"die Radeberger" Heimatzeitung - Archiv



Onlineausgabe vom 7. Juni 2012

Kunst ist auch lernen


Seit 2 Juni ist sie eröffnet, eine Ausstellung der besonderen Art in den Räumlichkeiten der Rade-
berger Stadtbibliothek. Zu sehen und zu erleben sind dabei Zeichnungen und Bilder von ehema-
ligen Schülern der Hans-Beimler Oberschule in Radeberg. Entstanden waren diese einmaligen Zeitzeugen unter dem Motto „Schüler sehen ihre Stadt“ im Zeitraum von 1972 bis 1992. Über die Jahrzehnte hinweg hatte die damalige Kunst-
erzieherin und Radebergerin, Hannolore Lunze, die Arbeiten gesammelt und später dem Museum Schloss Klippenstein zur Bewahrung übergeben. „Dabei waren wir mit den Schülerinnen und Schülern immer erst vor Ort, haben so beispiels-
weise von dem Bau der Röderstraße oder der Eisengießerei und dem Flachglaswerk Skizzen angefertigt und diese im Unterricht dann umgesetzt“, erzählt das aktives Mitglied des Rade-
berger Zeichenzirkels voller Enthusiasmus, „denn die Bilder, die mit einfacher Gouachefarbe auf weißem Papier entstanden sind, spiegeln in einer erstaunlich realistischen Weise die damalige Erlebniswelt der Kinder wider, quasi den Blick auf ihre Heimatstadt.“
Die besten Arbeiten sind dann über die Schulausstellung in alle Welt gegangen und irgend-
wann zurück gekommen, so kam die Sammlung zustande. „Und irgendwie ist man das auch seinen ehemaligen Schülern schuldig, es geht hier ja um die Wertschätzung der Arbeit, so etwas kann man nicht einfach wegschmeißen“, so Hannelore Lunze weiter. Dass viele der Bilder zu Zeitdokumenten wurden, zeigt sich nun in der aktuellen Ausstellung, die in einzig-
artiger Weise den Blick von Kinderaugen auf ihre Stadt vor 20 bis 30 Jahren widerspiegelt und die in jedem Fall einen Besuch wert ist.
Text und Fotos: Red.


Sanierung der Hauptstraße
in Liegau beginnt


Die Bagger stehen bereits in den Startlöchern, und zwar für die geplante Sanierung eines Teil-
stückes der LiegauerHauptstraße im historischen Ortskern. Sollten bei der Bauanlaufberatung keine unvorhergesehenen Probleme auftauchen, dann könnten sich bereits ab Montag die Bagger und Fräsen in den maroden Straßenbelag fres-
sen. Was im Detail geplant ist, wie lange gebaut wird und welche Folgen die Sanierung für die An-
wohner bzw. den Durchgangs- und Busverkehr hat, dazu waren wir im Gespräch mit dem Lie-
gauer Ortsvorsteher, Herrn Gabor Kühnapfel.

Herr Kühnapfel, wenn alles klappt, dann rollen ab Montag die Bagger an.
Was passiert denn im Detail mit der Hauptstraße?

Vorgesehen ist der grundhafte Ausbau der Hauptstraße. Das heißt, die Be- und Entwässerung inklusive der Kanäle wird neu entstehen. Des Weiteren werden die Ränder beidseitig mit Borden befestigt und auch die Gehbahn, sprich also der Fußweg wird neu einseitig erstellt. Zu guter letzt wird dann noch die Fahrbahn mit einer neuen Asphaltdecke versehen und es wird auch eine neue Straßenbeleuchtung installiert, übrigens ganz energiesparend mit LED-Leuchtkörpern.

Und von wo bis wo genau wird die Straße saniert?
Ortsseitig beginnen die Arbeiten ca. auf der Höhe des Kriegerdenkmals und erstrecken sich bis ein-
schließlich zum alten Ortsamt am Heideweg bzw. sogar noch ein Stück weiter.


Auf einer der letzten Sitzungen des Ortschafts-
rates war zu erfahren, dass der Ausbau inner-
halb von 8 Wochen über die Bühne gehen soll. Ist das überhaupt realistisch und warum die-
ser extrem straffe Zeitplan?

Die Bauzeit ist bereits mit der Ausschreibung des Vorhabens vorgegeben. Und mit ihrem Angebot haben sich die Bieter verpflichtet, personell, ma-
teriell und auch technisch Vorsorge zu treffen, dass die Bauzeit eingehalten wird. Ein Grund dafür ist, dass unmittelbar im Anschluss an die Instandset-
zung der Hauptstraße die Langebrücker Straße von der Röderbrücke bis oberhalb der Kurve ausgebaut wird. Ein anderer Grund ist selbstverständlich, dass die mit der Vollsperrung einhergehenden Ein-
schränkungen für die Anwohner, Besucher, Liefe-
ranten, Geschäfte und den Regionalverkehr mög-
lichst kurz gehalten werden.


Mit welchen Einschränkungen müssen während der Bauphase die Anlieger rechnen?
Beidseitig ist der Ortskern eine Sackgasse für die gesamte Bauzeit. Kurzzeitig wird es auch für die betroffenen Anlieger nicht möglich sein, ständig ihr Grundstück zu befahren. Das setzt selbstver-
ständlich eine detaillierte Information und Absprache vor Ort voraus.


Bei der Sanierung der Hauptstraße wäre es ja nahe liegend, die Strom- und Telefonleitun-
gen, welche momentan noch überirdisch verlaufen, mit in den Fußweg oder die Straße zu verlegen. Ist in dieser Richtung etwas geplant?

Seitens der Versorgungsträger besteht aus finanziellen Gründen kein Interesse an einer Verände-
rung dieses Zustandes.


Zu hören war in der Vergangenheit auch immer wieder, dass trotz der Sanierungsmaß-
nahmen kein Radweg mit gebaut werden soll. Wo liegen hierfür die Gründe?

Der Radweg durch den Ortskern ist in Radebergs Radwegekonzept ausgewiesen und wird auch entsprechend beschildert sein. Auf Grund der begrenzten Durchfahrtsbreite in der Ortslage ist es jedoch nicht möglich, für Radfahrer eine separate Fahrspur zu bauen.

Vielen Dank für das Interview.                                        Text, Interview und Fotos: Red.


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