"die Radeberger" Heimatzeitung - Archiv



Onlineausgabe vom 29. Dezember 2012

Kleines Silvester-Lexikon




Woher kommt der Name Silvester?
Dieser Tag wurde nach einem Bischof benannt, der großen Einfluss auf die kirchliche Entwicklung hatte. Der Bischof Silvester I. starb am 31.12.335.

Die Geschichte von Silvester
Wozu feiert man den nun aber Silvester? Ganz klar: Um das alte Jahr zu verabschieden und das Neue zu begrüßen. Damit böse Geister und Dämonen dessen fernblieben, wurde schon vor dem Mittelalter mit Töpfen, Rasseln und anderen Gegenständen Lärm und Radau gemacht. Ab dem 10. Jahrhundert etwa wurden die bösen Geister dann mit Kirchenglocken, Pauken und Trompeten vertrieben. Im Laufe der Jahre kamen dann noch Peitschen knallen, Kanonen- und Gewehrschüsse dazu. Letzteres war aber nur den privilegierten Leuten gestattet. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurde damit begonnen, massentaugliches Feuerwerk herzustellen.

Bräuche am Silvesterabend
Weit bekannt ist wohl die Fischschuppe in der Geldbörse. Die soll nämlich für einen Geldsegen im neuen Jahr sorgen.

Der wohl bekannteste und beliebteste Brauch ist aber das Bleigießen. Die gegossenen Figuren werden ins Licht gehalten und der entstandene Schatten gedeutet.

Kleines Orakel
Blume: Eine neue Freundschaft entsteht
Flugzeug: Im neuen Jahr gibt es besondere Pläne
Ball: Das Glück rollt an
Jagdhorn: Spaß und Vergnügen locken im neuen Jahr
Weitere Deutungen finden Sie im Orakelheft, dass meist dem Bleigieß-Spiel beiliegt.

Schlemmereien - Geschichte und Tradition
Früher galt es als ein Symbol der Fruchtbarkeit und des Überflusses, wenn die Reste vom Silvesteressen über Nacht stehen gelassen wurden. Im Erzgebirge wurden zum Beispiel über Nacht, Brot und Salz in ein Tuch gewickelt. Damit sollten im neuen Jahr keine Hungersnöte eintreten. Heute gibt es diese Bräuche weites gehend nicht mehr.

Traditionell gibt es an Silvester Suppen mit Linsen, Erbsen, Bohnen oder Möhren. Diese sollen für Segen und Reichtum sorgen.

Ein weit verbreitetes Silvesteressen ist aber auch Fisch. Insbesondere Karpfen findet man auf den Tellern. Ob gebacken, gebraten, gekocht oder geräuchert - diese kalorienarme Variante steht ganz im Gegensatz zum üppigen Weihnachtsessen.

Für ein gemütliches Beisammensein mit Familie und Freunden sorgen aber auch Raclette oder Fondue. Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Ein Fondue eignet sich auch gut als Nachtisch, wenn man es als Schokoladen-Fondue umfunktioniert und mit allerlei Obstsorten genießt.

Aus dem Böhmischen kommt der Brauch, an Silvester Kartoffelsalat zu essen. Dazu gibt es Karpfen, Schnitzel oder Wiener Würstchen. Dieser Brauch hat aber keine symbolische Bedeutung. Man hat also eine große Auswahl an Silvestermenüs. Einzige Ausnahme ist aber Geflügel. Denn das sollte man an Silvester nicht essen, denn mit dem Federvieh fliegt das Glück davon.

Die üblichen Getränke
Was wird getrunken? Natürlich in erster Linie Champagner oder Sekt. Bowle liegt an Silvester auch hoch im Kurs, vor allem die beliebte Feuerzangenbowle. Gegen die Kälte hilft aber auch der gute alte Glühwein. Immer beliebter werden bunten Cocktails.

Glückssymbole für das neue Jahr

Glücksschwein:Das Schwein steht für üppiges Essen und eine gute Versorgung

Schornsteinfeger:Er befreit im Haus den Weg nach oben in den Himmel

Hufeisen:Pferde waren früher wertvolle Nutztiere. Das Hufeisen galt als Schutz
für Haus und Hof. Wer eines fand, dem war das Glück hold.

Fliegenpilz:Hier ist die Bedeutung etwas fraglich. Eventuell kommt die Deutung daher, weil den Germanen der giftige Pilz heilig war.

Glückscent:Die Römer opferten ihren Göttern früher Münzen. Das sollte Glück bringen.

Marienkäfer:Er hat den Namen von der Gottesmutter Maria. Wer einem Marien-käfer etwas antut oder ihn gar tötet, dem droht Unheil.

Kleeblatt:Hier liegt die Symbolik auf dem vierten Blatt. Es gilt allgemein als Glückssymbol.

Wünsche für das Neue Jahr und Bräuche aus aller Welt
Italien - „Felice anno nuovo!“
In Italien soll an Silvester das Tragen von roter Unterwäsche Glück im Neuen Jahr bringen.

Frankreich - „Bonne annee!“
Ein ruhiges Silvester feiern die Franzosen. Im Kreise der Familie wird gemütlich gegessen.

Spanien - „Feliz Ano Nuevo!“
Weintrauben gelten in Spanien als Glückssymbol. Um Mitternacht wird bei jedem Glockenschlag eine von zwölf Weintraube gegessen.

Griechenland - „Kali Chronia!“
Glücksspiel und Zocken gehört bei den Griechen zum Silvesterspektakel. Bis in die frühen Morgenstunden wird dieser Brauch zelebriert.

Argentinien - „Feliz Ano Nuevo!“
Die Argentinier feiern rauschende Partys bei sommerlichen Temperaturen.

Russland - „ß nowym godam!”
Im kalten Russland ist das Neujahrsfest eng mit dem Weihnachtsfest verknüpft und gilt als Hauptfest des Jahres. Oft wird zehn Tage lang gefeiert.

China - „xinnian hâo!“
Feuerwerk gibt es beim chinesischen Silvester nicht. Im Kreise der Familie wird das neue Jahr gefeiert. Das Datum des Silvesterabends richtet sich nach dem Mondkalender. Silvester wird an einem Neumond zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar gefeiert. Der nächste Neujahrstag ist der 10. Februar 2013.

Großes Finale - Das Feuerwerk
Die meisten Leute geben für diesen Silvesterspaß eine Menge Geld aus. Daran erfreut sich ein ganzer Wirtschaftszweig. Dabei sollte man bedenken, dass man das Geld auch an wohltätige Zwecke Spenden kann.
Beim Abfeuern der Raketen und Böller sollte man die Gefahren bedenken. Prüfen Sie den Feuerwerkskörper vor dem zünden. Halten Sie genügend Abstand zu brennbaren Gegenständen und umstehende Personen. Außerdem sollten Sie das Feuerwerk niemals aus der Hand abschießen.
Auch Ihre Haustiere sollten Sie schützen. Denn die meisten Tiere haben ein sensibleres Gehör als wir Menschen. Das verursacht vielfach panische Angst bei den Tieren. Nehmen Sie Ihre Haustiere also nicht mit raus, sondern bringen Sie sie in ruhigen Räumlichkeiten unter. In schlimmen Fällen helfen auch Beruhigungsmedikamente vom Tierarzt.



Die erste Ausgabe im Neuen Jahr erscheint am 11. Januar 2013.
Das Team der Radeberger Heimatzeitung wünscht Ihnen und Ihrer Familie einen guten Rutsch ins neue Jahr 2013!





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