"die Radeberger" Heimatzeitung - Archiv



Onlineausgabe vom 8. Mrz 2012

Am 26. August treten die Highlander zum
10. Wettkampfspektakel an


Der Jubiläumskampf


In einem Punkt ist sich Frank Hantschmann sicher, die 10. Scottish Highland Games in Rade-
berg werden stattfinden. Und der Vorsitzende des Stadtbadvereines und Mitgründer dieser Veranstaltung geht auch gleich ein Stück weiter: „Diese Jubiläumsveranstaltung soll auf jeden Fall noch mal einmal ein unvergessliches Erlebnis für die Besucher und Sportler werden.“ „Ein unvergessliches Erlebnis“ vor allen aus dem Grund, weil die 10. Highland Games in Radeberg auch gleichzeitig die letzten sein könnten.

2002: So fing alles an. Eine kleine Gruppe von Kraftsportlern suchte eine neue Herausforderung. Die Scottish Highland Games waren geboren.


Denn was vor nunmehr 11 Jahren imStadt-
bad mit einer kleinen Gruppe Kraftsport-
lern begann, damals noch als eine von vielen kleinen Veranstaltungen, um das Radeberger Freibad zu bewerben, war im Laufe der Jahre eine eigenständige Veran-
staltung mit immer größerem Zulauf geworden. „Mehr als 2000 Besucher waren es letztend-
lich gewesen“, so Frank Hantschmann, „und damit hatte das Event einen Umfang angenom-
men, der vom Stadtbadverein selbst sowie durch das kleine Organisationsteam nur mit gro-
ßen Anstrengungen zu bewältigen war.“


2007: Christoph Seltmann, genannt Sellerie,
ist eines der Urgesteine der Veranstaltung
und ein absoluter Publikumsliebling.

Bereits 2009 war der Umzug auf den Sportplatz Pulsnitzer Stra-
ße notwendig geworden, um der steigenden Anzahl von Besu-
chern gerecht zu werden. Wie enorm der Aufwand für die Vorbe-
reitung und Durchführung tatsächlich ist, zeigte sich letztendlich auch in dem Fakt, dass die Highland Games 2011 ausgefallen waren. Damals hieß es auf der Internetplattform: „Liebe Sportfreunde, die am 28. August geplanten Highland-Games müssen leider ausfallen.
Verschiedene Schwierigkeiten im organisatorischen Bereich haben uns in den vergangenen
Wochen stark beschäftigt und schließlich zu dieser Entscheidung kommen lassen.“

2005: Erstmal waren auch Frauen am Start
und überzeugten mit ihrer Leistung nicht nur die Zuschauer.


Damals hatte diese Entscheidung für großes Bedauern unter den Sportlern wie auch den Besuchern gesorgt, doch bereits kurze Zeit nach dieser Be-
kanntgabe stand fest, dass im Rahmen der 600-Jahr-Feier der Stadt Rade-
berg die 10. Scottish Highland Games, quasi die Jubiläumsspiele, in Radeberg stattfinden werden.

Ein erstes Treffen der Organisatoren hatte es bereits im Oktober letzten Jahres gegeben, bei welchem der Veranstaltungstermin bestätigt und Aufgabenbereiche verteilt wurden. Wie es nach den 10. Scottish Highland Games in Radeberg um die Veranstaltung steht, konnte auch Frank Hantschmann nicht ganz klar beantworten. Fakt ist jedoch, dass mittlerweile die Suche nach einem neuen Ausrichter des Events seitens der Organisatoren aufgegeben wurde.

2010: Selbst schottisches Wetter
konnte den Spaß der Teilnehmer
und die gute Laune der Besucher
nicht trüben.

Freuen darf man sich aber in jedem Fall auf den 26. August, denn fest steht ebenfalls, dass mit diesen Wettkämp-
fen die sportliche und kulturelle Land-
schaft von Radeberg enorm bereichert wird. Was im Detail geplant ist und stattfinden wird, dazu wollten sich die Veranstalter noch nicht so recht in die Karten schauen lassen. „Natürlich soll der sportliche Wettkampf wieder im Vordergrund der Veranstaltung stehen, aber für das Rahmenprogramm werden wir uns noch einiges einfallen lassen“, so Frank Hantschmann abschließend.
Text: Red., Fotos: Stadtbadverein


Großer Fotowettbewerb


im Jubiläumsjahr 600 Jahre Stadtrecht Radeberg




Das Radeberger Wappen


Über 500 Jahre ist es bereits alt, das Wappen der Stadt Radeberg und zu verdanken hat die Große Kreisstadt ihr Aushängeschild einem der ersten, reformfähigsten Landesfürsten. Am 22. Dezember des Jahres 1507 erwies „Georg der Bärtige“, seines Zeichens Herzog im albertinischen Sachsen, den Bürgerinnen und Bürgern des Städtchens Radeberg seine besondere Gunst und Zuneigung. Er verlieh ihnen einen von sechs mark-meißnischen Wappenbriefen.

Das Wappen, welches „Georg der Bärtige“
dem Städtchen Radeberg 1507 verlieh


Ältestes Wappen der Stadt Radeberg, verwendet bis 1513

Hierin heißt es unter anderem:
„haben wier auß fürstlicher obrigkeit mit wohlbedachtem muthe, guttem rathe und rechten wissen gemeltten burgermeister und rathe oberurter vnser Stadt Radebergk ein wapen vnd kleinadt (Wappen und Kleinod) nemlich einen schlitt, mit einem gelben oder goltfarben felde, darinnen entspringende ein halb rodt radt, darauf tretende ein blauer lebe (Löwe) mit aufgethanem munde mit einem bloßen schwertt,

Das Siegel des Thimo von Radeberg 1233

oben durch den rukken ein biß in die nabe des rades durchstochen, in al-
lermaßen dasselbige wapen und kleinadt in der mitte dieses kegenwer-
tigen vnseres brieffes mit farben eigentlich gemalet und außgestrichen ist, von neuem gnediglichenvorlien vndgegeben“.
Erst-
mals wurde damit das Wappen auf eine Art schrift-
lich reglementierte Basis gestellt und löste zugleich die alte Darstellung

Das Stadtsiegel von 1590

nach 1513 ab. Allerdings ist das Original des Wappenbriefes mit seiner gemalten Vorlage ein Raub der Feuerbrünste in Radeberg geworden, so-
dass lediglich eine Briefabschrift im sächsischen Staatsarchiv Dresden erhalten geblieben ist.
Text: Red., Quelle: „Radeberger Blätter zur Stadtgeschichte“


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