"die Radeberger" Heimatzeitung - Archiv



Onlineausgabe vom 12. November 2009


Bahnhofsbau
geht in die zweite Runde


Seit vorletztem Montag können Reisende in Arnsdorf nur noch über die Ostseite an die Gleise gelangen. Der Grund: Der „Park and Ride“ Platz des 134 Jahre alten Bahnhofs wird um das Doppelte erweitert. In der ersten Bauphase im Herbst 2007 sind 49 Parkplätze entstanden. Diese werden nun auf 155 Stellplätze erweitert.
Als der Bahnhof am 15. Oktober 1875 eröffnet wurde, war er bereits, als Knotenpunkt zwischen Dresden-Görlitz und Kamenz-Pirna, eine wichtige Station für Berufstätige und Touristen. Auch das Bahnhofsgebäude spielte eine wichtige Rolle. Früher konnten die Passa-
giere an den Fahrkartenschaltern ihre Fahrscheine kaufen. Nachdem diese abgeschafft wurden, existierte nur noch die Gaststätte im Gebäude. Dort veranstaltete der Modelleisen-
bahnclub Arnsdorf e.V. 1990 die erste Ausstellung der Heimatanlage. Bis 2008 beherbergte das Bahnhofsgebäude die beliebte Modelleisenbahnausstellung. Nach mehrmaligem Wechsel der Besitzer schloss die Gaststätte, da die Gäste ausblieben. Die Ausstellung fand weiterhin in den oberen Clubräumen statt und zog, besonders jedes Jahr zu Weihnachten, begeisterte Zuschauer an.

Im Herbst 2008 wurde das Gebäude für ca. 480.000 E abgerissen. Die Meinungen über den Neubau des Bahnhofs und den Abriss des Gebäudes waren geteilt. „Es stand zwar leer, aber es war eines der ältesten und wichtigsten Gebäude in Arnsdorf.“, so ein Passant. Grund für den Abriss war, dass das Haus für die Bahn inzwischen keinen Nutzen mehr hatte, denn für Informationen und Fahrkarten gibt es Automaten. Durch hässliche Schmierereien an den Wänden und durch die zugemauerten Fenster war das Gebäude für die Passanten auch kein schöner Anblick mehr. Somit wurde das Grundstück zum Verkauf freigegeben und fand lange Zeit keinen Investor. Die Planung und Ausführung des Umbaus ist jetzt Sache der Gemeinde.
Besonders für Berufspendler und Schüler ist der Bahnhof unabdingbar. Für viele Menschen, die fast täglich die Bahn in Arnsdorf nutzen, um nach Dresden, Görlitz oder Kamenz zu gelangen, war der Umbau ein wichtiger Fortschritt.
„Es gibt jetzt wesentlich mehr Parkmöglichkeiten für die Pendler, aber auch mehr Abstell-
möglichkeiten für Fahrräder, was besonders für die Arnsdorfer günstig ist.“ so Margit Porst,
die Kämmerin der Arnsdorfer Gemeindeverwaltung, „Außerdem wird es nach dem Umbau drei direkte Zugänge von der Bushaltestelle zum Bahnhof geben, so sind die Gleise schnell und gut erreichbar. Auch die Erscheinung des Bahnhofes wird durch viele Grüngürtel verschönert.“ Das Ende der Bauarbeiten ist für den 15.12.2009 vorgesehen. „Durch die ungünstigen Wetter-
bedingungen wird man den Termin aber wahrscheinlich nicht einhalten können“ Bis dahin werden Reisende durch Aushänge, auf Veränderungen, wie den vorübergehend einge-
schränkten Zugang zu den Gleisen, aufmerksam gemacht. Es wird auf jeden Fall mit allen Mitteln versucht, trotz zunehmender Frostattacken, den Bau des Bahnhofes so schnell wie möglich zu Ende zu bringen. Mit dem Ende dieser zweiten Bauphase wird dann die Umge-
staltung des Bahnhofes bzw. des Bahnhofvorplatzes komplett abgeschlossen sein.
Praktikantin Nadine Umlauft



Impulse für die Milchwirtschaft


Kupfer übergibt Zuwendungsbescheid an Heinrichsthaler Milchwerke:
Agrarminister Frank Kupfer übergab am 4. November 2009 dem Geschäftsführer der Rade-
berger Milchwerke GmbH, Uwe Lammeck, einen Fördermittelbescheid in Höhe von 2,085 Mil-
lionen Euro. Damit unterstützt der Freistaat die Investitionen in eine neues Lager- und Logis-
tikzentrum des Unternehmens im Rahmen des Förderprogramms „Marktstrukturverbesserung“ mit 25 Prozent. Die Mittel stammen aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrar-
struktur und des Küstenschutztes“ und werden vom Bund (60%) und vom Freistaat (40%) bereitgestellt. „Im Rahmen dieses Förderprogramms wurden allein in Sachsen seit 1990 Investitionen von über 1,2 Milliarden Euro angeschoben“, sagte Kupfer.
Für rund 8,3 Millionen Euro errichten die Hein-
richsthaler Milchwerke auf dem Firmengelän-
de in Radeberg neben dem Lager- und Logis-
tikzentrum mit separater Zufahrt auch ein neues Salzbad für die Käseproduktion und rund 4.000 Stellplätze für Käse-Paletten. Außerdem soll neue Verpackungstechnik angeschafft werden.
Nach der Übergabe des Fördermittelbe-
scheides begaben sich Agrarminister Kupfer (Mitte), Geschäftsführer Lammeck (li.) und der Vorsitzende der Molkereige-
nossenschaft, Dr. Trauzettel, auf einen Rundgang durch die Heinrichsthaler Käseproduktion


Mit dem Ausbau werden insgesamt 15 neue Arbeitsplätze geschaffen. „Das Geld ist bestens angelegt. Neben dem Ausbau und der langfristigen Sicherung von Arbeitsplätzen garantiert diese Unterstützung den Landwirten in der Region auch den regelmäßigen Absatz ihrer Pro-
dukte. Gerade unsere Milchbauern brauchen jetzt diese wichtigen Impulse von Politik und Wirtschaft“, appelierte der Minister. Gleichzeitig rief Kupfer den Handel und die Molkereien zu einer neuen Preispolitik auf. „Wir brauchen dringend eine Erhöhung der Milchauszahlpreise. Denn bei noch längerem Anhalten der momentanen Dumpingpreise für das Qualitätsprodukt Milch droht schon bald das Ende für viele Landwirtschaftsbetriebe. Damit wäre niemand geholfen.“
Text und Foto: Red.


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Durch die vielfältigen Möglichkeiten, welche gerade die digitale Fotografie bietet, wird wesentlich mehr fotografiert. Und bei diesen Gelegenheiten entsteht so manch ein Schnappschuss oder Traumfoto, welches es bestimmt wert ist, auch einmal allen unseren Lesern zu zeigen. Und wenn es dafür auch noch etwas zu gewinnen gibt, dann ist die Freude umso größer.
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Dieter Schöne "schoss" dieses Foto –
nach einem Gewitter über Moritzburg.




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