"die Radeberger" Heimatzeitung - Archiv



Onlineausgabe vom 22. Juni 2012

Saporoshez – eine Sache fürs Leben


Es gibt sie noch, die Autos, die vor der Wende in der DDR immer ein wenig belächelt wurden und die heute umso begehrter sind. Die Rede ist hier vom Saporoshez. Und der hatte am Samstag vergangener Woche auf dem Radeberger Markt seinen ganz großen Auftritt.
Rund 40 dieser seit 1994 nicht mehr gebauten Fahrzeuge waren im Herzen der Großen Kreisstadt erschienen, um ihr Jahrestreffen zu begehen. Maßgeblich mit organisiert hatte dieses Event der Großerkmannsdorfer Alexander Hübner, dem das Saporoshezgen quasi in die Wiege ge-
legt wurde. Denn 3 Tage nach seiner Geburt hatte ihn 1978 sein Großvater eben mit solch einem ukrainischen Urgestein nach Hause geholt. Die weiteste Anreise nach Radeberg schaffte übrigens Bernd Hartmann (Foto rechts).
Für ihn und seine Frau Iryna ging es nämlich aus dem hei-
mischen Hahnenbach in Rheinland Pfalz mit dem Sapo erst einmal ans Nordkap, bevor sie auf dem Rückweg Station in der Bierstadt zum Saporosheztreffen machten. 10.834 Ki-
lometer hatten sie bis dato schon abgespult. „Doch so ein Sapo kann durchaus noch mehr leisten“, erzählt Bernd Hartmann beim Treffen auf dem Markt. Und liefert auch gleich noch den Beweis dafür: Denn bereits im Jahr 2009 unternahm das deutsch-ukrainische Paar eine Reise mit ihrem blauen Saporoshez bis ans Schwarze und Kaspische Meer. 16.000 Kilometer hatten sie damals zurückgelegt. „Saporoshez ist eben eine Sache fürs Leben“, erklärt der Pfälzer schmunzelnd, bevor er sich wieder ans Lenkrad setzt und Richtung Heimat fährt.
Text und Fotos: Red.




Radeberger Bierstadtfest
vom 11. bis 15. Juli 2012





Trinkwasserbrunnen wiederbeleben?


„Momentan gibt es noch viele ungeklärte De-
tails“, erklärt Radebergs Wanderwegewart Herbert Müller. Und meint damit den Plan des Hüttertal e.V., einen alten Trinkwasserbrunnen unterhalb des Felixturmes zu renaturieren. Vor Jahrzehnten war dieser auf Grund mangelnder Wasserqualität still gelegt und verschlossen worden. Im Zuge des Weiterbaus der S177 sucht man nun jedoch seitens der Behörden nach geeigneten Renaturierungsmaßnahmen. „Und hier kam unser Vorschlag der Naturschutz-
behörde natürlich gerade recht, die unser Vorha-
ben prinzipiell begrüßt und uns auch unterstüt-
zen will“, erklärt Müller weiter und bremst aber gleichzeitig auch ein wenig die Freude aus. „Denn obwohl Ziel und die Richtung eigentlich klar sind, gilt es vorerst, die juristischen Vo-
raussetzungen bzw. die Rechtsverhältnisse zu überprüfen“ Und auch die eigentliche Realisie-
rung dieses Vorhabens gestaltet sich alles andere als unkompliziert. Völlig unklar ist im Mo-
ment, wie der 1902 errichtet und nun stillgelegte Brunnen entwässert ist und es könnte unter Tage sogar noch eine weitere Überraschung auf die Männer und Frauen vom Verein warten. „Denn es war bautechnisch durchaus üblich, unterirdisch so genannte Brunnenstuben als Wassersammler zu errichten. Und auch wenn wir über Tage nichts sehen, so können wir doch nicht ausschließen, dass hier so eine Stube angelegt wurde“. so der Wanderwegewart weiter.

Neuer Wasserlauf im Hüttertal?


Völlig offen ist momentan auch noch, wie der Brunnen neu gestaltet werden kann und vor allen Dingen auch darf. Klar hingegen ist, dass sich an den Brunnen ein offener Wasserlauf in Richtung Röder anschließen wird. „Wichtig ist dieser vor allem für die Frösche, Krebse und andere Kleinwassertiere in dem Seitenarm des Hüttertals“, so Herbert Müller abschließend. Allerdings drückt den Wanderwegewart auch noch eine Sorge. Um das Vorhaben rund um
den Brunnen noch in dieser Projektmaßnahme Vereines unterzubringen, wäre eines dringend notwendig: Eine deutlich beschleunigte Zusammenarbeit mit den Behörden.
Text und Foto: Red.


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