"die Radeberger" Heimatzeitung - Archiv



Onlineausgabe vom 3. Mai 2012

Soziales Engagement


Es war eine Art Wärme zu spüren, eine herzliche Wärme, als am Dienstag vergangener Wo-
che die Präsidentin des Rotary Clubs Radeberg, Heidrun Heinke, in den Räumen des Stellwerk e.V. in der Radeberger Heidestraße auftauchte. Dabei ist Heinke im Stellwerk keine Unbekann-
te, denn bereits seit langer Zeit unterstützen die Radeberger Rotaryer den Verein, der sich vor allen Dingen für die Belange und Probleme von Kindern aus sozial schwächeren Familien stark macht.
Im Vordergrund steht bei der Arbeit der Pädagogen im Projekt des Stellwerk e.V. ein Leitge-
danke: Locken-Staunen-Motivieren, kurz eben Lock-o-motive. Allerdings kosten solche Ange-
bote wie Kreativtreff, Mädchentreff oder etwa die Musikwerkstatt, bei denen der Leitgedanke umgesetzt und den Kindern und Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitgestaltung geboten wird, immer auch Geld. Nicht etwa für die Kinder selbst oder deren Eltern, für die sind die Angebo-
te kostenlos. Vielmehr muss der Verein sich auch selber tragen und finanzieren, um die Ange-
bote aufrechtzuerhalten und da sind auch Spenden immer willkommen. Und genau solch eine Spende hatte Heidrun Heinke letzte Woche nun im Gepäck. Bereits in der Vergangenheit un-
terstützten die Radeberger Rotaryer den Verein bei verschiedenen Anschaffungen finanziell, doch das Spendenpaket, das Präsidentin Heinke diesmal dabei hatte, war besonders dick ge-
schnürt. 2.300 Euro konnten Vorstandsmitglied Volker Sippel und Projektleiterin Anna Katha-
rina Czermak entgegennehmen. Geflossen ist das Geld bereits in die Musikwerkstatt des Ver-
eins. Die Finanzierung zweier neuer Gitarren, eines Keyboards und das Honorar für einen Mu-
sikpädagogen konnte so abgesichert werden. „Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie sehr das Musizieren benachteiligten Kindern Freude und Selbstvertrauen geben kann“, so Heidrun Heinke. „Und genau darum geht es auch in unserer Musikwerkstatt“, erklärt Volker Sippel an-
schließend. „Wir wollen in unserer Musikwerkstatt nicht einem einzelnen exklusiven Musikun-
terricht erteilen, vielmehr geht es darum, gemeinsam zu musizieren, Selbstvertrauen in den Kindern aufzubauen und soziale Kompetenzen zu trainieren. Und dafür ist gemeinsames Mu-
sizieren bestens geeignet“, ist sich Volker Sippel sicher. Geöffnet hat die Musikwerkstatt jeden Dienstag von 15.30 Uhr bis 17.30 Uhr.
„Wichtig ist, dass dieses Projekt bekannt gemacht wird, damit viele Kinder daran teilnehmen können“, so Heidrun Heinke abschließend. Zu finden ist der Stellwerk e.V. in der Heidestraße 70 im Gebäude 303.
Alle Infos zu den Angeboten gibt’s im Internet unter http://stellwerk.stlw.de
Text und Foto: Red.


Großer Fotowettbewerb


im Jubiläumsjahr 600 Jahre Stadtrecht Radeberg




Radeberger Jugendfeuerwehr
ist 20 geworden!


Es war ein Tag, an den sich die Mitglieder der Radeberger Jugendfeuerwehr noch lange erin-
nern werden, der Tag, an dem ihre Jugendwehr ihren 20. Geburtstag feierte. Am 21. April war der große Termin und natürlich sind solche Jubiläen immer ein Grund zu feiern. Doch bevor sich an dem Samstagnachmittag die Kinder und Jugendlichen auf dem Bruno-Thum-Weg dem Spiel und Spaß bzw. den Feierlichkeiten hingeben konnten, stand erst einmal etwas ganz anderes auf der Tagesordnung. Eine Großübung, wie sie im Rödertal wohl bis jetzt einmalig war.
Angetreten waren neben denFloriansjüngern der RadebergerJugend-
wehr auch die Jugendabteilungen der Ortsteilwehren von Liegau-
Aug. Ullersdorf und Großerkmannsdorf. Und die hatten bei der ge-
meinsamen Übung zwar jede Menge Spaß, kamen aber auch mächtig ins Schwitzen. Galt es doch, mit Unterstützung der „Großen“, einen Brand in der Waschhalle in den Griff zu bekommen. Personensuche und Rettung, Aufbau der Wasserversorgung und des Sprungretters, Absichern der Einsatzstelle und Aufbau eines Hubschrauberlande-
platzes waren nur einige der Aufgaben, die der Feuerwehrnachwuchs zu bewältigen hatte. „Doch auch wenn diese Übung nun tatsächlich eine große Herausforderung für die Jugendlichen war, der alleinige Drill an den Gerätschaften steht bei uns nicht an erster Stelle“, er-
klärt die Jugendfeuerwehrwartin Annett Hantschmann.

Eine Mischung aus Feuerwehr
und attraktiver Freizeitgestaltung


„Vielmehr geht es bei uns darum, Technik und Kameradschaft, allge-
meine Jugendarbeit und feuerwehrspezifische Ausbildung unter einen Hut zu bringen. So lernen die Floriansjünger ab einem Alter von acht Jahren den Umgang mit moderner Löschtechnik genauso kennen wie die Kameradschaft untereinander. Die richtige Handhabung eines Feuerlöschers oder einer Person in Notlage zu helfen darf in der Aus-
bildung nicht fehlen. Die Anwendung von Schläuchen, Strahlrohren und sonstigen Gerätschaften wird so weit gefestigt, dass dies in der 72-h-Grundausbildung, die jeder Feuerwehrkamerad absolvieren muss, wenn er in den aktiven Dienst treten möchte, nur noch mal eine Auffrischung ist.“ Und so stand der zweite Teil des Nachmittages ganz im Zeichen des gemütlichen Beisammenseins und des Spaßes, gemeinsam mit den „Großen“ und natürlich auch mit den Eltern, die zahlreich zum Jubiläum erschienen waren.

Beeindruckende Zahlen und Fakten


Der Abend war dann der Festveranstaltung vorbehalten und die Zahlen und Fakten, welche die geladenen Gäste zu hören bekamen, waren durchaus beeindruckend. So zählt die Rade-
berger Jugendwehr aktuell 27 Mitglieder, nahm bereits 3 Mal an Landesausscheid zu Bundeswettkämpfen teil und gestal-
tet in ungezählten Zelt- und internationalen Jugendlagern den Dienst und die Freizeit für die Kinder und Jugendlichen immer interessant und attraktiv. Eine der höchsten Auszeich-
nungen, die ein Jugendfeuerwehrmitglied in seiner Laufbahn erreichen kann, wurde bisher 37 mal erfolgreich absolviert – die Leistungsspange. Und es werden enorme Anstrengungen un-
ternommen, um die Kinder und Jugendlichen so zu motivieren, dass diese auch nach der Zeit der Jugendwehr in den Reihen der Freiwilligen Feuerwehr verbleiben. Insgesamt konnten 43 Mitglieder der Jugendwehr in die Aktive Abteilung übernommen werden. Abschließend ging nochmals ein Dank an alle Unterstützer und Förderer der Radeberger Jugendfeuerwehr.
Text und Fotos: Red.


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