"die Radeberger" Heimatzeitung - Archiv



Onlineausgabe vom 15. Mrz 2012

„Wir brauchen euch hier
und nicht woanders“


Es war ein Zeichen, ein sehr deutliches Zeichen der regionalen Firmen und Unternehmen in Richtung angehende Auszubildende, Studierende und Praktikanten. „Wir brauchen euch hier und nicht woanders.“ Unter dieses Motto hätte man den Tag der Ausbildung am Samstag letzter Woche im Berufsschulzentrum (BSZ) stellen können. Fast 50 Firmen aus Radeberg, aber auch aus Dresden, Kamenz, Bautzen oder der Oberlausitz waren im BSZ erschienen, um an ihren Ständen um die Fachkräfte der Zukunft zu werben. Zahlreich waren die vorgestellten Berufsbilder, Studien- und Bildungsmöglichkeiten, welche den Jugendlichen und deren Eltern einen tiefen und umfassenden Einblick in ihre Arbeits- und Studienwelt von morgen gaben. Maßgeblich initiiert hatte diese Veranstaltung die Arbeitsgruppe Schule und Wirtschaft des Radeberger Lionsclubs in Zusammenarbeit mit dem Berufsschulzentrum.

Lionsclub seit Jahren engagiert


Seit Jahren schon engagiert sich die Arbeitsgruppe in der Region für eine engere Zusammen-
arbeit zwischen den Schulen und den Unternehmen, „vor allen Dingen, um den angehenden Auszubildenden Möglichkeiten in ihrer Heimat aufzuzeigen und dem zukünftigen Fachkräfte-
mangel entgegenzuwirken“, so Dr. Dieter Walter, einer der Macher von Schule-Wirtschaft. Im positiven Sinne „Wellen geschlagen“ hatte der Tag der Ausbildung in Radeberg übrigens bis in die Sächsische Staatskanzlei und in das Landratsamt Bautzen.
Sachsens erster Mann, Minis-
terpräsident Stanislaw Tillich und Landrat Michael Harig waren persönlich erschienen, um sich ein Bild vor Ort zu machen, aber auch um mit Ausstellern und angehenden Auszu-
bildenden das Gespräch zu suchen. „Exzellente Fachkräfte sind ein Standortvor-
teil für Sachsen. Im Berufsschulzentrum Rade-
berg finden junge Menschen hervorragende Bedingungen für ihre Ausbildung in techni-
schen Berufen vor. Besonders beeindruckt
hat mich die enge Zusammenarbeit des BSZ mit der Wirtschaft und den Schulen der Re-
gion. Der Tag der Ausbildung war ein bered-
tes Beispiel dafür“, so der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich.
Klartext wurde dann im zweiten Teil des offiziellen Besuchs gesprochen. Denn während sich hunderte von Schülern samt Eltern auf den Gängen und in den Ausbildungsräumen informier-
ten, hatten sich die Organisatoren mit den Politikern und den Schulleitern der Region in einen Konferenzraum zurückgezogen. Auf einer Art kleinem Gipfeltreffen wurden Probleme genauso erörtert wie die Arbeitsweise der AG Schule-Wirtschaft. Im Kern dieser„internen Unterredung“ ging es vor allen Dingen darum, wie man die Schülerinnen und Schüler punktgenau auf ihre spätere Ausbildung vorbereitet und, genauso wichtig, auch an die Unternehmen bindet.
Landrat Michael Harig hierzu: „Der Tag der Ausbildung am BSZ Radeberg war ein großer Erfolg. Das betrifft die exzel-
lente Vorbereitung durch das Kollegium und die technischen Kräfte ebenso wie das Interesse der Schüler und Eltern/
Großeltern. Hervorzuheben ist die rege Beteiligung der (Ausbildungs-) Unter-
nehmen und Partner des BSZ. Das Glei-
che gilt für die Beteiligung der Schullei-
ter der Mittelschulen aus Radeberg und Ottendorf-Okrilla respektive der Vertre-
ter der Bildungsagentur Bautzen. Besonders bemerkenswert und zielfüh-
rend ist die Zusammenarbeit zwischen dem BSZ und der benachbarten Förderschule L. Die überdurchschnittlichen guten Übergänge von der Schule in reguläre Ausbildungsverhältnisse von Schülern dieser Schule haben darin ih-
re Ursache. Die Anwesenheit des Ministerpräsidenten und die Länge seines Besuches brachte nicht nur ,Interesse’ des Freistaates, sondern Wertschätzung zum Ausdruck.
Nach dem Rundgang nutzten die Schulleiter die Möglichkeit zur direkten, teilweise auch kriti-
schen Diskussion mit dem Ministerpräsidenten. Herr Tillich sagte zu, einzelne Anregungen mit-
zunehmen, um sie bei weiteren Überlegungen zu Schulinhalten und Organisation mit einzu-
bringen. Vor diesem Hintergrund hatte die Veranstaltung einen Mehrwert über das BSZ und den Landkreis hinaus“, so Landrat Michael Harig abschließend.
Text und Fotos: Red.


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