"die Radeberger" Heimatzeitung - Archiv



Onlineausgabe vom 25. Januar 2013

Grundschulstandort Ullersdorf
bleibt bestehen



Auf Grund der am Donnerstag den 17.01.2013 durchgeführten mündlichen Verhandlung im Streit der Ortschaft Ullersdorf gegen die Stadt Radeberg um den Erhalt der Grundschule in Ullersdorf hat das Verwaltungsgericht Dresden ein Urteil gefällt. „Es wird festgestellt, dass die Entscheidung der Beklagten vom 29.6.2011, den Grundschulstandort Ullersdorf ab dem Schuljahr 2013/14 in das Schulgebäude nach Gro߬erkmannsdorf zu verlegen, die Rechte der Klägerin aus § 18 Abs. 1 der Vereinbarung vom 6.3.1998 über die Eingliederung der Gemeinden Großerkmannsdorf und Ullersdorf in die Stadt Radeberg verletzt.“ Weiterhin erläuterte das Gericht: „Es wird festgestellt, dass die Beklagte gegenüber der Klägerin aus § 18 Abs. 1 der Vereinbarung vom 6.3.1998 über die Eingliederung der Gemeinden Großerkmanns¬dorf und Ullersdorf in die Stadt Radeberg verpflichtet ist, rechtzeitig das Erforderliche zu tun, damit auch nach Auslaufen der derzeitigen Ausnahmegenehmigung der Sächsischen Bildungsagentur für eine Beschulung von Grundschülern in Großerkmanns¬dorf die Grundschule in Ullersdorf mit den Einzugsbereichen Ullersdorf und Großerkmannsdorf erhalten bleibt.“ Eine Berufung an das Sächsische Oberverwaltungsgericht in Bautzen hat das Gericht nicht zugelassen, wogegen allerdings die Stadt Radeberg als Beklagte Beschwerde einlegen kann.
Die Entscheidung, vorausgesetzt sie wird endgültig bedeutet zweierlei, wie Streitvertreter Dr. Jürgen Rühmann erläuterte:
Zum einen ist damit der Verlegungsbeschluss des Radeberger Stadtrates vom Juni 2011 vom Tisch. Die Schule hat damit weiterhin ihren Sitz allein in Ullerdorf und die von der Sächsischen Bildungsagentur noch bis Sommer 2015 gewährte Ausnahmeerlaubnis, einzelne Klassen (mit Großerkmannsdorfer Schülern) im Gebäude der geschlossenen Mittelschul-Außenstelle in Großerkmannsdorf zu unterrichten, kann weiterhin voll ausgenutzt werden.
Zum anderen steht damit fest, dass der Schulstandort auch über den Sommer 2015 hinaus unbefristet – und dann ohne Außenstelle – allein in Ullersdorf zu erhalten ist. Ab diesem Zeitpunkt werden in den Klassenstufen 1 bis 4 insgesamt nur noch fünf Klassen zu bilden sein, womit das Raumangebot in Ullersdorf wieder für alle Grundschüler aus Ullersdorf und Gro߬erkmannsdorf ausreichen wird. Vor allem aber muss die Stadt, wie das Gericht ausdrücklich hervorgehoben hat, auch nach diesem Zeitpunkt – und damit natürlich erst recht auch schon zuvor – das Erforderliche tun, um die von den staatlichen Richtlinien gebotenen Verhältnisse für eine ordnungsmäße Beschulung in Ullersdorf sicherzustellen. Dazu wird auch und vor allem die dauerhafte Gewährleistung des Schulsports durch entsprechende Investitionen in den hierfür bislang genutzten Saal des Ullersdorfer Gasthofes gehören oder aber – was von der Ortschaft schon immer verlangt worden ist – ein entsprechender Ersatzbau in Ullersdorf, der den genannten Anforderungen noch besser genügen würde.
Die Vertreter der beiden Parteien, Frank-Peter Wieth - Ortsvorsteher von Ullersdorf und
Radebergs Oberbürgermeister Gerhard Lemm, äußerten sich nach der Verhandlung gegenüber Ihrer Heimatzeitung „die Radeberger“.
OB Gerhard Lemm:
„Das Verwaltungsgericht hat laut telefonischer Auskunft erstinstanzlich den Ullersdorfer Anträgen stattgegeben. Nach Vorliegen der Begründung werden wir prüfen, ob eine zweite Instanz anzurufen ist. Mir persönlich geht es vor allem darum, dass die bestmöglichen Bedingungen für die Schüler aus Ullersdorf und Großerkmannsdorf geschaffen werden können. Das ist weniger ein Rechtsproblem, als eine ganz praktische Frage.“
Frank-Peter Wieth:
„Ich bin in der glücklichen Lage mitzuteilen, dass wird auf der ganzen Linie gewonnen haben.“

Text: J. Rühmann, Red. & Foto: Red.



