"die Radeberger" Heimatzeitung - Archiv



Onlineausgabe vom 15. Dezember 2011


Im Vorstand des sächsischen Bürgermeistervereins


Wachaus Bürgermeister Veit Künzelmann zum Vorstandsmitglied
im Verband sächsischer Bürgermeister gewählt

Am 18.11.2011 fand die Mitgliederversammlung des Vereins sächsischer Bürgermeister e.V. (VsB) in den Deutschen Werkstätten Hellerau statt, auf der diesmal das 20-jährige Bestehen des Vereins gefeiert wurde. Als Festredner konnte der ehemalige Ministerpräsident des Frei-
staates Sachsen, Prof. Dr. Kurt Biedenkopf, gewonnen werden, der in seiner Rede auf die Ent-
wicklung der letzten Jahre einging und die Arbeit des Vereins ausdrücklich würdigte.
Auf der Festveranstaltung wurde auch der neue Vorstand gewählt, wobei der langjährige Vor-
sitzende, Herr Oberbürgermeister Dr. Hans-Christian Rickauer, Limbach-Oberfrohna, in seinem Amt bestätigt wurde. Ebenfalls mit großer Mehrheit wurde auch Wachaus Bürgermeister Veit Künzelmann (CDU) direkt in den Vorstand gewählt. Künzelmann war bisher Kreissprecher des VsB im Landkreis Bautzen.
Der neue Vorstand des VsB, darunter der Vorsitzende: Oberbürgermeister Dr. Hans-Christian Rickauer (vorn, 2.v.r.) und Vorstandsmitglied Veit Künzelmann (hinten, 2.v.r.).
Links neben Dr. Rickauer: Festredner Prof. Dr. Kurt Biedenkopf


Der VsB verfolgt den Zweck, sich um die Belange von Bürgermeistern während ihrer Amtszeit und darüber hinaus zu kümmern. Das Besondere an diesem Verein ist, dass nicht etwa die Gemeinde die Mitgliedschaft erwirbt, sondern direkt der Bürgermeister. Derzeit umfasst der Verein mehr als 400 Mitglieder. Darunter ist auch der ehemalige Wachauer Bürgermeister und jetzige Ortsvorsteher Michael Eisold (CDU), der die Geschicke der Gemeinde von 1990 bis 2008 führte.
Text und Foto: Gemeinde Wachau


Es ist normal, verschieden zu sein


Menschen mit Behinderung gehören in die Mitte der Gesellschaft! Aber, Menschen mit einer Behinderung oder einem Handicap haben es in Deutschland immer noch ungemein schwer,
auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Dabei ist diese ungleiche Behandlung gegenüber Menschen ohne Behinderung gar nicht zu rechtfertigen. 5,4 Prozent der Arbeitslosen in Sach-
sen sind Schwerbehindert. Jedoch haben 82,5 Prozent von diesen, also rund 9.000, eine ab-
geschlossene Berufsausbildung. Ein Potential, das Sachsens Unternehmer, nicht zuletzt in Anbetracht des zukünftigen Fachkräftebedarfs und der demographischen Entwicklung, nutzen wollen und auch müssen. Die UN-Behindertenrechtskonvention fordert für Menschen mit Be-
hinderung einen inklusiven Arbeitsmarkt und dass dieser auch realisierbar ist, zeigt ein Unter-
nehmen in Arnsdorf ganz deutlich: F & G Normteile Dresden, 5 000 m2 Produktionsfläche, 110 Mitarbeiter und Arbeitgeber für 10 Menschen mit einem Handicap bzw. einer Behinderung.
Staatsministerin Clauß (Mitte) und Jutta Cordt (links) zu Besuch am Arbeitsplatz der gehörlosen Mitarbeiterin Anja Keller (rechts). Geschäftsführer Steffen Ruhtz hinten rechts und Wahlkreis-
abgeordneter Aloysius Mikwauschk (hinten links).


Im Rahmen der Aktionswoche für Menschen mit Behinderung besuchte die Sächsische Staats-
ministerin für Soziales und Verbraucherschutz, Frau Christine Clauß, und die Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frau Jutta Cordt, am Freitag letzter Woche das Unternehmen F & G Normteile Dresden in Arnsdorf. Anlass dieses Besuchs ist die Bereitschaft des Betriebes, auch Menschen mit Behinderung eine Chance zu geben. Ein weiterführendes Ziel war es, auch die Wirtschaft noch einmal ver-
stärkt auf die Beschäftigungspotenziale dieser Menschen aufmerksam zu machen. „Menschen mit Behinderung sind nicht weniger leistungsfähig. Vielmehr sind sie – richtig eingesetzt – sehr motivierte Mitarbeiter“, so Jutta Cordt während des Besuchs. Anschließend erklärte Staatsministerin Christine Clauß: „Menschen mit Behinderungen sind häufig gut qualifizierte Fachkräfte, die ihre Frau und ihren Mann im Arbeitsleben stehen. Die UN-Behindertenrechts-
konvention fordert für Menschen mit Behinderung einen inklusiven Arbeitsmarkt. Diesen zu realisieren und das Bewusstsein über die Leistungsfähigkeit von Menschen mit Behinderun-
gen zu schaffen ist, wie das heute besuchte Unternehmen zeigt, möglich. Hier liegen Poten-
tiale, die wir nutzen wollen. Jede und jeder von ihnen ist wichtig.“

„Allianz Arbeit und Behinderung“


Der Freistaat Sachsen unterstützt diesen Prozess mit der „Allianz Arbeit + Behinderung“, die am 3. Dezember 2010 mit 17 Partnern aus Wirtschaft, Politik und Verbänden von Menschen mit Behinderungen begründet wurde. Das Beispiel der Firma F & G Normteile zeigt eines ganz deutlich: Bewerbungen von Frauen und Männern mit gesundheitlichen Einschränkungen muss man nicht zur Seite legen. „Denn neben dem sozialen und gesellschaftlichen Auftrag, auch diese Menschen zu berücksichtigen, habe ich erfahren, was diese Kollegen alles leisten kön-
nen. Am richtigen Arbeitsplatz eingesetzt, erfüllen sie ihre Aufgabe wie andere Kollegen auch. Fachkenntnisse und Berufserfahrung sowie eine solide Einstellung und soziales Engagement machen aus diesen Frauen und Männern besondere Kollegen, die ich heute nicht mehr ver-
missen möchte“, erklärte Steffen Ruhtz, Geschäftsführer der F & G Normteile Dresden GmbH, abschließend.
Text und Foto: Red.


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