"die Radeberger" Heimatzeitung - Archiv



Onlineausgabe vom 19. April 2013


Verteiler gesucht!





Für unsere Gebiete Ullersdorf (alter Ortsteil) und Langebrück (nördlich der Bahnlinie) suchen wir weiterhin Verteiler die unsere Zeitung austragen möchten. Des Weiteren suchen wir zu jeder Zeit Ersatzverteiler. Auch für unser Gebiet in Wachau und Leppersdorf suchen wir weiterhin fleißige Helfer. Dieser Job ist besonders geeignet für rüstige Rentner oder Schüler, denen Bewegung an der frischen Luft Spass macht.
Bei Interesse melden Sie sich bitte unter Tel. 03528/44 23 01



Ministerpräsident Tillich
überreicht Fördermittel für
Wachauer Grundschule


Ministerpräsident Tillich, Bürgermeister Künzelmann & Direktorin Sabine Fleischer

„Weil heute dein Geburtstag ist…“
…sangen die Kinder der dritten und vierten Klasse in der Grundschule Wachau am Mittwoch der letzten Woche. Denn der Ministerpräsident überbrachte den Kindern nicht nur eine Menge Geld, sondern hatte an diesem besonderen Tag Geburtstag. Die Übergabe der Fördergelder sollte ursprünglich schon 2 Tage früher, nämlich am Montag stattfinden. Auf Grund einer Auslandsreise hatte Herr Tillich diesen Termin nicht wahrnehmen können und so „…fielen die beiden freudigen Ereignisse auf diesen Tag“ erklärte der Ministerpräsident von Sachsen.
Wachaus Bürgermeister Veit Künzelmann überreichte, anlässlich des Geburtstages, gleich noch einen Blumenstrauß. Sabine Fleischer, die Direktorin der Wachauer Mittelschule, gratulierte ebenfalls zum Geburtstag und schenkte Herrn Tillich im Namen der Schule ein hübsches Blumenkörbchen.


„Man muss aufeinander zugehen!“
Das sangen nicht nur die Kinder in ihrem kunterbunten Programm, das sagte Herr Tillich auch in seiner Ansprache. „Dem Freistaat Sachsen sind seine jüngsten Bürger sehr wichtig. Der Weg der Kinder zum Erwachsen werden, muss von den Verantwortlichen unterstützt werden. Und so wird auch der Umbau der Wachauer Grundschule zur Integrativschule unterstützt“ erklärte er. „ Die Bedingungen einer Schule müssen dem entsprechen, was den Schulstandort auch in der Zukunft attraktiv macht“, stellte Herr Tillich klar. Schon seit 1990 hat der Freistaat Sachsen, auf kommunaler Ebene, für rund 2,5 Milliarden Euro kontinuierlich in Kitas und Schulen investiert. „Es ist eine große Freude heute in Wachau zu sein. Wir überlegen immer, was besser zu machen ist und stellen uns die Frage: Was können wir tun, damit sich die Kinder wohl fühlen.“ Dann war es so weit. Der Ministerpräsident überreichte Herrn Künzelmann und Frau Fleischer die Fördergelder in Form eines großen Schecks.


„Wir sind stolz und danken dem Ministerpräsidenten für die Förderung.“
Nun kann der Umbau richtig beginnen. Bürgermeister Veit Künzelmann erklärte gleich noch, was alles entstehen soll. Begonnen hat bereits der Umbau im Dachgeschoss. Hier sollen wieder zwei schöne Klassenräume entstehen. Dazu ist ein zweiter Rettungsweg notwendig, der in Form einer Außentreppe gewährleistet werden wird. Auch das Dach des Altbaus soll erneuert werden. Außerdem bekommt der Altbau einen Fahrstuhl. „Ziel ist es, die Schule barrierefrei zu machen. Als integrative Schule, können wir dann auch Schüler mit einer Behinderung aufnehmen, die sich dann frei im Schulhaus bewegen können“, erklärt Bürgermeister Künzelmann. Des Weiteren wir ein Behinderten-WC eingerichtet und einige Rampen für Rollstuhlfahrer. Wichtig ist auch die energetische Sanierung. Mit einigen Wärmeschutzmaßnahmen sollen die Energiekosten an der Wachauer Grundschule gesenkt werden. So sollen die letzten alten Fenster ausgetauscht werden und die Fassade wird wärmegedämmt. Insgesamt kostet der Umbau um die 620.000 Euro. Der Freistaat Sachsen fördert das Projekt mit rund 261.000 Euro, den Rest stellt die Gemeinde zur Verfügung. „Als Integrativschule hat Wachau nach dem Umbau ein wichtiges Aushängeschild. Auch Schüler aus der näheren Umgebung, können hier so unterrichtet werden“, freut sich der Bürgermeister. „Die Eltern und vor allem die Integrativkinder, werden so auch besser in das Dorfleben integriert und finden besser Anschluss. Auch die Lehrer sind bereits für diese Kinder geschult worden. Denn bereits jetzt geht in Integrativkind auf die Wachauer Grundschule“.


„Wer hat den viele Einsen?“
Nach dem offiziellen Teil in der Turnhalle der Grundschule, machten Ministerpräsident Tillich und Bürgermeister Künzelmann noch einen Rundgang durch die Schule. So kam es auch, dass Herr Tillich plötzlich wie ein Lehrer vor einer der Klassen stand und gleich mal nach den Zensuren der Kinder fragte. Interessiert erkundigte sich der Ministerpräsident auch nach den Büchern die die Kinder gerade lesen. Auch im Dachgeschoss wurde ein Blick auf die bereits laufenden Bauarbeiten geworfen. Sogar in das Lehrerzimmer durfte geschaut werden. Nach dem Rundgang ging es in den Hauswirtschaftsraum der Schule. Bei Kaffee und einem kleinem Snack, klang der Besuch gemütlich aus. In den Sommerferien soll das Bauvorhaben dann richtig starten, erzählte der Radeberger Architekt Herr Lunze. Wann die Umbauarbeiten abgeschlossen sein werden, steht noch nicht genau fest. Sicher ist, der Schulbetrieb wird weiter laufen.
Text & Foto: Red.




„Was ist denn das da am Gerüst?“


Kurioser Richtbaum am Neubau der Ludwig Richter Schule


Vielleicht hat der ein oder andere es auch schon entdeckt. Am Neubau der Ludwig Richter Schule ist seit geraumer Zeit ein Besen mit angebundenen, leeren Flaschen zu sehen.

Wir haben mal bei Direktor Gerd Thomas nachgefragt:
Er erklärte uns, dass auch die Schüler bereits verwundert nach diesem Objekt gefragt haben. Eine Lehrerin der Lotzdorfer Mittelschule, konnte diesen Brauch aufklären. „Das ist eine alte Tradition bei den Bauleuten. Ein Besen mit leeren Flaschen wird anstelle eines Richtbaumes am Neubau angebracht, wenn es kein offizielles Richtfest gibt“, erklärte sie. Doch warum gibt es denn kein Richtfest? Diese Frage konnte wiederum Gerd Thomas beantworten. „Zur Eröffnung des Neubaus wird es ein großes Fest, mit Programm und allem Drum und Dran geben, deshalb wurde das Richtfest wohl einfach übersprungen“. Durch den langen Winter kamen einige Arbeiten in Verzug. Vor allem das Dach konnte lange Zeit nicht fertig gestellt werden, obwohl die Bauleute sogar bei Eis und Schnee fleißig gearbeitet haben. Nun geht es aber richtig los. Die Dachversiegelung ist gerade in vollem Gange und auch der Einbau der Fenster und der Innenausbau sollen demnächst beginnen. „Voraussichtlich nach den Herbstferien, soll der Neubau eingeweiht werden“, erzählt der Schuldirektor. Eins ist in jedem Fall sicher: Auch ohne Richtfest freuen sich die Lehrer und Schüler auf den Erweiterungsbau und das damit verbundene größere Platzangebot für Unterricht und Ganztagsangebote.
Text & Foto: Red.




