"die Radeberger" Heimatzeitung - Archiv



Onlineausgabe vom 9. November 2012






Hochwasserschutz in Leppersdorf


Vorstellung und Planung des 2. Bauabschnittes



In Leppersdorf sind die Arbeiten für das Hochwasserschutzprojekt in vollem Gange. Am Montag den 29.10.2012 fand in der Turnhalle Leppersdorf die Vorstellung des 2. Bauabschnittes statt. Neben Wachaus Bürgermeister Veit Künzelmann und denn Ansprechpartnern für das Hochwasserschutzprojekt Herr Thamsen und Frau Liebschner waren auch zwei Vertreter der iKD Ingenieur Consult GmbH, die für die Planung zuständig sind, anwesend.


Fertigstellung 1. Bauabschnitt Ende November


Zu Beginn richtete Herr Künzelmann einige allgemeine Worte an die zahlreich, erschienenen Leppersdorfer. Mit den Worten „…bis Ende November wollen wir den 1. Bauabschnitt beendet haben“, machte er denn Leppersdorfern Mut, dass die Arbeiten zum Hochwasserschutz voran gehen. Schließlich soll es in Zukunft ausgeschlossen werden, dass das Wasser der Kleinen Röder über die Ufer tritt und Schäden hinterlässt. Wie im August 2002 als nach dem Hochwasser ein Schaden von 970.000 € entstand oder bei jüngsten Erlebnissen im Juli 2012. Doch erst mit dem Bau der geplanten Umgehungsstraße und dem dazugehörigen Wehr kann ein kompletter Hochwasserschutz gewährleistet werden. Im Frühjahr 2013 soll das Baurecht für die Umgehungsstraße gesichert werden. Der Gemeinde Wachau stehen für dieses Projekt rund 28 Millionen € zur Verfügung. Diese Mittel müssen aber bis 2013/2014 verplant werden, sonst können diese nicht mehr genutzt werden. Für das Hochwasserschutzprojekt entstanden im ersten Bauabschnitt Kosten von 775.000 €. Davon wurden 75% aus einem europäischen Fond vom Staat dazugegeben. Die restlichen 193.750 € musste die Gemeinde Wachau selbst berappen.


Vorstellung des Hochwasserschutzkonzeptes


Dann stellte Tom Schröter von der iKD die Planung für den 2. Bauabschnitt vor. Unter dem Titel „Umsetzung der Hochwasser-schutzkonzeption (HWSK) Kleine Röder im OT Leppersdorf 2. Bauabschnitt“ folgte eine Präsentation mit genauer Bebilderung der einzelnen Flurstücke. Als Hochwasserursache wurden die stark verbauten Gewässerabschnitte und die kleinen Brücken angegeben. Das Ziel des HWSK ist es, das Abflussvermögen der Kleinen Röder zu erhöhen. Dabei werden zuerst alle Abflusshindernisse im Gewässer beräumt zum Beispiel starker Pflanzenbewuchs, Steine, Schlamm und Geröll. Im Anschluss wird der Gewässerlauf verbreitert und die neue Böschung etwas seichter angelegt, sodass das Wasser erst einmal auf den angelegten Wiesen ausweichen kann. Für diese Maßnahmen ist es auch nötig, einige Bäume zu fällen. Dies soll bis zum 28.02.2013 passiert sein.


Was erwartet die Bürger?


Jeder Leppersdorfer, dessen Grundstück vom HWSK betroffen ist, bekam am 29.10.2012 ausführliche Unterlagen und Pläne ausgehändigt. Außerdem ist es notwendig, dass jeder betroffene Bürger in Leppersdorf eine Einverständniserklärung unterschreibt. Bei der anschließenden Fragerunde wurde schnell klar, dass sich die meisten Anliegen auf spezielle Einzelfälle beziehen. Denn durch die Verbreiterung der Böschung ist es nötig, dass an einigen Grundstücken Teile gekürzt werden müssen. Damit kein Bürger etwas einbüsst, hat die Gemeinde Wachau die betreffenden Grundstücksteile gekauft. Trotz aller Bemühungen der Gemeinde Wachau, bekommt das Hochwasserschutzkonzept nicht überall Zuspruch. Einige Bürger sind noch immer skeptisch gegenüber den geplanten Baumaßnahmen an ihren Grundstücken. Deshalb haben die Leppersdorfer jederzeit die Möglichkeit, sich mit Herrn Künzelmann, Herrn Thamsen oder Frau Liebschner in Verbindung zu setzen oder gar einen Vor-Ort-Termin zu vereinbaren um ihre Belange im Einzelfall darzulegen. Bleibt zu hoffen, dass alle betroffenen Leppersdorfer dem geplanten HWSK zustimmen, damit die Bauarbeiten zügig vorangehen. Wir sind also gespannt, wie es mit dem Hochwasserschutz in Leppersdorf weiter geht.
Text:Red., Quelle Bild: iKD Ingenieur-Consult GmbH Dresden, Übersichtslageplan Leppersdorf Hochwasserschutzkonzept



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