"die Radeberger" Heimatzeitung - Archiv



Onlineausgabe vom 9. Februar 2012

Biotechnologie
wächst auch in Radeberg


Fährt man durch Radeberg, so kommt man nicht gleich zwangsläufig darauf, dass man sich gerade in einem der sächsischen Zentren der Bio-, Medizintechnik- und Life Science In-
dustrie befindet. Doch dem ist tatsächlich so. Mittlerweile sind 12 Unternehmen dieserBran-
che in der großen Kreisstadt tätig, die, so ist es einem Beschluss des Stadtrates zu ent-
nehmen, letztendlich einen nicht unerhebli-
chen Gewerbesteuerbeitrag leisten. Eben-
falls wichtig: Biotechnologie ist eines der Zu-
kunftsfelder, welches auch in Radeberg weiter wachsen wird. Seit nunmehr rund 10 Jahren unterstützt die Landesregierung diese Bran-
che, die seit dem Jahr 2000 kontinuierlich gewachsen ist. Ein Prozess, den es gilt, zu begleiten und zu forcieren, auch von städti-
scher Seite aus. Denn neben der staatlichen Unterstützung dieses Prozesses ist hierbei auch zunehmend das Engagement der Akteure selbst gefragt. Städte wie Leipzig und Dresden sind an dieser Stelle bereits neue Wege gegangen. Am Dienstag letzter Woche hat nun auch Ra-
deberg einen wichtigen Schritt in diese Richtung unternommen und ist dem biosaxony e.V. beigetreten.

Biotechnologie in Radeberg fördern


Ziel dieser Mitgliedschaft ist es, zum positiven Standortmarketing der Stadt Radeberg beizu-
tragen und diese Branche in Radeberg zu fördern. Die sächsische Koordinierungsstelle für Bio-
technologie hatte zur Gründung eines schlagkräftigen, gesamtsächsischen Biotechnologiever-
eins aufgerufen, welcher sich im Dezember 2009 gründete. Mittlerweile sind zu den 22 Netz-
werkpartnern, die den biosaxony e.V. aus der Taufe gehoben haben, 36 weitere Mitglieder hinzugekommen, mit der Stadt Radeberg nun 37. Ziel ist es, die Kräfte und Aktivitäten parallel agierender Netzwerke zu bündeln sowie das Erreichen einer nachhaltigen Entwicklung und einer gesteigerten Außenwahrnehmung. Radeberger Unternehmer gehen davon aus, dass diese Mitgliedschaft besonders bei der Präsentation der Stadt für Gewerbeneuansiedlungen und dem Verfolgen von langfristigen Trends in der Gesundheitswirtschaft große Dienste leisten wird.

Hans-Jürgen Große, der Geschäftsführer des biosaxony e.V. äußerte sich in einer Presse-
mitteilung wie folgt zum Beitritt der Stadt Radeberg:

„Dass die Stadt Radeberg dem Verein beitritt ist eine folgerichtige Entscheidung, denn das Netzwerk des Vereins biosaxony e.V., zu dem bereits mehrere Radeberger Unternehmen ge-
hören, hat sich der gesamten Life Science Branche einschließlich der Medizintechnik und der Gesundheitswirtschaft geöffnet. Gerade für den Bereich der Medizintechnik wird das für Rade-
berger Unternehmen interessant. Wir wollen die Entwicklung dieser Unternehmen sehr unter-
stützen. Seit ca. einem Jahr wird auch die Vereinsarbeitsgruppe „Medizintechnik“ von einem Radeberger Unternehmer, Herrn Dr. Dirk Freitag-Stechel, dem Geschäftsführer der CUP Labo-
ratorien Dr. Freitag GmbH, geleitet. Die bisher bereits bestehende, sehr gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung von Radeberg, insbesondere ihrem OB, Herrn Lemm, sowie dem Lei-
ter der Wirtschaftsförderung, Herrn Wagner, wollen wir noch zum Vorteil von allen Radeberger Unternehmen weiter intensivieren.“
Text und Foto: Red.



