"die Radeberger" Heimatzeitung - Archiv



Onlineausgabe vom 1. Dezember 2011


Von fliegenden Weihnachtsbäumen


Was wäre der Radeberger Markt ohne einen Weihnachtbaum? Kurz vor 9.00 Uhr kam er am Mittwoch vergangener Woche die letzten Meter quasi eingeflogen und natürlich ist es wieder „eener aus der Heimat“. Cirka 27 Jahre zierte die Blaufichte den Vorgarten der Familie Seifert auf dem Quellsteig (Silberberg) in Radeberg, welche in diesem Jahr den Weihnachtsbaum spendete.
Mit schwerer Technik wurde er gefällt, verladen und auf dem Markt aufgestellt. Mit seinem schönen Wuchs ist es auch in diesem Jahr wieder ein äußerst stattlicher Weihnachtsbaum
und eine Zierde für den Radeberger Markt in der Adventszeit. Rund 6 Wochen wird dieser zu erleben sein.
Text und Foto: Red.


Neue Dauerausstellung zum Stadtjubiläum


Im März nächsten Jahres wird es so weit sein, dann wird nach vielen Stunden Handarbeit zum Stadtjubiläum in Rade-
berg eine Dauerausstellung eröffnen, wie sie in unserer Re-
gion relativ einmalig sein dürfte. Die Rede ist von der histo-
rischen Böttcherei auf Schloss Klippenstein. Seit Herbst letzten Jahres wurden in dem historischen Gemäuer dutzen-
de von Schindereisen, Hobeln, Bohrern, Sägen und anderen Werkzeugen untersucht und
archiviert, um anschließend unter den geschickten Händen von Joachim und Eckhard Paulick wieder zu einer Werkstatt zusammengefügt zu werden. Einst hatten der Großvater und der
Vater von Joachim und Eckhard in dieser gewirkt und es ist der Weit-
sicht der beiden rüstigen Rentner
zu verdanken, dass diese Zeugen historischer Handwerkskunst für die Nachwelt erhalten bleiben. August Paulick, seines Zeichens Böttcher, hatte 1888 in Gröditz in der Ober-
lausitz ein Wohnhaus erworben
und in einem Nebengebäude seine Böttcherei eingerichtet. Nachdem der Sohn von August Paulick, Arthur Paulick, bis 1983 in dieser Werkstatt auch als Böttcher gearbeitet hatte,
waren es Joachim und Eckhard Paulick, die sämtliche Ein-
richtungsgegenstände und Werkzeuge der Böttcherei in einer Garage einlagerten und anstatt sie auf diversen Internetbörsen zu verkaufen, den Kontakt zur Radeberger Exportbierbrauerei und zum Schloss aufnahmen. „Von der Werkbank über die Werkzeuge bis zur kleinsten Niete, alles ist komplett erhalten“, freute sich damals Schloss-
herrin Katja Altmann. Mittlerweile ist aus einem leeren Raum im Schloss Klippenstein eine anschauliche Böttche-
rei entstanden, die am 17. März nächsten Jahres eröffnet werden wird. „Natürlich sind im Rahmen dieser Eröffnung auch noch einige Aktionen geplant“, weiß Katja Altmann zu berichten, „doch die Details sollen bis dahin noch eine kleine Überraschung bleiben.“ Die Freude über dieses runde Projekt, das in dieser Form ohne die Unterstützung der Stadt Radeberg, der Sparkasse und des Rotary Clubs nicht möglich gewesen wäre, steht der Schlossherrin jedenfalls ins Gesicht geschrieben. Neben der eigentlichen Werkstatt wird auch noch eine Medienstation über das Böttcherhandwerk und die Einrichtung der historischen Wirkungs-
stätte aufschlussreiche Informationen liefern.
Text und Fotos: Red.


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