"die Radeberger" Heimatzeitung - Archiv



Onlineausgabe vom 4. Mrz 2010


8. März – Internationaler Frauentag


Ihre Heimatzeitung „die Radeberger“ wünscht Ihnen alles Gute zum Weltfrauentag.

Ein Tag für die Rechte der Frauen
auf dieser Welt.


1911, am 19. März beteiligten sich Millionen von Frauen und Arbeiterinnen aus Deutschland, Österreich, Dänemark, der Schweiz und den USA am ersten internationalen Frauentag. Der Ursprung dieses Tages liegt im Jahr 1910. Clara Zetkin brachte auf der zweiten internationalen Frauenkonferenz den Antrag ein, einen internationalen Frauentag zu begehen. Die Ziele von damals sind auch heute noch genauso aktuell. So geht es zum Beispiel um „Kampf gegen den Krieg“, „den Mutter-Kind-Schutz“, „eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Erziehung“ und, auch wenn es uns in Deutschland bereits normal erscheint, „um das Stimm- und Wahlrecht sowie das Recht auf Selbstbestimmung“. Gerade letztere Rechte gehören in vielen Gesellschaften dieser Welt noch nicht zum alltäglichen Erscheinungsbild. Um diese Ziele nicht aus den Augen zu verlieren und dafür einzutreten wird jedes Jahr am 8. März der internationale Frauentag begangen.


Orientierung an der Praxis


Berufsschulzentrum Radeberg hatte geladen


Das Berufsschulzentrum (BSZ) hatte geladen, am 27. Februar, zum Tag der offenen Tür. Bereits seit 1993 wird dieser Tag vom BSZ ausgerichtet. Worum geht es bei solch einer Veran-
staltung? Laut dem Schulleiter Herrn Burig vor allen Dingen darum, in die Offensive zu gehen, der Öffentlichkeit zu zeigen, wie Berufsschule gelebt wird, was sich verändert hat und um zu zeigen, was das BSZ zu bieten hat. Betrachtet man die Zahl der Auszubildenden, so braucht sich diese Radeberger Bildungsstätte in keiner Weise zu verstecken.
Ursprünglich war das BSZ die Berufsschule für das „Robotron“. Doch mit der Abwicklung des „VEB“ blieben auch die Lehrlin-
ge aus. 1992 waren es gerade mal 173 Auszu-
bildende. Durch geschick-
tes Agieren und dank der Unterstützung der Schul-
träger konnte diese Zahl bis zum heutigen Tag auf 1.300 Auszubildende aus-
gebaut werden. Im Spitzenjahr 2007 waren es sogar 1.750.

Herr Volkmar Jacob, Aus-
bilder am BSZ Radeberg, erklärt den Besuchern zum Tag der offenen Tür die Arbeitsweise einer CNC-Fräsmaschine.


Doch wie erreicht man solche Zahlen und solch einen Stand? Hauptsächlich dadurch, so Herr Burig, indem man den Bedarf ergründet. Das heißt, indem man feststellt, welche Anforderun-
gen stellt die Industrie und die Wirtschaft an einen Facharbeiter und somit im Umkehrschluss auch an unsere Auszubildenden. Der Schlüssel ist also die Orientierung an der Praxis. Doch die Philosophie des Schulleiters geht noch weiter. So werden zum Tag der offenen Tür Partner mit einbezogen, deren Fachrichtungen am BSZ Radeberg nicht ausgebildet werden. Für interes-
sierte Schulabgänger sowie die angehenden Auszubildenden bietet sich somit die Möglichkeit, zum Tag der offenen Tür die regionale Wirtschaft in ihrer Gesamtheit kennen zu lernen und für sich zu erschließen. Die 400 Unternehmen, mit denen das BSZ zusammenarbeitet, sind eine eindrucksvolle Zahl, die das belegt. Auch Ausbildungsstätten in Königsbrück, Kesselsdorf, Großröhrsdorf, Bautzen und Neugehrdorf sind stabile Partner, mit denen das BSZ kooperiert.
Text und Fotos: Red.


Schulangst nehmen


Tag der offenen Tür an der Pestalozzi-MS Radeberg


Wenn sich die Schüler der 4. Klassen nach dem ersten Halbjahr für eine weiterführen-
de Schule entscheiden, sind sie meist voller Erwartungsfreude auf das viele Neue. Aber es ist auch kein leichter Schritt für viele Grundschüler nach 4 Jahren ihre gewohnte Umgebung zu verlassen, um mit einigen Bauchschmerzen und manchmal auch viel-
leicht mit einigen Ängsten eine Mittel- bzw. Oberschule zu besuchen. Um diesen Schritt für Schüler und Eltern zu erleichtern, ver-
anstaltet die Pestalozzi-Mittelschule Jahr für Jahr im Vorfeld der Bildungsempfehlung einen Tag der offenen Tür.

Groß war der Andrang auch im Physikkabinett. Im Bild erklärt Konrad Förster (links)
anhand von Modellen dem interessiert zuhörenden Florian Spittel (rechts)
die Funktionsweise der verschiedenen Verbrennungsmotoren.


Ausgestaltet von Schülern und Lehrern bot dieser Tag letzte Woche Samstag den Nochgrund-
schülern die Möglichkeit, in die verschiedenen Fachrichtungen des Unterrichts reinzuschnup-
pern, sich zu informieren und sich anhand von Versuchen oder Experimenten selbst auszupro-
bieren. Für Eltern indess interessant war die Möglichkeit, mit den Lehrern und der Schulleiterin, Frau Hobohm ungezwungen ins Gespräch zu kommen und sich somit ein Bild über die Arbeit der Lehrkräfte mit ihren Kindern machen zu können. Für die Schulleiterin persönlich ist es wichtig, dass sich die „neuen“ Eltern informieren können, dass sie die Ganztagsangebote kennen lernen, oder aber auch die Arbeit des Fördervereins. Es ist eine gewisse Art von Transparenz, welche die Eltern gleichermaßen wie die Schüler erkennen lässt, was braucht die Schule und was brauchen die Schüler. Dass diese Taktik aufgeht, zeigt sich alleine in den Besucherzahlen. Waren es im letzten Jahr 400 Besucher, so kamen letzte Woche bereits 650. Unterm Strich zusammengefasst: Hochwertige Öffentlichkeitsarbeit.
Text und Fotos: Red.



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