Willkommen im Jubiläumsjahr
600 Jahre Stadtrecht Radeberg

Festwoche vom 11. bis 15. Juli 2012




Festumzug wirft Schatten voraus


Zwar sind draußen noch Minusgrade und auch Frau Holle könnte durchaus noch einmal in der Großen Kreisstadt vorbei schauen, aber die Tage werden langsam immer länger und der Früh-
ling rückt Stück für Stück näher. Und mit ihm, sozusagen zwangsläufig, rückt auch die Festwo-
che in greifbare Nähe.
Vom 11. bis 15. Juli feiert Radeberg mit seinen Gästen die 600. Wiederkehr der Verleihung des Stadtrechtes und bereits am 16. März wird mit einem Festakt dieses Jubiläums gedacht. Neben der Wiedererrichtung der historischen Postdistanzsäule und dem erscheinen des 10. Bandes der „Radeberger Blätter zur Stadtge-
schichte“ wird natürlich der Festumzug wieder einen der Höhe-
punkte bilden. Derzeit laufen hinter den Türen des Schlosses Klippenstein und des Rathauses die Vorbereitungen für dieses Spektakel auf Hochtouren und bereits jetzt zeichnet sich ab, dass man etwas ganz Besonderes erwarten darf. Größer und länger wird er werden, der Festumzug. „Momentan prüfen wir die Möglichkeiten, die Route des Zuges zu verlängern“, so Ra-
debergs Stadtsprecher Jürgen Wähnert, „und natürlich wird es imposanter als zu den Festumzügen des normalen Bierstadtfestes.“ Von der Verleihung des Stadtrechtes 1412 – mit dieser soll der Festzug starten – bis in unsere Gegenwart hinein berichten die Schaubilder über das Leben in Radeberg anno dazumal und heute.

Historische Würdenträger werden dabei genauso erwartet wie Prominente und Persönlichkeiten, die die Stadt hervor-
brachte. Ebenfalls freuen darf man sich auf die Darstellung der Radeberger In-
dustriegeschichte wie auch auf die histo-
rischen Gewerke. Unter Federführung des Gewerbevereins werden die Handwerker von heute die Kunst und auch die Kleidung ihrer Ah-
nen zu Schau stellen und natürlich darf auch eine stilechte, mittelalterliche, musikalische Um-
rahmung dieses Spektakels nicht fehlen. Angekündigt haben sich auch zahlreiche andere Ver-
eine, Schulen sowie die Ortsteile. So wird beispielsweise der Kohlrabiinselverein gemeinsam mit der Grundschule Süd auftreten und auch der Ortsvorsteher von Großerkmannsdorf, Harry Hauck plant, gemeinsam mit Polizeireiterstaffel, dem Landwirtschaftlichem Unternehmen, dem Karnevalsverein und dem Heimatverein etwas auf die Beine zu stellen.

„Man darf also schon jetzt gespannt sein auf den Festumzug zum diesjährigen Jubiläum“, so Jürgen Wähnert. Gespannt sein darf man übrigens auch in Sachen Partnerstädte bzw. Gemeinden. „Denn“, so der Pressesprecher abschließend, „die Garchinger, Neratovicer und Aschheimer planen auch einige Überra-
schungen.“ Er scheint also etwas ganz Be-
sonderes zu werden, der Festumzug zum diesjährigen Jubiläum.

Wer bei der Umsetzung der einzelnen Bilder dabei sein möchte, kann sich gern in der Stadt-
verwaltung melden.
Freundlicherweise wurden uns die Fotos von Herrn Jürgen Schmidt zur Verfügung gestellt und zeigen einige Ausschnitte der 750-Jahr-Feier (erste urkundliche Erwähung) von 1969.
Text: Red.


Von der Schlange
bis zur heiligen Kuh


In Großerkmannsdorf zum Fasching erhielt die derzeitige Euro-Krise eine neue Dimension, wenn Deutsche und Engländer „inder-nationale“ Beziehungen in Indien suchen und im „Inder-
shop“ beim Maharadscha Lösungen für ihre finanziellen Probleme erwarten. Doch dieser zieht lieber seinen Schlangenbeschwörer zu Rate und lässt letztendliche der heiligen Kuh ihren freien Lauf im Saal.

Auch in der Büttenrede des Radeberger OB Gerhard Lemm blieb
mehr der Wunsch der Vater des Gedanken an das viele Geld eines Maharadschas für die gegenwärtigen und zukünftigen Finanzlöcher
in seiner Stadtkasse. Also knüpfte er sich gleichfalls den Euro-Schul-
den-Akrobaten Griechenland vor oder zog auch über „von bis zu Gutenberg“ her und beleuchtete die privaten Sparideen von Bundes-
präsident Wulf.
Letztendlich blieben die Erksdorfer Narren dann doch bei der närri-
schen Tatsache des Themas
„Ein Maharadscha ist zu wenig – In Indien sind die Kühe König“
und nutzten die Gelegenheit vielmehr zum ausgelassenen Faschingstanz.
Text und Fotos: Red.


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