"die Radeberger" Heimatzeitung - Archiv



Onlineausgabe vom 16. August 2012


GEWINNSPIEL
10. Scottish Highland Games
in Radeberg


Für das außergewöhnliche Spektakel am 26.08.2012 könnt ihr noch 2 x 2 Freikarten gewinnen.
Bis 19.08.2012 müsst ihr nur folgende Frage beantworten.

Wo entstanden die Highland Games?
A) Schottisches Hochland
B) Hochland von Tibet


Die richtige Antwort mit eurer Adresse und Telefonnummer könnt ihr einfach per Mail, Facebook oder Post an uns senden.

Mail:        zeitung@die-radeberger.de
Post:        die Radeberger Heimatzeitung
                Oberstraße 16a, 01454 Radeberg

Viel Spaß wünscht "die Radeberger" Heimatzeitung


Wie behindertengerecht
ist Radeberg?


Barrierefreiheit wurde in Radeberg getestet (v.l.n.re.) von einem Behinderten aus der Epilepsieeinrichtung mit einem elektrischen und 3 manuellen Rollstühlen durch Ordnungs-
amtsleiterin Elke Müller, Oberbürgermeister Gerhard Lemm und dem querschnittsge-
lähmten Henry Urner.


Recherchiert man im Internet unter Urlaub für Rollstuhlfahrer, dann leuchten sie einen regel-
recht an, die Hochglanzfotos aus den schönsten Urlaubsgegenden der Welt. Tauchen, Segeln, Urlaub am Meer oder in den Bergen. Nichts scheint für Behinderte bzw. Rollstuhlfahrer unmög-
lich zu sein. Die Tourismusindustrie hat sich auf Menschen mit Behinderungen ein- und umge-
stellt. Der Mensch im Rollstuhl scheint in der Mitte der Gesellschaft angekommen und akzep-
tiert zu sein. Auch Städte und Gemeinden werben auf ihren Internetplattformen mit barriere-
freien öffentlichen Anlagen und Verwaltungen.

Die erste Fahrtstrecke über die Niederstraße zum Stadtbad stellte sich schon als schwierig heraus. Die Unebenheiten und das Gefälle waren für einen ungeübten Roll-
stuhlfahrer, wie OB Lemm, nur
mit fremder Hilfe zu bewältigen.
Für den trainierten Rollstuhlfahrer Henry Urner war die Bewältigung, mit dem einen oder anderen Trick (siehe Foto rechts), kein Problem.


Erreicht man aber tatsächlich alle Sehenswürdigkeiten, Freizeitangebote oder andere öffent-
liche Einrichtungen so ohne Weiteres? Und wie gestaltet sich die Situation eigentlich in Rade-
berg? Diese Frage haben sich auch die Männer vom Offroad Travel e. V. anlässlich des Deut-
schen Behindertentages am 18.08.2012 gestellt. Der Hintergrund: Seit Jahren organisieren die Mitglieder des Vereins, von denen selbst vier an den Rollstuhl gebunden sind, Reisen für
Menschen mit Behinderungen. Ihre Passion: Allen Menschen die gleichen Reisemöglichkeiten zu bieten und Sie dabei zu unterstützen, über ihre „Grenzen“ hinaus zu wachsen, egal ob Mann oder Frau, jung oder alt, behindert oder nicht behindert.“

Vorbildlich wurde das Stadtbad Radeberg gleich während der Sanierung barrierefrei gestaltet. Der Bademeister hilft dem Behinderten mit einem Wasserlift vom Beckenrand in das Wasser zu gelangen.

Auf der Langbeinstraße hat es ein Roll-
stuhlfahrer schwer … Parkende Autos,
aber auch die nicht beschnittenen Hecken zwingen den Rollstuhlfahrer vom Fußweg auf die Straße zu fahren, womit er sich zwangsläufig selbst gefährdet.


Im Schloss Klippenstein gibt es
dagegen einen Behindertentransportstuhl zum Treppensteigen, mit welchem man über die vordere Treppe in das Museum gelangt.


