"die Radeberger" Heimatzeitung - Archiv



Onlineausgabe vom 12. Januar 2012

Katastrophenwarnung durch Sirenen
in Radeberg wieder eingeführt


Wenn in Radeberg jeden ersten Samstag im Monat um 12.00 Uhr die Sirenen heulen, dann ist kein Unfall passiert und auch nirgendwo ein Feuer ausgebrochen. Dann ist Probe-
alarm in der großen Kreisstadt. Und dieser Probealarm, der scheinbar von der Öffentlich-
keit gar nicht registriert wird, ist seit Dezem-
ber des letzten Jahres neu und auch durch-
aus wichtig. Zur Jahrtausendwende sind in Radeberg die Sirenen abgeschaltet wurden. Damals hatte man damit begonnen, die Wehren auf Funkempfänger umzurüsten. Der Hinter-
grund: Bei bis zu 200 Einsätzen der Radeberger Wehr pro Jahr hätte an manchen Tagen die Sirene kaum still gestanden. Zudem ist die Alarmierung der Kameraden mittels dieser digitalen Empfänger im Ernstfall zu 100 Prozent gesichert. Mittlerweile ist die Umrüstung der Radeber-
ger sowie der Ortsteilwehren abgeschlossen, so dass die Bevölkerung von dem eigentlichen Ausrückebefehl gar nichts mehr mit bekommt. Ein Problem jedoch blieb trotz aller modernen Technik ungelöst: Die Katastrophenwarnung.

Wie wird die Bevölkerung im Katastrophenfall gewarnt?


Die Ereignisse der letzten Jahre haben es immer wieder gezeigt, Hochwasser,schwere Stürme oder gar Tornados machen um Radeberg und das Umland keinen Bogen. Und das heißt, die Bevölkerung muss vor solchen Ereignissen rechtzeitig gewarnt werden. Doch ohne Sirenen ist dies nur schwer realisierbar und digitale Funkempfänger gibt es nun mal nicht in jedem Haus-
halt. Auch seitens der Stadt Radeberg hatte man diese Problem erkannt mit dem Landkreis an einer Lösung gearbeitet. Das Ergebnis: Alle Sirenen wurden auf digitalen Funkempfang umge-
rüstet, wieder in Betrieb genommen und werden nun ausschließlich im Katastrophenfall die Bevölkerung von Radeberg rechtzeitig mit „ihrem Geheule“ warnen. Die Alarmierung der Feuerwehr Radeberg hingegen wird weiterhin ohne Sirene realisiert. Für die Einwohner von Radeberg heißt das im Klartext: Wenn in der großen Kreisstadt die Sirenen (ausgenommen hiervon jeder erste Samstag eines Monats um 12.00 Uhr) ertönen sollten, dann wird in der Großen Kreisstadt vor einer Katastrophe gewarnt und es wird dringend empfohlen, lokale Radio- und Fernsehsender einzuschalten. Doch Achtung: dies gilt ausschließlich für die Stadt Radeberg. In den Ortsteilen Liegau-Augustusbad, Ullersdorf und Großerkmannsdorf werden die Ortsteilwehren aufgrund der ländlichen Prägung weiterhin mit Sirene und dem sogenann-
ten „Pieper“ alarmiert. Bleibt für die Zukunft zu hoffen, dass das durchdringende „Geheule“ der Sirenen ausschließlich zu den Probealarmen ertönt.
Text und Foto: Red.


Väterchen Frost lässt auf sich warten


Des einen Freud ist des anderen Leid. So könnte man den Winter 2011/12, zumindest bis jetzt, auf den Punkt bringen. Denn wäh-
rend die Kinder sehnsüchtig auf den Schnee warten, die Kufen der Schlitten bereits deut-
lich Rost angesetzt haben und Frau Holle scheinbar zu schlafen scheint, freuen sich an-
dererseits Autofahrer, öffentlicher Verkehr und auch die Kommunen, bis jetzt dem Schneechaos entgangen zu sein. Ob der Winter so wie im letzten Jahr doch noch kommt, (siehe Foto) das wissen momentan noch nicht einmal die Wetterpropheten so recht. Fakt ist jedoch, das es zum Einmotten der Schneeschippe noch zu früh ist. Denn zum Welttag des Schneemanns, am 18. Januar, könnte Frau Holle doch noch ausgeschlafen haben und uns mit ihrem weisen Chaospulver überraschen.
Text und Foto: Red.


Über die Mauer geschaut


Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. Und über Schönheit auch. Wie ansehnlich oder wie unansehnlich eine Sache, ein Gegenstand oder im Fall von Radeberg eine Mauer ist, dass liegt wohl immer im Auge des Betrachters. Die Rede ist von der neu errichteten Mauer an der Hauptstraße, die, sinnvoller Weise, den Sportplatz der neu gebauten Turnhalle an der Grundschule Stadtmitte von der Hauptstraße trennt. Ein Bauwerk also, das für die Sicherheit der Grundschüler sorgt. Die Optik dieser Wand jedoch spaltet die Fußgänger und Passanten in zwei Lager. Denn während die eine Seite die Idee mit den „Gucklöchern“ in dem Sicher-
heitsbauwerk lustig und interessant findet, erregen sich auf der anderen Seite die Gemüter ob dem Aussehen dieses Bauwerkes. Wörter wie „Klagemauer“ oder „Wand der Besten“ sind da zu vernehmen. Sicherlich lässt sich bei solch einem Thema über die Optik immer streiten, doch sollte man bei aller sachlichen Kritik immer ein wenig über den Tellerrand, oder auf der Hauptstraße, über die Mauer schauen. Denn diejenigen, die die Mauer schützt, die Kinder, die scheinen an ihrem ganz persönlichen Sicherheitsbauwerk Gefallen zu finden. Und das nicht zuletzt durch die „Gucklöcher“. Seitens der Stadt Radeberg war zu erfahren, dass die Wand noch verputzt werden soll und auch noch einen dezenten Anstrich bekommt.
Text und Foto: Red.


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