"die Radeberger" Heimatzeitung - Archiv



Onlineausgabe vom 26. April 2012

Radfahrer verursachen mehr Unfälle


Polizeistatistischer Überblick 2011
über Radeberg, Arnsdorf und Wachau


Es scheint fast so, dass ein großer Teil der Radfahrer im Radeberger Raum denkt, sie hätten im Straßenverkehr einen Freibrief und bräuchten sich an keine Regel zu halten. Dies muss man zumindest annehmen, wenn man sich die aktuellen Zahlen der Polizeistatistik 2011 im Revierbereich Kamenz betrachtet. „Es ist ja nicht nur so, dass die Zahl der Unfälle, an denen ein Fahrrad beteiligt war, von 73 Unfällen in 2010 auf 91 in 2011 gestiegen ist“, so Ulrich Knöpfle, erster Polizeihauptkommissar und Leiter des Streifendienstes. „Was uns vielmehr auch noch Kopfschmerzen bereitet“, so Knöpfle weiter, „ist die Moral der Radfahrer. Denn während 2009 „nur“ 13 Mal die Radfahrer als die Unfallverursacher registriert wurden, waren sie 2010 bereits 35 Mal als die Schuldigen in der Statistik verzeichnet. 2011 ist diese Zahl nun nochmals um 12 auf 47 von Radfahrern verursachte Unfälle gestiegen. Eine Zahl, die für Ulrich Knöpfle so nicht hinnehmbar ist. „Zumal in 2011 2 Radfahrer getötet wurden.“

Fazit: Auch 2012 werden Radfahrer genauer beobachtet und in den Focus des Polizeidienstes rücken. Gerade in Sachen Vorfahrt gewähren, verkehrtes einfahren in Einbahnstraßen, grüner Pfeil und im Kraftverkehr zusätzlich in Sachen Geschwindigkeit wird die Polizei in Zukunft ver-
stärkt kontrollieren, denn Vorfahrtsverstöße und überhöhte Geschwindigkeit rangieren im Re-
vierbereich Kamenz bzw. im Radeberger Land immer noch auf den vordersten Plätzen. Erfreulich hingegen ist, dass die Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss im Revierbereich von 69 auf 62 gesunken ist. „Geplant ist aber trotzdem, die Alkoholkontrollen auszuweiten“, so Ulrich Knöpfle weiterführend, „denn der Rückgang ist auf unsere verstärkten Kontrollen zurückzuführen.“

Zur Statistik: Unfälle im Revierbereich Kamenz        2010: 2798        2011: 2543

Bricht man diese Zahlen auf Radeberg, Arnsdorf und Wachau herunter, ergibt sich folgender Sachverhalt. In Radeberg kam es 2011 zu insgesamt 454 Verkehrsunfällen, das sind 87 Un-
fälle weniger als im Vorjahr. In Arnsdorf waren 98 Verkehrsunfälle zu verzeichnen, ein Minus von 8 Unfällen gegenüber 2010. In Wachau wurden mit 99 Unfällen insgesamt 13 Unfälle we-
niger als 2010 registriert. „Dieser leichte Rückgang ist zwar erfreulich“, berichtet Knöpfle, „je-
doch kein Grund sich entspannt zurückzulehnen, denn insgesamt ist die Zahl der Unfälle mit Personenschaden um 9 Prozent gestiegen.“ So waren im Revierbereich 31 Schwerverletzte mehr, 25 Leichtverletzte mehr und 1 Toter mehr zu verzeichnen.

Aufpassen im Mai, Oktober und November!
Zu besonderer Vorsicht rät die Polizei aufgrund stärkerer Aktivitäten des Wildes in den Mona-
ten Mai, Oktober und November. 2011 waren immerhin 16,7 Prozent aller Unfälle, Unfälle mit Wild. So kamen beispielsweise 286 Rehe, 75 Wildschweine, 19 Dachse, 14 Hasen und 14 Füchse buchstäblich unter die Räder. Der so entstandene Sachschaden betrug 505.000 Euro.

