"die Radeberger" Heimatzeitung - Archiv



Onlineausgabe vom 16. August 2013


Verteiler gesucht!


Für unsere Gebiete Leppersdorf, