"die Radeberger" Heimatzeitung - Archiv



Onlineausgabe vom 17. November 2011


Zum zwölften Mal – OB Lemm
vom Amtshocker gestoßen!


Der zwölfjährigen Tradition folgend, haben am 11.11. um 11.11 Uhr die Narren des Karne-
valsklubs Großerkmannsdorf e.V. 1967, wieder die Führung der Amts- und Regierungsge-
schäfte der Ortschaft Großerkmannsdorf und der zugehörigen Vororte Radeberg, Ullersdorf und Liegau übernommen.

Unter des Volkes Jubel kam der Marktbetrieb vor dem Rathaus zum Erliegen bzw. musste sich Ober-
bürgermeister und Obernarr Gerhard Lemm erge-
ben und den Rathausschlüssel an den Ministerrat des Karnevalsklubs übergeben.

Gleiches Schicksal ereilte auch die Bürgermeisterin von Arnsdorf, Martina Angermann sowie den Bür-
germeister der Gemeinde Wachau, Veit Künzel-
mann. Hier waren es die Närrinnen und Narren der Karnevalsclubs von Arnsdorf und Lomnitz, welche die Regentschaft und den goldenen Rathausschlüs-
sel übernahmen.

„Insgesamt“, so war es der historischen Rede vor dem Radeberger Rathaus zu entnehmen, „wird für
4 Monate das tolle Treiben in den Amtsstuben der Region Einzug halten.“


Närrische Betrachtungen aus Erkse



Wenn ich so auf den Marktplatz sehe,
ein reges Treiben ich erspähe,
und so begrüß ich alle Händler und die braven Leut,
die zum Markte kamen heut.

Ob Eier, Hausschuhe oder Socken,
damit könnt Ihr jetzt keinen locken.
Last stehen und liegen Euren Kram
und lauscht was wir zu sagen ha’m.

Zum zwölften Mal schon stürmten wir das Rathaus mit viel Trubel,
und Gerhard, Du musstest Dich ergeben unter des Volkes Jubel.
Den Schlüssel halt ich jetzt hier nach oben
und ganz Radeberg tut dabei toben.

Doch als wir kamen diesen Weg hier raus,
verschanzt Du Dich mit Deinem Gefolge in diesem Haus.
Mit Bonbons habt Ihr gekämpft, wie so eben,
doch half es nichts, Ihr musstet Euch ergeben.

Das zwölfte Jahr nun schon stoßen wir Dich vom Hocker,
und führen selbst die Amtsgeschäfte hier ganz locker.
Jetzt denkst Du ans Ausruhen und Faulenzen – ich habe es geahnt –
nein, nein, zum Erfüllungsgehilfen aller Pflichten wirst Du von mir benannt.

Denn, wenn wir feien unsere großen Feste hier,
so hast Du uns zu bewirten, und das mit Speisen und mit reichlich Bier.
Und wenn Du sagst „im Rathaus verhungert selbst die kleinste Maus“,
mein lieber Gerhard – so siehst Du hier nun wirklicht nicht aus.

4 Monate treiben wir es jetzt in griechischer Manier,
und leben in Saus und Brause hier.
Und sollten wir die Kasse völlig ruinieren,
dann lassen wir die Schulden einfach mal halbieren.

Nein, Griechenland ist grade nicht so schön,
lasst uns weiter noch nach Osten geh’n.
Ihr merkt’s an mir – die Zeit ist ran –
die Verkündung unseres Mottos ist jetzt dran.

In die Ferne wollen wir wieder einmal gehen,
um Neues von der ganzen Welt zu sehen.
Die Bräuche fremder Menschen wollen wir erkunden
und ihre Speisen und Getränke sollen uns munden.

Dort wo der Pfeffer wächst,
da hat’s uns hin verschlagen,
die Speisen dort, die kann nicht jeder gleich vertragen.
Wo Fürsten, Sultane und der Maharadscha
um die Gunst der Frauen ringen,
kann eine Kuh
den ganzen Trubel zum Erliegen bringen.

Ich denke, dass Ihr das Land schon lange kennt,
welches dieses Jahr das Thema uns benennt.
So will ich Euch nicht länger quälen
und werde Euch das Thema jetzt erzählen:


Ein Maharadscha ist zu wenig –
in Indien sind die Kühe König.



Und darauf ein dreifaches EKKA-EKKA.