Leichter Anstieg in puncto Kriminalität
Ein leichter Anstieg ist im Revierbereich in puncto Kriminalität und Straftaten zu verzeichnen. In Radeberg wurden in 2011 insgesamt 1062 Straftaten registriert. Ein Plus von 23 Fällen ge-
genüber 2010. In Wachau schlagen mit 124 Straftaten 18 Fälle weniger zu Buche als im Vor-
jahr. Arnsdorf verzeichnet ein Minus von 36 Straftaten. Insgesamt wurden hier 190 Fälle re-
gistriert. Die Aufklärungsquote liegt für Radeberg bei 60,1 Prozent, für Wachau bei 60,5 Pro-
zent und in Arnsdorf bei 67,9 Prozent. „Damit“, so Ulrich Knöpfle, „liegen wir bei den Aufklä-
rungsquoten über dem Niveau der Vorjahre und sind auf einem guten Weg.“ Gleichzeitig appelliert er an die Bevölkerung: „Wir brauchen aber auch weiterhin aufmerksame Bürgerin-
nen und Bürger, die sich bei uns melden, wenn Straftaten oder kriminelles Handeln offenkun-
dig werden.“ Hin- und nicht wegschauen sowie Zivilcourage sind nach wie vor gefragt.

Insgesamt kam es im Radeberger Land zu folgenden Straftaten und Delikten:
Körperverletzungen: Radeberg – 93 Fälle • Wachau – 8 Fälle • Arnsdorf – 26 Fälle
Diebstahlsdelikte: Radeberg – 386 Fälle • Wachau – 34 Fälle • Arnsdorf – 42 Fälle
Sachbeschädigungen: Radeberg – 159 Fälle • Wachau – 21 Fälle • Arnsdorf – 29 Fälle

Relativ viel zu tun, aber auch sehr gute Arbeit geleistet hat die Polizei in Radeberg in Sachen Betrugsdelikte. Hie ist ein Anstieg um 59 Fälle in Radeberg zu verzeichnen. Die Aufklärungs-
quote liegt bei 79,1 Prozent. „Grundsätzlich helfen bereits einfache Vorsichtmaßnahmen, um sich gegen Betrügereien zu schützen“, erklärt Ulrich Knöpfle. So sollte man prinzipiell bei einer Abfrage von persönlichen Daten per Internet oder Telefon skeptisch sein und genau hinter-
fragen, worum es geht. Nicht selten handelt es sich um den Versuch, mittels eines Lockvogels an relevante Daten zwecks späteren Missbrauchs zu gelangen. Und auch solche Regeln wie: Keine Wertsachen im Auto liegen lassen, Eigentum sichern, Fahrräder auch im Haus sichern, die Handtasche im Blick haben und sich nicht ablenken lassen, haben nichts an ihrer Gültigkeit verloren und erschweren kriminelles Handeln. „Bei Fragen rund um das Thema Sicherheit steht jedes Polizeirevier den Bürgerinnen und Bürgern mit Rat und Tat zur Seite und auch bei ganz speziellen Sicherheitsfragen können wir weiterhelfen undauch vermittelnd tätigwerden“, erklärt der erste Polizeihauptkommissar Ulrich Knöpfle abschließend.
Text und Foto: Red.

Die Polizei informiert:
„Bundespolizei-Computervirus“ im Umlauf


Nachdem schon seit einigen Monaten ein Trojaner, bekannt als „Bundespolizei-Virus“, im ge-
samten Bundesgebiet für Aufsehen sorgte, kam es in den vergangenen Tagen im Direktions-
gebiet wieder vermehrt zu Anzeigen von betroffenen Computerbesitzern bei der Polizei, de-
ren Rechner von diesem Virus befallen worden waren. Hier wird der Nutzer aufgefordert, eine Geldzahlung zur Abwendung einer Anzeige zu leisten, weil man mit dem betreffenden Compu-
ter nicht-legale Seiten im Internet aufgerufen hätte, z.B. Seiten mit kinderpornografischem Inhalt.
Die Polizei weist erneut darauf hin, dass Nutzer hier einer Falle und üblen „Abzocker-Masche“ aufgesessen sind. Überweisen Sie in keinem Fall irgendwelche Geldbeträge, bringen Sie sol-
che Sachverhalte der Polizei zur Anzeige. Wenn Sie technisch nicht ausreichend versiert sind, dieses Computerproblem selbst zu beheben, rufen Sie einen entsprechenden Computerdienst zur Hilfe, der die Funktionsfähigkeit ihres Rechners wieder herstellen wird.
Voraussetzung für eine sichere Nutzung des Internets und eigentlich auch Selbstverständlich-
keit ist die Installation und Nutzung einer möglichst tagesaktuellen Antivirensoftware auf Ihrem Computer, um sich auch künftig gegen „Hackerangriffe“ aus dem Internet schützen zu können. (tk)