Let yourself be surprised!


Schüler-Delegation der Länder trifft sich
zum Comeniusprojekt im Rathaus


Übersetzt heißt der Satz „Lasst euch überraschen“. Mit diesen Worten in der Brückensprache Englisch, eröffnete Marion Hobohm, die Direktorin der Pestalozzischule Radeberg, den Empfang im Radeberger Rathaus. Denn am Dienstag den 09. April, trafen sich die Delegationen des europäischen Comeniusprojektes, zur Eröffnung der Austauschwoche in Radeberg, die vom-08.-13.04.2013 stattfand. Nach der Begrüßung von Frau Hobohm, stellten sich die Delegationen der Teilnehmerländer ebenfalls kurz vor.
In der Regel waren ein bis zwei Lehrer und zwei bis vier Schüler aus den Ländern Belgien, Rumänien, Polen, Italien, Türkei und Spanien angereist. „We are very happy to be a german partner - Wir sind froh einen deutschen Partner zu haben“ erzählte die polnische Direktorin bei ihrer Ansprache und eine rumänische Lehrerin erklärte: „It´s a great memory - es ist eine großartige Erinnerung“, in Bezug auf das letzte Treffen in Polen. Der Lehrer aus der Türkei, hatte neben dem Direktor seiner Schule sogar noch seine Frau mitgebracht und beschrieb begeistert mit „Many smiling faces - Vielen lächelnden Gesichter“ seine Eindrücke von dem europäischen Schulprojekt. Nach den Eindrücken der anderen Länder, von der spannenden Reise nach Deutschland, war nun Deutschland mit der Pestalozzischule Radeberg an der Reihe. Zwei Schüler der 10. Klasse erklärten auf englisch und in den historischen Gewändern von August dem Starken und Gräfin Cosel, die wichtigsten Dinge der deutschen Kultur. Das Vorstellen der Gastgeber- und Bierstadt Radeberg übernahm danach, der „Headmaster - Oberbürgermeister“ Gerhard Lemm. Um Deutschland auch musikalisch vorzustellen, spielte eine Schülerin auf dem Akkordeon. Nach dem offiziellen Programm, gab es gegen Mittag noch einen kleinen Snack.


Das Comenius-Schulpartnerschaftsprojekt
Take nothing but photos, leave nothing but foot prints, kill nothing but time! Nimm nichts außer Fotos, hinterlasse nichts außer Fußspuren, tote nichts außer Zeit! So lautet der Leitspruch des Projekts, dass Schulen aus Bulgarien, Spanien, Polen, Italien, Deutschland, der Türkei und Rumänien miteinander verbindet. Zu Beginn des Projekts bestand die Kooperation aus den damaligen 15 Mitgliedsstaaten der EU sowie Norwegen, Island und Liechtenstein. Im Jahr 2007 wurde das Programm „Lebenslang Lernen“ im Comeniusprojekt integriert. Heute sind alle 27 Mitgliedsstaaten vertreten. Außerdem kommen noch die Beitrittskandidaten Kroatien und Türkei hinzu. Die Ziele des Projekts sind der Kontakt zwischen den Schulen innerhalb der EU, eine fächer- und länderübergreifende Projektarbeit, die praxisorientierte Anwendung von Fremdsprachen sowie die Förderung des Schüler- und Lehreraustausches in Europa. Finanziert wird die Zusammenarbeit durch die Unterstützung der Europäischen Kooperation. Ein erstes Meeting fand, vom 12.-15.11.2012, in Lgota Górna im deutschen Nachbarland Polen statt. Zu den Projektarbeiten im laufenden Schuljahr gehören unter anderem das Erstellen eines Filmes über die Partnerschulen, Recherche zur Reiseverbindung bezüglich der Treffen, Präsentationen über das Comeniusprojekt, Workshops, Experimente und Wettbewerbe. Es wird sich vermehrt mit dem Umweltschutz in den einzelnen Ländern beschäftigt und dabei hat jedes Land seine ganz eigenen Laster. Für die Schüler und Lehrer des Comeniusprojektes war es sicher eine aufregende und spannende Woche.
Text & Fotos: Red.




