"die Radeberger" Heimatzeitung - Archiv



Onlineausgabe vom 13. Oktober 2011


Sanierung in vollem Gang


Bis Ende des Jahres sollen sie abgeschlossen sein, die Arbeiten am Ullersdorfer Dorfteich. „Vorausgesetzt das Wetter macht uns keinen Strich durch die Rechnung, ist dieser Fertigstel-
lungstermin absolut realistisch“, so Radebergs Stadtsprecher, Jürgen Wähnert. Notwendig ge-
worden waren die Sanierungsarbeiten, da sich die Ufermauer in einem äußerst desolaten und maroden Zustand befindet und eine notdürftige Reparatur keinen Sinn machen würde. Doch bevor aus Stahl und Beton eine neue Befestigung des Dorfteiches entstehen wird, dreht sich momentan ein Bagger bis über die Ketten versunken in Schlick und Schlamm. Über Jahre hin-
weg hatten Laub und eingespülte Schwebstoffe eine bis zu einen Meter dicke Schlammschicht gebildet, welche nun im Zuge der Sanierung grundhaft entfernt wird.
Geplant ist weiterhin, nach Abschluss der Arbeiten den Uferbereich wieder zu begrünen und sogenannte Ersatzpflanzungen vorzunehmen. Im Vorfeld der Arbeiten hatte es sich als not-
wendig erwiesen, dass die alten Bäume im Böschungsbereich gefällt werden mussten. „Diese standen schlichtweg zu nah am Ufer, so dass es an dieser Stelle bedingt durch die Erdarbeiten zu massiven Schäden im Wurzelbereich gekommen wäre. Ein unkalkulierbares Risiko was die Standfestigkeit der Bäume in Zukunft anbelangt“, erklärt Jürgen Wähnert die Fällarbeiten.
Insgesamt investiert die Stadt Radeberg 180 000 EUR in die Sanierung des Ullersdorfer Dorf-
teiches.
Text und Foto: Red.


Neue Kita kann gebaut werden


Es war Dankbarkeit und Freude zugleich, die sich in den Gesich-
tern der anwesenden Gäste und den Räten widerspiegelte, als am Mittwoch letzter Woche Landrat Michael Harig in Kleinröhrsdorf ei-
nen Förderbescheid in Höhe von über einer Million Euro an Bürger-
meisterin Kerstin Ternes überrei-
chen konnte. Fördermittel, mit de-
ren Hilfe nun neben dem neuen Gemeindezentrum in Kleinröhrs-
dorf auch noch eine neue Kinder-
tagesstätte entstehen wird.
„Der Standort der neuen Kita direkt neben dem Gemeindezentrum ist nicht zufällig, sondern bewusst gewählt“, erklärt Bürgermeisterin Ternes in ihrer Ansprache, „denn es soll sich an die-
ser Stelle eine Art soziales Zentrum in dem Großröhrsdorfer Ortsteil entwickeln.“

Neubau dringend notwendig


Wie dringend dieser Neubau benötigt wird zeigt allein schon der Fakt, dass die alte Kleinröhrs-
dorfer Kita „Waldhäuschen“ nur noch mit Ausnahmegenehmigungen betrieben werden darf. Auch ein Umbau oder eine Erweiterung des alten Gebäudes ist laut Presseinformationen des Landratsamt Bautzen auf dem Gelände nicht möglich. Zudem rechnet die Stadtverwaltung Großröhrsdorf ab 2013 mit einem zusätzlichen Ansturm auf die Kitas, da ab diesem Zeitpunkt der Anspruch auf einen Krippenplatz ab dem 1. Geburtstag festgeschrieben ist. Entstehen wird eine Kindertagesstätte mit 24 Kinderkrippen- und 58 Kindergartenplätzen. 36 Kinder mehr als bisher können somit in der neuen Kindertagesstätte betreut werden.
Geplant ist, das Gebäude nach aktuellen energetischen Gesichtpunkten zu konzipieren. So werden unter anderem großzügige Terrassentüren und Lichtkuppeln für reichlich frische Luft und Licht sorgen. Herzstück des neuen Bauwerkes bildet im Inneren des Gebäudes eine groß-
zügig gestaltete Spielhalle, welche in Verbindung mit dem Sportraum auch für Veranstaltungen genutzt werden kann. Auch Bau-, Kreativ- und Experimentierbereiche werden mit konzipiert. Insgesamt investiert die Stadt Großröhrsdorf rund 1,8 Millionen Euro in die neue Kita, rund 1,1 Millionen Euro davon sind Fördergelder. Anvisiert als Baustart ist das zweite Quartal 2012. Im Jahr 2013 soll der Neubau dann seiner Bestimmung übergeben werden.
Text und Foto: Red.


Ein Schritt in Richtung Mühlenmuseum


Es werden wohl noch zwei bis drei Jahre vergehen, bis sich in der Radeberger Schlossmühle die Türendes Mühlenmuseum öffnen werden. Doch um das ehr-
geizigeProjekt der Schloss-
müller in Zusammenarbeit mit dem Hüttertalverein Realität werden zu lassen, haben nunmehr vor 14 Ta-
gen die vorbereitenden Arbeiten begonnen. „Die Sanierung der Wasserrad-
grube in Verbindung mit den Grundmauern ist der erste Schritt für dieRekons-
truktion des hinteren Ge-
bäudeteiles, in dem früher ein Sägegatter und später das Getreidelager untergebracht waren“, erklärt Reinhard Sonntag, einer der beiden Schloss-
müller, die aufwändigen Sanierungsarbeiten. Denn was hier so simpel nach ein wenig mauern und verputzen klingt, ist in Wirklichkeit viel mehr. Mühsam müssen Lager, Wellen und Transmis-
sionen des Mühlrades wieder hergestellt werden. Und auch das alte Mühlrad aus dem Jahre 1974 wird wohl in Zukunft maximal noch als Demonstrationsobjekt fungieren. „Beim Ausbau des Schlossmühlenrades mussten wir leider feststellen, dass es nicht mehr zu reparieren ist.
Der Rost hat zu sehr am Radboden genagt. Durch die zahlreichen Löcher scheint mittlerweile
die Sonne, so dass sich hier der Neubau eines Mühlrades notwendig macht“, erklärt Schloss-
müller Sonntag. Doch aus der Not wird zu-
gleich eine Tugend gemacht. Und so soll das neue Rad um einiges größer und auch leis-
tungsstärker ausfallen. Ebenso soll der Was-
serkasten, mit welchem der Zufluss auf das Rad geregelt wird, wieder in historischer Optik aus Eichenholz entstehen.
Die Weichen in Richtung Radeberger Mühlen-
museum sind also gestellt. Und nachdem das Gebäude wieder hergestellt ist, kann der Hüt-
tertalverein als künftiger Mieter seine lang ge-
hegte Idee vom Mühlenmuseum darin verwirk-
lichen. Text: Red., Fotos: Schlossmühle


  Copyright © 2006 - 2018 Impressum & Datenschutzerklärung webdestination cms
Anzeigen
Zur Seite: http://www.bierstadt-radeberg.de/_/shop/shop/index.php?rz=1