Großer Fotowettbewerb


im Jubiläumsjahr 600 Jahre Stadtrecht Radeberg




Jubiläums-Bierstadtfest


Das können Sie erwarten


In weniger als drei Monaten ist es so weit, dann werden mit dem traditionellen Fassbieran-
stich am Feitag, dem 13. Juli, auf dem Radeberger Markt die Feierlichkeiten zum „Radeberger Jubiläums-Bierstadtfest“ eröffnet. Und erwarten dürfen die Radeberger und ihre Gäste in die-
sem Jahr eine ganze Menge. Los geht’s bereits schon am Mittwoch, dem 11. Juli. Der Markt-
platz sowie die angrenzende obere Hauptstraße laden schon zwei Tage eher zum Feiern ein. „Dabei steht der Mittwoch ganz im Zeichen der Vereine der Stadt, während am Donnerstag das Programm eher auf die älteren Semester abgestimmt sein wird“, erklärt Frank Schröder, der mit seiner Agentur wie bereits im Jahr zuvor das Veranstalterteam Stadt Radeberg, Rade-
berger Exportbierbrauerei und Gewerbeverein Radeberg organisatorisch unterstützt. Scharfer Start des Bierstadtfestes ist dann am Freitag mit dem Fassbieranstich.
Als Auftakt hierzu wird es einen kleinen Sternmarsch der verschiedenen Ensembles des Rade-
berger Spielmannszuges in Richtung Markt geben. Am Samstag locken dann jede Menge Hö-
hepunkte in die Bierstadt. Denn neben Mittelaltermarkt, Kunsthandwerkermeile oder Vereins-
straße wird auch wieder „Sachsens größtes Bierfassrollen“ in Radeberg zu erleben sein. Bis zu 20 Teams werden dabei wieder antreten, um ein Holzfass schnellstmöglich durch einen rund-
um anspruchsvollen Parcours zu rollen. Kraft, Geschicklichkeit, Logik und vor allem Teamgeist sind hier entscheidend (Vorentscheid auf Brauereihof und Finale Marktplatz). Am Samstag-
abend dürfen sich die Besucher dann auf einen besonderen Höhepunkt freuen. Auf der Haupt-
bühne am Markt ist Veronika Fischer und Band live zu erleben.
Kleiner Tipp: Im Anschluss an das Konzert wird es am Samstagabend ein Jubiläumsfeuer-
werk. Laut Veranstaltungsteam ist dieses Höhenfeuerwerk am besten vom Marktplatz aus zu sehen. Am Sonntagwerden dann nochmals tausende Besucher zu drei großen Akts in der Bierstadt erwartet. Zu einem zum großen Jubiläums-Festum-
zug. „Dieser startet um 14.00 Uhr und wird mit einem histori-
schen und einem geschichtlich aktuellen Teil im Jubiläumsjahr etwas ganz Besonderes“, verrät Radebergs Pressesprecher Jürgen Wähnert, in dessen Verantwortung auch die Organi-
sation des Umzuges liegt. „Anmeldungen hierzu können noch bis zum 31. Mai bei uns eingereicht werden“, so Wähnert ab-
schließend. Um 16.00 Uhr lockt dann der „RadebergerFunken-
flug“ wieder an die Hauptbühne auf dem Markt. Hierbei mes-
sen sich traditionell die Funkengarden der Region. Zusatzinfo für alle Funkengarden: Es sind noch Startplätze frei. Bewerbungen an Marcus Falk Richter unter 0351/31 77 60 0 oder falk.richter@fs-agentur.com.
Ausklingen wird das Jubiläums-Bierstadtfest mit dem traditionellen Abschlusskonzert der Ra-
deberger Exportbierbrauerei. „Hier sind die Verträge zwar schon unterschrieben“, so die Lei-
terin Öffentlichkeitsarbeit der Brauerei, Jana Kreuziger, „die Tinte aber noch nicht ganz tro-
cken“, so dass man gespannt sein darf, wen Radeberger präsentieren wird.
Text: Red.


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