"die Radeberger" Heimatzeitung - Archiv



Onlineausgabe vom 5. April 2012


Frohe Ostern


Da schauen Huhn und Hahn schon etwas schräg aus der Wäsche. Denn während sich die Kinder voller Vorfreude schon auf das Osternest stürzen wollen, scheint Meister Langohr irgendwie seine Farbpalette vergessen zu haben.
Ob es sich bei diesem Vorkommnis um einen Einzelfall handelt oder ob dieses Phänomen im Großraum Radeberg flächendeckend auf-
trat, war auf unsere Anfrage hin beim Oster-
hasen bis Redaktionsschluss leider nicht in Erfahrung zu bringen.

Das Team Ihrer Heimatzeitung wünscht allen ein frohes Osterfest
und viel Spaß bei der Ostereiersuche.



Staffelstab weitergereicht


Vorstandswahl des Gewerbevereins Radeberg


Er blickt auf eine lange Tradition zurück, der Gewerbeverein Radeberg e.V. und versteht sich als eine Interessenvertretung Gewerbetreibenden der Stadt Radeberg, aber auch von Unter-
nehmern der Region. Selbstständige aus Handel, Handwerk, Industrie, den freien Berufen und sonstigen Dienstleistungen bündeln hier ihre Kräfte, um als starke Gemeinschaft an der posi-
tiven Entwicklung der Stadt mitzuwirken. Gegründet hatten die Radeberger Gewerbetreiben-
den den Verein 1858. Interessierte Händler und Fabrikanten hatten sich am 8. Oktober im Ratskeller getroffen und den sogenannten Fortschrittsverein aus der Taufe gehoben. Das Gründungsmotto damals: „Treuer Fleiß, besseres Verständnis“ sowie „DasBeste für die Stadt“. Monatlich traf man sich zu einem wissenschaftlichen Vortrag zu damals brandaktuellen The-
men wie der Telegraphie, der Elektrizität, der Wasserkraft oder zu physikalischen Gesetzen. „Und eigentlich hat das Gründungsmotto unserer Altvorderen an Aktualität bis heute nichts verloren“, so Jens Richter, der neu gewählte Vorsitzende des Vereines. Am 31. März hatte es einen Generationswechsel in der Führung des Vereines gegeben. 10 Jahre hatte Detlev Dau-
phin bis dato die Interessen des Vereines als erster Vorsitzender gewahrt und Aktivitäten ge-
bündelt. Doch bereits bei seiner letzten Wiederwahl stellte Dauphin klar, dass er aus persön-
lichen Gründen ab 2012 nicht mehr für dieses Amt zur Verfügung steht. „Es ist Zeit, dass Jüngere verantwortungsvoll das Ruder dieses geschichtsträchtigen Vereines in die Hände nehmen“, so Dauphin damals.

Der neu gewählte Vorstand des Radeberger Gewerbevereins v.l.n.r.:
Michael Wogan, Schriftführer • Ralf Beyer, Beisitzer Handwerk
Michael Gregor, Beisitzer Tourismus • Wolfgang Seifert, Beisitzer Mitgliederverwaltung
Martina Richter, Schatzmeister • Jens Richter, Vorsitzender • Michael Rußig, Beisitzer Event
Jan Tschörtner, Beisitzer Arbeitsgruppen • Michael Weber, Beisitzer Öffentlichkeit
und Thomas Tiebel (nicht im Foto), Stellv. Vorsitzender und Beisitzer Handel.

Mit der Wahl des neuen Vorstandes gibt der selbstständige Architekt nun den Staffelstab in die Hände der nächsten Generation. Wir waren im Gespräch mit den Herren Dauphin und Richter.
Herr Dauphin, 10 Jahre im Amt als Vereinsvorsitzender, dazu noch selbstständig, im Lionsclub organisiert, Stadtrat und Mitglied im technischen Ausschuss und auch noch Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler. Blieb da überhaupt noch Zeit für ein Privat-
leben?

