"die Radeberger" Heimatzeitung - Archiv



Onlineausgabe vom 13. April 2012

Ein eigenes Domizil


Es ist mit eines der ältesten Gebäude in Wachau, das Försterhaus am Schloss und momentan steht es noch leer. Doch das soll sich alsbald ändern und die vollen Bauschuttcontainer davor sprechen bereits eine deutliche Sprache: Hier wird gearbeitet. Diejenigen, welche hier arbei-
ten, das sind die 15 Frauen und Männer vom Heimatverein Wachau, die in ihrer Freizeit die untere Etage quasi entkernen. Und das auch nicht ohne Grund, denn in nicht allzu ferner Zu-
kunft soll hier die erste feste Unterkunft des regen Vereines entstehen. Die Vorbereitungen hierzu laufen jedenfalls auf Hochtouren. Deckenpanele wurde ausgebaut, Teppiche und alte Dielung herausgenommen und auch der Putz musste von den Wänden. „Was auf diese ersten Arbeiten dann folgt, ist eine Untersuchung, ob das Gebäude mit Schimmel befallen ist. Erst da-
nach lassen sich die weiteren Arbeiten genau planen“, so Volker Hörrmann, der Vorsitzende des Vereins. Notwendig geworden war die Untersuchung aufgrund eines Wasserschadens.
2010 war durch einen Sturm das Dach des historischen Gebäudes beschädigt worden, jedoch blieb der Schaden lange Zeit unerkannt und Wasser konnte ungehindert eindringen und die Folgen könnten möglicherweise ein Befall mit Schimmel sein. Mittlerweile jedoch ist das Dach repariert, wieder dicht und die Vereinsmitglieder voller Elan bei der Arbeit. Ein Elan, der eben-
falls nicht von ungefähr kommt. Denn für den Verein wären diese Räumlichkeiten im Erdge-
schoss das erste eigene, feste Domizil. Zwar hatte es bereit 1994 einen ersten Antrag gege-
ben, an gleicher Stelle eine Heimatstube einzurichten. Allerdings war der damals noch aktive Jugendclub zur gleichen Zeit auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten und so hatte man sich ‘94 dazu entschieden, den eigenen Antrag zurückzuziehen und der Jugend den Vortritt zu lassen.

„Dort wo wir hingehören – in die Ortsmitte“


„Mit unserem neuen Domizil“, da ist sich der Vereinschef sicher, „sind wir auf jeden Fall dort, wo wir hingehören, nämlich genau in der Ortsmitte in einem historischen Gebäude. Einen bes-
seren Standort für eine Heimatstube in Wachau kann man sich nur schwer vorstellen.“ Wann genau Einzug gefeiert wird, dazu konnte sich Volker Hörrmann noch nicht genau äußern. „Ursprünglich war ja geplant, in diesem Jahr noch hier reinzukommen. Allerdings sind noch zu viele Details zu klären, so dass 2013 als Einzugstermin durchaus realistischer erscheint.“ All-
jährlich richtet der Heimatverein Wachau das Bankfest und das Erntedankfest aus. Erstmalig soll in diesem Jahr auch ein Badfest auf die Beine gestellt werden. Außerdem unterstützt der Heimatverein Wachau auch andere Vereine in der Gemeinde bei der Ausrichtung von Vereins-
festen und anderen Aktivitäten.
Text und Foto: Red.


Großer Fotowettbewerb


im Jubiläumsjahr 600 Jahre Stadtrecht Radeberg




Neuer Glanz


Radeberg verändert sein Gesicht. Neues kommt hinzu, so wie die historische Postsäule, die seit kurzem wieder den Markt ziert und „Altes“ – verschwindet eben manchmal. Es gibt aber in der Großen Kreisstadt auch einige Dinge, die scheinen schon seit ei-
ner kleinen Ewigkeit Bestand zu haben. So wie die Uhr am Mes-
serschmidtschen Haus Ecke Berggasse – Hauptstraße.
Die Uhr vor der Sanierung. Kaum noch zu erkennen
waren die Zahlen auf dem Ziffernblatt

1905 hatte Uhrmacher Weiss diese erbaut und am Haus angebracht. Später, bis 1999, hatte sich dann dessen Enkel, Uhrmacher Friebel, um den Zeitmesser gekümmert. Allerdings hatte im Laufe der Jahre der Zahn der Zeit arg an Ziffernblatt, Zeigern und Gehäuse genagt und manch strenger Winter sorgte dafür, dass die Zeit buchstäblich eingefroren war.


Läuft seit der Restauration funkgesteuert,
die Uhr am Messerschmidtschen Haus an der Hauptstraße

Seit Anfang des Jahres jedoch erstrahlt die „alte Dame“ wieder in neuem Glanz. Die Enkelin des Hauserbauers Messerschmidt, die Radebergerin Frau Großmann, hatte sich der Uhr angenom-
men und diese fachgerecht restaurieren lassen. Dabei sind sämtliche historischen Teile der Uhr erhalten geblieben. Allerdings gibt es eine kleine, aber entscheidende Neuerung, die für die Genauigkeit des Zeitmessers sorgt. Zwar wird die Uhr nach wie vor von einer „Mutter-
uhr“ im Inneren des Hauses angesteuert, nur, dass diese „Mutteruhr“ nun eine Funkuhr ist, die sogar die Zeitumstellung problemlos bewältigte.
li.: Das ursprüngliche Haus von Fleischer Messerschmidt, damals noch ohne Uhr.
re.: Eine Aufnahme, die nach dem Jahre 1905 gemacht wurde.
Deutlich zu erkennen sind hier bereits die Aufstockung und die Uhr.

Text u. Fotos: Red.



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