Außergewöhnliche Aktion in Radeberg


In einer außergewöhnlichen Aktion hat der Verein am vergan-
genen Montag diese Thematik in Radeberg beleuchtet. Dazu konnte der Offroad Travel e.V. den Oberbürgermeister Gerhard Lemm sowie Angestellte der Stadtverwaltung gewinnen, sich einmal für ca. 2 Stunden in den Rollstuhl zu setzen und aus die-
sem Blickwinkel heraus das Rathaus, die Stadtbibliothek, das Stadtbad, Schloss Klippenstein, die öffentliche Toilette und das Bürgerhaus auf Barriere-
freiheit zu testen. Unterstützt und begleitet wird dieses Vorhaben
aber auch durch das Epilepsiezentrum Kleinwachau, Lifttechnik Elbin als auch die Firma Orthopädie und Rehatechnik Dresden, welche die Rollstühle zur Verfügung stellten.

Letztendlich – das Fazit dieser außergewöhnlichen Exkursion fiel für Radeberg positiv aus. Trotz alledem besteht weiterer Hand-
lungsbedarf an einigen Stellen, wie OB Lemm selbst realistisch
bei der Einfahrt zum Bürgerbüro feststellen musste.


Text und Fotos: Red.


Baustart
an Leppersdorfer Grundschule


Es ist ruhig geworden an der Leppersdorfer Grundschule, was aber, in Anbetracht der Som-
merferien nichts Außergewöhnliches ist. Allerdings war es mit dieser Ruhe auch schon nach relativ kurzer Zeit wieder vorbei, was nicht nur den Bürgermeister der Gemeinde Wachau, Veit Künzelmann, sondern auch das Lehrerkollegium und die Eltern der Schülerinnen und Schüler freuen dürfte. Denn seit Montag letzter Woche haben die Handwerker und Bauarbeiter auf dem Schulgelände alle Hände voll zu tun. Innerhalb eines Jahres soll hier der Erweiterungs-
bau der Leppersdorfer Grundschule entstehen und pünktlich zum Schuljahresbeginn 2013/14 fertig gestellt sein. Vorausgegangen war dem Baustart ein gewaltiger Kraftakt, welchen die Gemeinde Wachau gemeinsam mit Lehrern und Eltern zu stemmen hatte. Denn bereits in der Planungsphase hatte man sich darauf verständigt, die Grundschüler in das leer stehende Schulgebäude in Großnaundorf für die gesamte Bauzeit sozusagen auszuquartieren. „Vor allen Dingen um den Kindern den Baulärm und Stress zu ersparen und einen reibungslosen Ablauf der Arbeiten zu gewährleisten“, so Bürgermeister Veit Künzelmann.

Erweiterungsbau wird 1,5-zügig


Mit dem Erweiterungsbau er-
reicht die Gemeinde zudem ein wichtiges Ziel, die 1,5zügigkeit ihrer Grundschule in dem Wa-
chauer Ortsteil. „Damit sind wir in der Lage“, so Künzelmann weiterführend, „auch Schuljahre mit zwei ersten Klassen abzufe-
dern“. Wie wichtig diese 1,5-Zü-
gigkeit tatsächlich ist, zeigen die Zahlen. Denn bereits im Schul-
jahr 2013/14 werden allein aus Lichtenberg 27 Kinder und aus Leppersdorf 15 Kinder einge-
schult. „Die bis vor kurzem ge-
nutzten Container zu Beschulung der Kinder werden bis dato dann verschwunden sein und sich die Situation in Leppersdorf deutlich entspannen“, ist sich Bürgermeister Künzelmann si-
cher. Insgesamt werden in dem Erweiterungsbau 3 neue Klassenzimmer, ein neues Lehrer-
zimmer und zusätzlich Fachkabinette entstehen. Mit Wärme versorgt werden wird der neue Komplex mittels einer modernen Pelletheizung. „Auch wenn der Aufwand nicht gering ist und für alle Beteiligten einen großen Einschnitt bedeutet, sei es bei dem Transport der Schüler nach Großnaundorf oder bei dem Umzug, so bin ich mir sicher, dass sich diese Anstrengungen lohnen werden und wir eine tolle, neue Schule für unsere Kinder erhalten“, so Bürgermeister Künzelmann abschließend, der gleichzeitig auch einen Dank an die Eltern, Kinder und Lehrer sowie an die Gemeinderäte von Lichtenberg und Großnaundorf ausspricht, welche überall Verständnis zeigten und unterstützten.
Text und Foto: Red.


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