit in der Unternehmensgruppe Müller die Planungen für weitere Investitionen am Standort Leppersdorf in Höhe von 75 bis 80 Millionen Euro.
Text: Red., Fotos: Red. (2) Unternehmensgruppe Müller (1)


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