Neujahrsempfang in Wachau



Am 20. Januar fand im Schloss Seifersdorf der Neujahrsempfang der Gemeinde Wachau statt. Nach der Rede des Bürgermeisers Veit Künzelmann (komplett zu lesen in unserer aktuellen Ausgabe) und der Ansprache von Ministerpräsident Stanislav Tillich wurden die Ehrenämter ausgezeichnet:

Ortsteil Leppersdorf durch Ortsvorsteher Volkmar Lehmann:
   ●   Sven Schönbach - 20 Jahre aktives Mitglied der FFw Leppersdorf (vorher Jugend-FFw)
   ●   Bernd Hübler - Ehrung für großes Engagement am Ortsgeschehen

Ortsteil Lomnitz durch Ortsvorsteher Helmar Heine:
   ●   Carmen Seifert - langjähriges Engagement im Sportverein von Lomnitz
   ●   Herbert Schöne - Naturschutz und Mitarbeit am Arbeitskreis Chronik

Ortsteil Seifersdorf durch Ortsvorsteherin Kathrin Schulze:
   ●  Gerold Gersdorf - FFw Seifersdorf
   ●  Frank Schunig - Arbeit Jugendclub

Ortsteile Wachau & Feldschlösschen durch Ortsvorsteher Michael Eisold:
   ●  Renate Siebert - langjährige Arbeit an der Kasse des Freibades Wachau
   ●  Tina Scope - Engagement für den AWO Kinderhort Wachau
   ●  Mario Heller - stellv. für alle Helfer des Umzuges der Kita Wachau nach Lomnitz und zurück



Aufbau eines kommunalen Energiemanagements
in der Westlausitz



Am 14.01.2013 versammelten sich Bürgermeister und Energiebeauftragte der Westlausitz in der Feuerwehr in Pulsnitz, um gemeinsam mit dem Projektteam vom Planungsbüro Schubert sowie der Sächsischen Energieagentur (SAENA GmbH) beim Jahresauftakt die für 2013 im Rahmen des sächsischen Pilotprojektes "Aufbau eines kommunalen Energiemanagements" anstehenden Aufgaben abzustimmen.
Als wichtigste Aufgaben für das Jahr 2013 sieht das Projektteam die weitere, kontinuierliche Erfassung von Gebäude-, Anlagen- und Verbrauchsdaten sowie die Umsetzung erster Optimierungsmaßnahmen an Heizungsanlagen. Damit können nach der Heizperiode 2013/2014 erste Auswertungen vorgenommen werden. Weiterhin ist geplant, mit der Erfassung, der Überprüfung und Optimierung bestehender Wartungs- und Versorgungsverträge zu beginnen. Und auch eine Bürgerveranstaltung steht für 2013 auf dem Programm. Herr Graff, Bürgermeister von Pulsnitz, und Herr Riffel, Energiebeauftragter in Großröhrsdorf, gaben eine persönliche Einschätzung zum Projekt. Einig waren sich beide darin, dass der Aufwand zur Umsetzung des Projektes stark unterschätzt wurde, es jedoch durchaus wichtig und lohnenswert sein wird, das Energiemanagement in den Kommunen weiter Schritt für Schritt aufzubauen. Auch Herr Wagner von der SAENA ließ die Zeit seit dem Start des sächsischen Pilotprojektes noch einmal Revue passieren und bedankte sich sowohl bei den Kommunen als auch beim Projektmanagement-Team für das bisherige Engagement. In der abschließenden Diskussionsrunde tauschten die Anwesenden ihre Erfahrungen mit dem Projekt aus und konnten noch bestehende Fragen an das Projektteam des Planungsbüros Schubert und die SAENA stellen. Text & Foto: Energiemanagement Westlausitz









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