"die Radeberger" Heimatzeitung - Archiv



Onlineausgabe vom 23. August 2012


Ministerpräsident Tillich
unterwegs in Großerkmannsdorf


In der Großerkmannsdorfer Heimatstube treffen sich nicht nur Bürger, welche an alten ländlichen Gerätschaften, Gewerken und Techniken interessiert sind. Regelmä-
ßig treffen sich unter dem Dach in einem kleinen Gesellschaftsraum die Senioren zu ihrer gemütlichen Runde.
Am Mittwoch dem 15. August besuchte die Heimatstube Sachsen MP Stanislaw Tillich auf seiner Tour durch Großerkmannsdorf.

Dabei gab die ihm Ilse Blochwitz vom Heimatverein einen kurzen Überblick über die Exponate der schon vor 24 Jahren gegründeten Heimatstube.
Im Anschluss traf er dann die Senioren-
runde bei Kaffee und Erksdorfer Eier-
schecke von der Seniorin Schmidt. Einen Tag zuvor feierte die Seniorin Margot Henker ihren 80. Geburtstag und erhielt von allen Anwesenden ein Geburtstagsständchen und insbeson-
dere auch nachträgliche Grüße vom Ministerpräsidenten. Im Gespräch mit den Senioren betonte er auch die Förderung der Gemeinschaft – insbesondere auch im hohen Alter, was hier in Großerkmannsdorf richtig gut funktioniert. Aber die Senioren nutzten auch gleich im offenen Gespräch die Chance, wo ihnen in ihrem Dorf der Schuh drückt. Zum einen war dies ihr Bedauern über die Schließung des letzten „Emmaladen“ im Dorf, was für einige nicht mehr so rüstige Senioren ein echtes Versorgungsproblem darstellt. Mit einem zweiten Aspekt sprachen sie ihren Wunsch über den Verbleib der Polizeireiterstaffel in Großerkmanns-
dorf an. Diesbezüglich versuchte MP Tillich auch gar nicht, wie er betonte, um den heißen Brei herum zu reden. Auf kurz oder lang – also in 2, 3 oder mehr Jahren wird diese Staffel an einen anderen Standort verlegt werden.
Und genau die 1991 gegründete Polizeireiterstaffel war dann auch die nächste Station in Großerkmannsdorf, welche auf dem Reitplatz einen kurzen praktischen Überblick vom Können der Pferde und Reiter gab, bevor sich alle zu einer offenen Gesprächsrunde trafen. Natürlich stand auch hier gleich zuerst die Verlegung der Staffel nach Moritzburg zur Debatte. Mit sach-
lichen und wie MP Tillich feststellte, berechtigten Argumenten, erläuterten die Staffelmitglieder,
dass der Moritzburger Standort im Ver-
gleich mit alternativen Standorten mit er-
heblichen Problemen behaftet ist. Dabei kam auch zur Sprachen, dass seitens der übergeordneten Behörde, insbesondere vom Innenminister, bis zum heutigen Tag die Frage nach der exakten Ziel- und Auf-
gabenstellung der Reiterstaffel unbeant-
wortet geblieben ist. Und gerade hieraus ergeben sich für den Einsatzleiter pers-
pektivische Aspekte wie beispielsweise Einsatzfelder, Staffelstär-
ke, schnelle Einsatzwege usw. Immerhin, so der Einsatzleiter, zeigt die Praxis, dass wir einen Großteil der Einsatzanforderun-
gen nicht annehmen können, weil die derzeitige Staffelstärke – neben anderen Aspekten auch – viel zu gering ist.
MP Tillich betonte seinerseits, dass er einen großen Respekt vor der Arbeit der Reiterstaffel hat und von deren Einsatzwert überzeugt ist und deshalb auch die berechtigten und sachlichen Kritikpunkte an die kompetenten Entscheidungsträger herantra-
gen will.
Im Anschluss besuchte der MP die Großerkmannsdorfer Firma Vowisol.
Text und Fotos: Red.


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