"die Radeberger" Heimatzeitung - Archiv



Onlineausgabe vom 25. November 2011


Mit riesigen Schritten
in Richtung Zukunft


Ökologie und Zukunft, zwei Wörter, die jedermann geläufig sind und die auch jeder erklären kann. Doch wenn es darum geht, diese in die Tat umzusetzen, wird die Luft meist schon etwas dünner. Doch wie investiert man denn nun in eine ökologische Zukunft, wie erfüllt man diese zwei Wörter mit Leben? Ein Paradebeispiel dafür liefert seit diesem Montag das sächsische Epilepsiezentrum Radeberg. Schon lange hatte man sich hier mit diesen Fragen beschäftigt, und das auch nicht ohne Grund. Denn der Wärmebedarf des Zentrums wurde bis vor kurzem mit 7 einzelnen Öl- und Gasheizungen gedeckt. Unter ökologischen Gesichtspunkten betrachtet war dieser Umstand nicht unbedingt zukunftsweisend.
Nach einer Lösung und Möglichkeiten wurde gesucht, welche schließlich auch in Form eines kompletten Um- bzw. Neubaus des Heizsystems gefunden wurde. „Das klingt zwar im ersten Augenblick recht unspektakulär“, erklärt Jens Tetschke, der technische Leiter (Bild unten), „doch was wir hier seit Februar gebaut haben, ist ein hocheffizientes Nahwärmenetz, das gesamt Kleinwachau mit Wärme und Elektrizität versorgt, das zudem noch 600 Tonnen klimaschädliches CO2 einspart und das in Sachsen so in dieser Bauart einmalig ist,“ Insgesamt 2,6 Millionen Euro sind in die neue Anlage geflossen, welche sich aus mehreren Komponenten zusammensetzt. So sorgen ein hochmodernes Blockheizkraftwerk und eine Hackschnitzelanlage für die nötige thermische und elektrische Energie.
Abgaswärmetauscher und eine Wärmepumpe kümmern sich um die Effizienz der Anlage und ein Gaskessel steht für Spitzenlasten und Havariefälle zur Verfügung. „Im Rahmen eines Monitorings, also einer permanenten Überwachung, werden wir nun das Nahwärmenetz und die Anlage an die Gegebenheiten und Bedürfnisse von Kleinwachau anpassen, was allerdings durchaus zwei Heizperioden dauern kann“, so Jens Tetschke. Von einem schlichten Schreibtisch in seinem Büro kann der technische Leiter via Computer sämtliche Komponenten und Leistungen der Anlage überwachen und teilweise sogar regeln. Zur feierlichen Einweihung am Montag war wie bereits zum ersten Spatenstich im Februar dieses Jahres Ministerpräsident Stanislaw Tillich (Bild oben Mitte) in Kleinwachau anwesend. In seiner Rede lobte der Ministerpräsident unter anderem auch den Pioniergeist der Kleinwachauer, die mit dem Bau dieser Anlage auch der Nachhaltigkeit Rechnung tragen.
Text und Fotos: Red.


Das besondere Erinnerungsstück


600 Jahre Verleihung des Stadtrechts, das ist das Jubi-
läum, welches im nächsten Jahr die Große Kreisstadt Radeberg begeht – und – das auch wieder vergeht. Ein Erinnerungsstück jedoch, oder besser gesagt eine Erinnerungsmedaille, die würde auch nach dem großen Fest erhalten bleiben. Und genau an dieser Idee tüftelt gerade der Radeberger Carl Schelle gemeinsam mit der Stadt Radeberg. Dabei kann der Goldschmied auch einiges an Erfahrung auf dem Gebiet mit einbringen. So hatte dieser bereits im Jahr 2008 eine Medaille für den Radeberger Gewerbeverein geprägt. Damals in einer Sonderauflage in geringer Stückzahl anlässlich des 150-jährigen Bestehens des Vereins.
Für die nunmehr zum Stadtfest geplante Medaille steht Carl Schelle bereits in den Startlöchern. „Die Entwürfe dazu sind in Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Hersteller des Prägewerkzeuges entstanden und fertig“, lüftet Carl Schelle sein kleines Geheimnis. „Die Stadt hat sich nun zu diesem Vorhaben entschieden, und somit könnten ab Januar bereits die Silber- und Goldmedaillen in Radeberg zu haben sein“, so Schelle weiter. Zur Festwoche selber plant der Goldschmied dann etwas ganz besonderes. Mit einem historischen Fallhammer wird er vor seinem Geschäft am Markt zu erleben sein und die Erinnerungsmedaille sozusagen life für Besucher und Gäste des Festes als Erinnerungsstück in Zinn prägen. Für Radeberg eine Premiere, denn die Vorführung eines Fallhammers, sozusagen eines Prägewerkzeuges aus dem Mittelalter in Funktion, hat es in der großen Kreisstadt bisher noch nicht gegeben. „Nicht zu unterschätzen ist auch der Werbeeffekt für Radeberg“, so Goldschmied Schelle abschließend „denn mit solch einer Sonderprägung wird Radebergs Jubiläum auch über die Stadtgrenzen bekannt“.
Text und Fotos: Red.


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