Legenden aus Radeberg


einst bekannt und berühmt, heute fast vergessen



Unter diesem Leitsatz wird in der nächsten Ausgabe der auch in diesem Jahr wieder erscheinenden „Radeberger Blätter zur Stadtgeschichte“ eine neue Serie beginnen, die sich mit Radeberger Persönlichkeiten beschäftigen wird, die in der Erinnerung und Wahrnehmung der Bevölkerung das unverdiente Schicksal erfahren haben, durch das „Sieb der Geschichte“ gefallen zu sein. Unsere Redaktion sprach dazu mit Herrn Dipl.-Ing. Klaus Schönfuß als Mitarbeiter der AG Stadtgeschichte und Autor dieser von ihm initiierten neuen Serie, zu der er im Moment den ersten Beitrag erarbeitet.
Redaktion: Herr Schönfuß, mit diesem Thema greifen Sie mit Sicherheit eine Problematik auf, die sehr interessant ist. Was war der Auslöser für dieses Vorhaben und an wen haben Sie dabei gedacht?
K. Schönfuß: Es gibt eine ganze Reihe von Persönlichkeiten in Radeberg, die das Schicksal des biblischen Sprichwortes „Der Prophet gilt nichts im eigenen Land“ erfahren mussten, ihre Leistungen werden in der Fremde mehr geschätzt als in der Heimat. Ich denke dabei besonders an den Präparator, Trapper, Jäger und Schriftsteller Max Hinsche (1896-1939) und an den Entomologen, Entdecker und Wissenschaftler Werner Heinz Muche (1911-1987). Beide erfahren noch heute, nicht nur in der Fachwelt, auf Grund ihres wissenschaftlichen Vermächtnisses und ihrer Leistungen höchste Anerkennung. Aber das gilt auch für den Komponisten und Musiker Johannes Gelbke, den Schauspieler und Literaten Johannes Conrad oder den emeritierten Bischof der Diözese Dresden-Meißen Joachim Reinelt, um vorab nur einige zu nennen. Sie alle haben sich um das Rufbild unserer Stadt verdient gemacht und sollten unsere Aufmerksamkeit und Anerkennung verdienen.
Redaktion: Mit wem werden sie sich im ersten Artikel dieser neuen Rubrik beschäftigen?

K. Schönfuß: Der erste Artikel wird sich mit dem legendären und spannenden Leben des Max Hinsche auseinandersetzen, der sich mit seinen Erlebnissen als Trapper und Jäger in Kanada, die er in seinen Büchern „Kanada wirklich erlebt“ wahrheitsgetreu schilderte, verewigte. Mit diesen Schilderungen hat er ganze Generationen von Lesern geprägt, und es gibt heute noch Hinsche-Fans, die auf seinen Spuren Kanada erkunden, wie mir seine Tochter mitteilte. Ich werde natürlich nicht das Buch wiedergeben, das kann oder „muss“ jeder selbst gelesen haben, sondern mir geht es um die Person des Max Hinsche, der in seiner Heimat gern als „Wilderer“ abgetan wird, in Wirklichkeit aber wissenschaftlich nachweisbar Großes geleistet hat und heute noch einen hochgeachteten Stellenwert in wissenschaftlichen Vorträgen, Beiträgen und persönlichen Berichten der Professoren der Universität Calgary sowie den Museen in Alberta und Whitehorse einnimmt. Seine wahrheitsgetreuen Naturbeschreibungen werden von Kanadas Experten als „einzigmalig“ eingeschätzt. Aber auch das Tierkundemuseum Dresden, für das er auf seinen Expeditionen im Norden Albertas und im damals noch völlig unerforschten Yukon-Gebiet in den neun Jahren seines Kanada-Alleinganges gezielt ausgesuchte Präparate sammelte, bescheinigen ihm, dass er ein ausgezeichneter Präparator war. Das Tierkundemuseum ist noch heute im Besitz von ca. 130 Exponaten von Säugetieren und Vögeln aus der Hand von Max Hinsche, darunter solch gewaltige Exemplare wie Grizzlys, Kodiak- und Schwarzbären, Elche, Karibus u.v. mehr. Sicherlich wissen auch die wenigsten, dass er 1936 auf der Berliner „Grünen Woche“ für das Exponat eines Elches sogar mit einer Goldmedaille ausgezeichnet wurde. Aber zu all dem mehr in meinem Artikel, dem ich natürlich noch nicht vorgreifen möchte.
Redaktion: Wir sehen diesem mit Spannung entgegen und wünschen für die weitere Arbeit und Recherche viel Erfolg.
Text & Foto: Red.




Ein Drucker für den guten Zweck



Am 09.04. trafen sich, zu früher Morgenstunde auf der Mühlstraße in Radeberg, Dr. Freitag-Stechl Geschäftsführender Gesellschafter der CUP – Laboratorien, Hans Krauß Geschäftsführer „ Der Büroausstatter“ und Dr. Dieter Walter vom Arbeitskreis Schule & Wirtschaft des Lionsclub Radeberg. Grund dieser Zusammenkunft war die Übergabe eines regenerierten Druckers an den Arbeitskreis Schule & Wirtschaft.

Die CUP – Laboratorien sahen die Notwendigkeit, auf Grund der ständig steigenden Anforderungen von Kundenseite, ihre Datenverarbeitungs-Landschaft aufzurüsten. Dabei wurde auch neue Drucktechnik installiert. Nur die bisherige Technik sollte noch nicht recycelt werden. So wurde bei „Der Büroausstatter“ der Drucker neu aufgebaut, durch leistungsfähige Baugruppen ergänzt und für eine weitere Nutzung zur Verfügung gestellt. Dieter Walter nahm das Angebot gern an und wird in den nächsten Tagen mit den Schulen besprechen, wo der dringendste Bedarf besteht. Die Anwesenden waren sich im anschließenden Gespräch einig, dieses Modell hat Zukunft und so wäre es sicher im Sinne der Modernisierung der DV - Landschaft an den Schulen unserer Stadt, wenn weitere Unternehmen dem Beispiel der CUP – Laboratorien folgen könnten.
Text & Foto: Arbeitskreis Schule & Wirtschaft