Kulturhaus Fischbach wird saniert



Mit einem feierlichen ersten Hammerschlag starteten am Freitag letzter Woche die Sanie-
rungsarbeiten am Fischbacher Kulturhaus. Vorausgegangen war diesem Baustart ein jahre-
langes Ringen um Fördermittel.
Bereits wenige Jahre nach der Wende hatten sich im Dorf interessierte Bürger Gedanken gemacht, wie das kulturelle Zentrum von Fischbach weiter zu nutzten wäre und saniert werden könnte. 2001 war dann nach vielen langen Beratun-
gen dieser Interessenge-
meinschaft in Abend- und Nachtstunden ein fertiges Konzept auf die Beine ge-
stellt, welches zudem die Gemeinde keinen Cent ge-
kostet hatte. Doch an einen Baustart war zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu denken, denn beantragte Fördermittel für die Sanierung wurden immer wieder abgelehnt. Erst 10 Jahre später, also 2011, sollten diese endlich fließen und die dringend notwendigen Arbeiten ermöglichen. Insgesamt werden nun über mehrere Bau-
abschnitte, unter Mithilfe vieler Vereine und dem Eigenanteil der Gemeinde Arnsdorf, rund 250.000 Euro in das Kulturhaus investiert. Im ersten, letzte Woche gestarteten Bauab-
schnitt, werden für 115.000 Euro das Dach, Fenster und Türen, der Saal und sanitäre Ein-
richtungen auf den Stand der Zeit gebracht bzw. saniert. „Wichtig ist es vor allen Dingen, nun den weiteren Verfall zu stoppen und den Saal nutzbar zu machen, um so auch weitere finanzielle Mittel zu erwirtschaften“, erklärte Jörg Winkler von der Interessengemeinschaft während des feierlichen Aktes.
Text und Foto: Red.


Aktuelles zum Brückenbau
in Fischbach


Erreicht haben unsere Redaktion in jüngster Vergangenheit immer wieder Anfragen unserer Leser bezüglich des Ausbaus der Staatsstraße 159 Arnsdorf/Fischbach verbunden mit dem Neubau der Bahnbrücke und der Brücke über die „Schwarze Röder“. Aktuelle und detailierte Informationen hierzu haben wir kürzlich vom Straßenbauamt Bautzen erhalten.
Was ist geplant?
Geplant ist der Ausbau der S 159 auf ca. 650 m Länge (ab letzte Wohnhäuser Fischbach bis Arnsdorf Klinikum – Anschluss an vorhandenen Rad-/Gehweg). Davon werden 400 m grund-
haft ausgebaut und 250 m mit neuer Asphaltdecke versehen (Bereich in Arnsdorf). Deswei-
teren werden die Brücken über die Bahnstrecke Görlitz-Dresden und über die „Schwarze Röder“ abgebrochen und neu errichtet.
Weiterhin geplant ist der Anbau eines Rad-/Geh-
weges an die S 159 auf der gesamten Baulänge. Hierfür muss in Arnsdorf eine 2 bis 3 m hohe Stützmauer ent-
lang der Kleingarten- und Garagenanlage mit 220 m Länge errichtet werden. Erfolgen wird weiterhin die Herstellung einer Baustraße zur Erschließung des Bau-
bereiches zwischen den Brücken als auch der Bau eines Behelfsfußweges mit Fußgängerbrücke über die Bahnstrecke.
Der geplante Zeitrahmen:
Gesamtbauzeit ist von November 2011 bis Mai 2013.
- 2011: Baumfällung, Baustraße, Behelfsfußweg mit Fußgängerbrücke;
- 2012: Hauptbauleistungen, Vollsperrung der S 159 vom 8. Februar bis 30. November 2012
- 2013: Restarbeiten wie Oberboden und Begrünung.
Zwangspunkt ist die langfristig feststehende Sperrung der Bahnstrecke vom 16. bis 19. März 2012 für den Abbruch der Bahnbrücke. Für die notwendigen Vorbereitungsarbeiten wird deshalb die S 159 ab Februar gesperrt werden. Bis Ende November 2012 soll dann die S159 und der neue Rad-/Gehweg so fertig gestellt sein, dass die Nutzung erfolgen kann.
Verkehrsführung:
In 2011 gibt es bis auf kurzfristige halbseitige Sperrungen (Baumfällung) keine Verkehrsein-
schränkungen.
In 2012 ist die S 159 für jeglichen Fahrverkehr von Feb. bis Nov. voll gesperrt. Die Umleitung, insbesondere für den LKW-Verkehr verläuft ab Fischbacher Kreisverkehr über die B 6 und S 177 bis Radeberg. Der öffentliche Nahverkehr wird über Seeligstadt umgeleitet. Fußgänger können die Baustrecke über den 2011 gebauten Behelfsfußweg passieren. In Arnsdorf wird halbseitig gebaut, so dass die Zufahrt zum Gewerbegebiet aus Richtung Radeberg nutzbar bleibt.
Sonstiges:
Bauherr und Projektdurchführender ist der Freistaat Sachsen, vertreten durch das SBA Bautzen, beteiligt sind die Gemeinde Arnsdorf (Gehweg, Straßenbeleuchtung) und die DB Netz AG (Kostenbeteiligung an der Bahnbrücke).
Text: Red./SBA Bautzen, Foto: Red.


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