"die Radeberger" Heimatzeitung - Archiv



Onlineausgabe vom 6. Oktober 2011


Das war sie, die
Fischbacher Girmsd 2011


Im Regelfall ist es in dem rund 900 Seelen zählenden Fischbach das Jahr über eher ruhig und beschaulich. Alles geht seinen ge-
wohnten Gang, man versteht sich und geht seinen Dingen nach. Doch einmal im Jahr ist das anders, sogar sehr anders. Dann verwandelt sich das Dorf in einen wahren Hexenkessel und in einem unglaublichen organisatorischen Akt stellen die Vereine und Einwohner von Fischbach eine Kirmes auf die Beine, wie sie so in unserer Region wohl einmalig sein dürfte.

Von Freitag bis Sonntag vergangener Woche hatten die Fischba-
cher wieder geladen und etliche Tausend Besucher waren dieser Einladung auf das Festgelände gefolgt. Höhepunkt war wie bereits die Jahre zuvor das nunmehr 19. Moritzrennen am Sonntagnachmittag.

Zahlreiche Teams waren wieder an den Start gegangen, um den schnellsten und den schönsten unter sich zu ermitteln. Durchset-
zen konnte sich letzten Endes der Moritz „Oktoberfest“ als schnellster sowie das Renn-
gefährt von „Clown Ferdinand“ als schönster Moritz. Doch nicht nur Sonntag, sondern auch Freitag und Sonnabend wurde auf dem Fest-
gelände ordentlich gefeiert. Während Freitag-
abend Jolly Jumper und DJ Olaf das Festzelt rockten, lockten am Samstag der Schützenum-
zug, die Kinderkirmes und natürlich die Fisch-
bach Lympics 2011 in den Arnsdorfer Ortsteil. Zahlreich waren zu diesen Gaudiwettkämpfen wieder die Teams erschienen und es galt, sich in den Disziplinen Holzpantinenwettlauf, Mistkarrenrennen, Sackhüpfen, Hienergagglschissn, Abernwettessen und Kuhfladentennis gegen die Konkurrenz durchzusetzen. Letzten Endes hatten die Narren vom Oberlichtenauer Karnevalsverein die Nase vorne und sicherten sich den Gesamtsieg bei den Fischbach Lympics 2011.
Text und Fotos: Red.


Neubau S177


Seit Dienstag dieser Woche liegen sie u. a. im Radeberger und im Wachauer Rathaus aus: Die Planunterlagen zum Planfeststellungsverfahren des Neubauabschnittes der S 177 zwischen Radeberg und dem Anschluss BAB 4. Eine Planung, die allgemein hin auch als Umgehungsstra-
ße Leppersdorf bezeichnet wird. Etliche Anfragen bezüglich dieses Bauvorhabens hatten unse-
re Redaktion bereits im Vorfeld dieser Auslegung erreicht. Grund genug für unsere Redaktion, sich mit dem Straßenbauamt Bautzen in Verbindung zu setzen, um relevante Eckpunkte kurz und übersichtlich in der Zeitung nochmals abzudrucken.