„Kurz gesagt: Sehr wenig. Und ohne meine Frau, die mich bei der Wahrnehmung all dieser Aufgaben immer unterstützt und mitarbeitet, wäre dieses Pensum wohl nicht zu schaffen.“

Wenn Sie zurückschauen, was waren Höhepunkte und was gilt es in Zukunft noch zu verbessern?
„Verbessern ist nicht der richtige Ausdruck. Besser wäre wohl anzupassen. Denn ein Gewerbever-
ein muss flexibel sein, innovativ arbeiten und sich den Zeitverhältnissen anpassen. Höhepunkte waren beispielsweise die Wirtschaftspartnertage oder das Projekt „Schule – Wirtschaft“, das mitt-
lerweile zwar vom Lionsclub geführt wird, das aber der Gewerbeverein aus der Taufe gehoben hatte.“


Was wünschen Sie der neuen Führung des Gewerbevereines?
„Zu wünschen ist, dass der Gewerbeverein den Weg, den Ingo Engemann und ich geebnet haben, so weitergeht. Es wird in Zukunft nicht leichter werden, solch einen Verein zu führen und zusam-
menzuhalten. Wichtig ist das Erreichen einer starken Partnerschaft mit der Stadt Radeberg, um auch zukünftig eine kommunalpolitische Kraft darzustellen. Dabei müssen wir den Handel genauso voranbringen wie das Handwerk oder beispielsweise die Stadtentwicklung. Und das geht eben nur mit einer konstruktiven und mit Radeberg einvernehmlichen Arbeitsweise.“


Herr Richter, Sie nehmen nun symbolisch gesprochen das Ruder in die Hand und bekannt-
lich gibt es bei einem Kapitänswechsel ja meist auch eine Kurskorrektur. Wohin geht der Kurs? Wartet auf den Verein nun eine Zeit der radikalen Neuerungen oder gilt es vorerst Untiefen auszuloten?

„Nein! Es wird keinen Kurswechsel geben, da der Gewerbeverein Radeberg bereits vor zwei Jahren angefangen hat, einen neuen Kurs einzuschlagen. Bildlich gesprochen übernimmt nur ein neuer Kapitän die Mannschaft und das Schiff, welches sich auf dem richtigen Kurs befindet. Die Stärken des eingeschlagenen Kurses sehe ich weiter in der individuellen Betreuung derGewerbetreibenden. Ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg war die Festlegung der einzelnen Ressourcen im Vorstand.
Wie Detlev Dauphin schon richtig erwähnt, ist es wichtig eine noch engere Partnerschaft mit der Stadt Radeberg aufzubauen, um auch künftig kommunalpolitischen Einfluss zu erlangen.“

Text und Interview: Red.
Quellen: www.gewerbeverein-radeberg.de, Vereinschronik



Großer Fotowettbewerb


im Jubiläumsjahr 600 Jahre Stadtrecht Radeberg




Wir brauchen Lehrer!


Schüler dürfen nicht streiken. Das ist per Gesetz verboten. Aber – Schüler dürfen durchaus ihren Unmut kundtun. Ihren Unmut beispielsweise über den immer akuter werdenden Lehrer-
mangel an den sächsischen Schulen und über Unterricht, der ersatzlos ausfällt. Und genau das taten in mehreren groß angelegten Schülervollversammlungen die Mittelschüler und Gym-
nasiasten aus dem Rödertal auch ausdrucksvoll. Unter dem Motto „Bildet die Rettung. Rettet die Bildung“ hatte der Landesschülerrat Sachsen am Mittwoch letzter Woche zu einem landes-
weiten Aktionstag aufgerufen.
Fast zeitgleich strömten hunderte von Schülern der Gymnasien in Ra-
deberg und Großerkmannsdorf, aber auch an der Pestalozzi- und Ludwig-Richter-Mittelschule auf ihre Pausen-
höfe, um auf den akuten Lehrkräfte-
mangel aufmerksam zu machen. Im Gepäck waren dabei Transparente und Plakate mit einer klaren Aus-
sage: „Rettet die Bildung“! Und die Zahlen, welche Lucie Dehmer am Humboldtgymnasium dann verlas, sprachen eine ganz klare Sprache: „Bis 2030 werden von den 30.000 Lehrern 26.000 in Rente sein“, so die Schülersprecherin, „zugleich werden bis 2020 aber 15.000 Schüler mehr an die Bildungshäuser strömen.“ Noch deutlicher wurde Rita Kiriasis: „Liebe Schüler, ihr werdet von dieser Landesregierung gemobbt, denn dem drohenden Lehrermangel ist bis heute, trotz aller Warnungen und Ratschläge der Ver-
bände und Gewerkschaften, nichts Tragfähiges entgegengesetzt worden“, so die stellvertre-
tende Vorsitzende des Sächsischen Lehrerverbandes. „Junge Lehrer werden in Sachsen ge-
braucht, wir fordern die Verantwortlichen um Herrn Tillich auf – bewegen Sie sich und inves-
tieren Sie endlich in die Zukunft – in die Bildung – genug gespart“, so Kiriasis abschließend.
Text und Foto: Red.



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