"die Radeberger" Heimatzeitung - Archiv



Onlineausgabe vom 24. Februar 2012

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Gemeinsam geht’s besser


Liegau hat, erfreulicherweise, ein reges Vereinsleben. Anglerverein, Heimatverein, Sportver-
ein, Kaninchenzüchter oder der Förderverein der Grundschule, um nur einige zu nennen. Zahlreich sind hier engagierte Bürgerinnen und Bürger organisiert, pflegen die Geschichte und die Heimat, gehen ihrem Hobby nach, tauschen intern neuste Informationen. Höhepunkte sind, wie überall, die Vereinsfeste, welche von den Mitgliedern auf die Beine gestellt werden und somit die kulturelle Landschaft in dem Radeberger Ortsteil beleben. Ein Fakt, der auch den Ortsvorsteher freut, „und“, so Gabor Kühnapfel, „auf den man auch zu Recht stolz sein kann.“ Allerdings hatte Kühnapfel in der Vergangenheit auch ein wenig Bauchschmerzen. Der Grund: Was vereinsintern so gut in Liegau funktioniert, die Kommunikation und Organisation, das ließ in der Vergangenheit zwischen den Vereinen des Ortsteiles zu wünschen übrig. „Mit nicht unbedingt angenehmen Folgen“, so Kühnapfel weiter, „denn gerade bei Vereins- oder Feuerwehrfesten kam es immer wieder zu Überschneidungen zwischen den Vereinen, was letzten Endes auch zu Missverständnissen führte.“

Erstes Liegauer Vereinstreffen


Und um genau diese Missverständnisse auszuräumen und ein zukünftiges intensiveres Mit-
einander zu bereden, hatte der Ortsvorsteher bereits am 2. Februar sämtliche Vereine und Initiativen an einen Tisch gebeten – und – Nägel mit Köpfen gemacht. Denn neben der gegen-
seitigen Vorstellung ging es auch gleich noch um die Erarbeitung eines gemeinsamen Veran-
staltungskalenders, die Darstellung der Liegauer Vereinswelt im Internet bzw. bei Facebook, Twitter und Co. Auch wurden bereits vorhandene Kommunikationsmöglichkeiten aufgezeigt und Erwartungen an ein künftiges äußeres Erscheinungsbild erörtert. „Im Nachgang betrach-
tet eine richtig gelungene Sache, von welcher sich die Vereine zukünftig genauso viel ver-
sprechen wie ich“, so Ortsvorsteher Gabor Kühnapfel abschließend. In Planung befindet sich übrigens schon der zweite „Liegauer Vereinsstammtisch“. Stattfinden soll dieser am 22. März, 19.00 Uhr im Ortsamt. Gemeinsam geht’s eben doch besser.
Text und Foto: Red.


Großer Fotowettbewerb


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Funkturm – Nein Danke


Zahlreich waren die Männer und Frauen der Großerkmannsdorfer Bürgerinitiative gegen einen neuen, zusätzlichen Funkturm am Dienstag vergangener Woche vor dem Gemeindeamt des Radeberger Ortsteiles erschienen. Im Gepäck: Schilder mit der Aufschrift „Funkturm – Nein Danke“ oder „Kein Zweiter Kirchturm als Funkmast“. Und während vor dem Ortsamt bei minus 6 Grad die Demonstranten samt Kindern ausharrten, verhandelte drinnen Ortsvorsteher Harry Hauck mit Vodafone D2.
Der Hintergrund: Im Dezember 2011 hatte die Gemeinde davon Kenntnis bekommen, dass der Mobilfunkanbieter Vodafone in Großerkmannsdorf plant, auf dem Sommerweg einenneuen Funkmast von 60 Metern Höhe zu errichten. Doch hatte Vodafone bis dahin die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Denn der Ortschaftsrat lehnte per Beschluss im Dezember 2011 das Bauvorhaben ab und auch die Bürgerinitiative machte ganz deutlich klar, „so mit uns nicht.“ Dabei sind Initiative und auch Ortschaftsrat nicht gänzlich gegen einen Funkturm oder eine Funkanlage, „Letztendlich“, so war von der Bürgerinitiative zu erfahren, „müssen wir ja alle auch in Zukunft erreichbar sein, aber die Rahmenbedingungen müssen stimmen.“ Und aus Sicht des Ortschaftsrates und der Initiative tun sie dies eben nicht.

Geplanter Funkturm ist fast doppelt so hoch
wie der Kirchturm


So hieß es in der Begründung der Ablehnung beispielsweise: die Entfernung zum Kinder-
garten beträgt weniger als 300 Meter, keine Einfügung in das Ortsbild, Nichtbeachtung der Abstandsflächen zur angrenzenden Bebauung und auch das zukünftig geplante Erschlie-
ßungsgebiet am Sommerweg wäre so nicht mehr realisierbar. Die Liste der Einwände aus Großerkmannsdorf ist lang, doch ungeachtet dieser hatte am 11. Januar dann die Stadt Rade-
berg ein Schreiben der Bauaufsichtsbehörde des Landratsamtes Bautzen erreicht. Hierin hieß es abschließend: „sind wir als Bauaufsichtsbehörde zur Ersetzung des rechtswidrig verwei-
gerten Einvernehmens nicht nur berechtigt, sondern sogar verpflichtet.“ Im Klartext: Das Landratsamt hatte anstelle der Stadt Radeberg die Baugenehmigung erteilt.
Dies wiederum brachte nun Ortsvorsteher Hauck auf die Palme. „Es kann nicht sein, dass man auf dem Landratsamt nur Gesetze sieht, wenn es im Kern um Menschen, Tiere und Werte geht“, machte er seinem Ärger Luft, „zumal kein zweiter Funkturm benötigt wird und wenn schon unbedingt neu gebaut werden muss, dann gäbe es in Richtung Kleinwolmsdorf auch noch alternative Standflächen, die verträglich für die Ortschaft wären und deren Erschließung keine Zusatzkosten verursachen würden.“

Bis Ende März gemeinsame Lösung finden


Auf einer Art „Gipfeltreffen“ am Dienstag letzter Woche hatten sich nun Vertreter von Voda-
fone, Ortsvorsteher Harry Hauck und Frau Schellhorn, die Bauamtsleiterin von Radeberg, im Gemeindeamt quasi an den runden Tisch gesetzt, um nochmals zu verhandeln. Einig war man sich hier geworden, „dass beide Seiten das Beste für den Ort und die Bürger erreichen und bis Ende März eine Lösung finden wollen“. „In einer guten Verhandlungsatmosphäre haben wir gemeinsam unsere Standpunkte erarbeitet, Ziel ist es nach wie vor, keinen zweiten Turm zu errichten“, so Ortsvorsteher Hauck abschließend.
Text und Foto: Red.


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