Information aus dem Straßenbauamt Bautzen


„Mit dem ca. 6,7 km langen Neubauabschnitt zwischen dem nördlichen Bauende der bereits realisierten Ortsumgehung Radeberg wird ein weiteres Teilstück der S 177 neu zwischen Pirna (Verknüpfung mit A 17) und der A 4 nordöstlich von Radeberg geplant. Damit wird eine wichti-
ge regionale Achse zur Verkehrsbündelung im Osten von Dresden geschaffen. Der gesamte Straßenzug ist als „Kraftfahrstraße“ (d.h. zweistreifiger Querschnitt mit wechselseitigen Über-
holstreifen) konzipiert. Mit der Verkehrsfreigabe wird eine deutliche Entlastung der jetzigen Ortsdurchfahrt Leppersdorf im Zuge der S 95 sowie eine Entlastung der Ortsdurchfahrten von Feldschlößchen und Seifersdorf im Zuge der vorhandenen S 177 erwartet.
Die Anschlussstelle Pulsnitz an der A 4 soll im Rahmen des Vorhabens in Richtung Westen ver-
legt und die vorhandene Anschlussstelle Pulsnitz zurückgebaut werden.
Eine Besonderheit des Vorhabens ist die Integration des Hochwasserschutzes für Leppers-
dorf. Hier sind zwei Gewässer von Bedeutung: das sogenannte „Faule Floߓ und ganz beson-
ders die „Kleine Röder“. Die neue Straße soll in den relevanten Abschnitten als Hochwasser-
damm mit entsprechenden Sperr- und Drosseleinrichtungen ausgebildet werden.
Die Baukosten für das Gesamtvorhaben werden nach heutigem Kenntnisstand auf ca. 29 Mio. Euro beziffert.
Die Auslegung der Planunterlagen in den betroffenen Gemeinden erfolgt entsprechend amtli-
cher Bekanntmachung der Landesdirektion Dresden vom 4. Oktober bis 4. November 2011 im Bürgerbüro der Großen Kreisstadt Radeberg. Verlauf und Dauer des Planfeststellungsverfah-
rens hängen maßgeblich von der Bewältigung der einzelnen baurechtlichen Problemstellungen ab. Allgemein ist festzustellen, dass die betroffenen Bürger verstärkt von ihren demokratisch legitimierten Rechten Gebrauch machen und sowohl die Notwendigkeit als auch die technische Ausgestaltung von Straßenbaumaßnahmen hinterfragen. Oft ergeben sich während der Betei-
ligung der Öffentlichkeit kritische Meinungen zum Projekt.“

Auch Thema im Technischen Ausschuss Wachau


Beratschlagt in Sachen S 177 hatte sich am Dienstag vergangener Woche auch der Technische Ausschuss der Gemeinde Wachau. Im Ergebnis dieser Sitzung hatten sich die Räte darauf ver-
ständigt, die Verwaltung zu beauftragen, eine Stellungnahme vorzubereiten, welche vom Ge-
meinderat beschlossen werden kann. Im Oktober muss diese dann bei der Landesdirektion Dresden eingereicht werden. Im Gespräch mit „die Radeberger“ stellte Bürgermeister Veit Kün-
zelmann auch noch einmal klar heraus, dass er dieses Vorhaben 100-prozentig unterstützt. „Derzeit rollen rund 10 500 Fahrzeuge täglich durch Leppersdorf“, so Künzelmann, „und laut der Verkehrsprognose werden es 2020 sogar 18 000 Fahrzeuge täglich sein, die sich auf der
S 95 durch die Ortslage quälen. Wer will das den Bewohnern in Leppersdorf zumuten? Mit der Fertigstellung des neuen Teilstückes der S 177 rechnen die Verkehrsexperten dann zwar sogar mit bis zu 21 000 Fahrzeugen täglich“, so Künzelmann weiter, „diese werden dann aber um die Ortslage herumgeführt, so dass in der Ortschaft selber nur noch mit 2000 bis 4000 Fahrzeu-
gen am Tag gerechnet wird.“ Argumente, die schwer von der Hand zu weisen sind. Doch auch noch zwei weitere Fakten sind dem Bürgermeister der Gemeinde Wachau wichtig: Denn zum einen stellt die Trasse der S 177 den seit langen benötigten Hochwasserschutz dar. Immer wieder hatten die Leppersdorfer in der Vergangenheit mit überfluteten Kellern und Häusern zu kämpfen. Zum anderen ist es Künzelmann wichtig, dass sich die Gemeinde geschlossen hinter dieses Vorhaben stellt. „Zu viel Gegenwind könnte am Ende das gesamte Projekt gefährden“, so der Bürgermeister abschließend.
Text und Foto: Red.


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