25 Jahre Heimatstube Großerkmannsdorf


Die erste Heimatstube



Die Prämierung der geschaffenen „Dorfmodelle“ hatte sich im Dorf herumgesprochen, und so konnte die Suche nach geeigneten Räumen für deren Ausstellung durch Frau Blochwitz und ihre Schülergruppe intensiviert werden. Bei Familie Hardi Großmann fand die Aktion offene Ohren, denn sie bot zwei nicht mehr als Wohnraum geeignete Zimmer zur Nutzung an. Das Projekt konnte nun Formen annehmen, aber zuvor war dessen Vorstellung beim Rat der Gemeinde durch die Schüler notwendig.
Die Gemeinde stimmte der Schaffung einer „Heimatstube Großerkmannsdorf“ zu und übernahm die notwendigen Schritte, wodurch der offizielle Einzug und die Nutzung der Räume in der Hauptstraße 33 gesichert waren. Auch wurden Mittel aus dem Kulturfond bereitgestellt, um Material für die Renovierung der beiden Zimmer und des Eingangsbereiches zu beschaffen. Dann schafften es die Schüler und Frau Blochwitz in monatelanger ehrenamtlicher Arbeit – damals hieß es VMI („Volkswirtschaftliche Masseninitiative“) –, das Objekt wieder herzurichten, um anschließend die erste Ausstellung gestalten zu können. Am 1. Mai 1988 war es dann so weit. Neben den ausgestellten Modellen zeigten Fototafeln wichtige Ereignisse aus der Geschichte des Dorfes. Auch hatten die Schüler angefangen, historische Gegenstände aus Landwirtschaft, Schule oder täglichem Leben zu sammeln, so dass die Ausstellung dadurch mit „Leben erfüllt“ wurde. Der Besucherandrang bei der Eröffnung überstieg alle Erwartungen. Nachdem die Gründergeneration der Schüler ins Berufsleben wechselte, war es der Initiative von Frau Blochwitz und den von ihr gewonnenen Helfern zu verdanken, dass das Projekt „Heimatstube“ weitergeführt wurde. Durch Schenkungen und Leihgaben konnte der Fundus ständig erweitert werden. Bald war es notwendig, über einen neuen Standort nachzudenken, zumal sich nach der Wende die Rahmenbedingungen völlig änderten. Wie es weiterging, lesen Sie im nächsten Beitrag.
Zum Vormerken: Festveranstaltung am Samstag, dem 11. Mai auf dem Schulgelände Großerkmannsdorf

Text & Fotos: Heimatstube Großerkmannsdorf




Allergiker aufgepasst!
Jetzt geht die Pollenzeit
wieder richtig los



Nun endlich kündigt sich der Frühling mit all seiner Pracht an. Lange hat es gedauert und Pollenallergiker waren über den langen Winter sicherlich nicht böse. Wenn die Temperaturen jetzt wieder milder werden, kitzeln Haselnuss, Erle, Birke und Co. in der Nase. Im Sommer schwirren dann die Gräserpollen in der Luft und bis in den Oktober hinein sorgen die Spätblüher für schniefende Nasen, tränende und juckende Augen sowie ein Kribbeln im Rachen. Warum manche Menschen auf die Pollen reagieren und andere nicht, ist bisher noch nicht eindeutig geklärt. Im Verdacht stehen aber die Gene, Schadstoffe, psychische Einflüsse und übertriebene Hygiene. Auf einmal spielt das Immunsystem verrückt und kämpft gegen harmlosen Blütenstaub wie gegen einen Krankheitserreger an. Das hat zur Folge, dass der Körper vermehrt den Entzündungsstoff Histamin ausschüttet und mit den typischen Symptomen wie Niesen, Augentränen und jucken in Augen und Rachen reagiert. Begleitend können Müdigkeit, Bindehautentzündung und Kopfschmerzen hinzukommen.

Dadurch steigt die Leistungsfähigkeit bei Betroffenen um bis zu 30 Prozent. Damit gilt Heuschnupfen sogar als richtige Krankheit und darf nicht einfach so ignoriert werden. Die Betroffenen sollten sich am Besten beim Arzt individuell behandeln lassen. In der pollenfreien Zeit können spezielle Immuntherapien angewandt werden und für Besserung sorgen. Die Erfolgsquote bei den dieser Therapieform liegt sogar bei viel versprechenden 80 Prozent. Allein das Fernhalten vom allergenen Stoff ist keine Dauerlösung. Die Behandlung einer Allergie setzt sich in der Regel aus drei Bausteinen zusammen, die miteinander kombiniert werden: Auslöser meiden, Beschwerden lindern, Ursachen angehen. Informieren Sie sich bei Ihrem Hausarzt über die verschiedenen Therapiearten.
Text & Pollenkalender: Red.











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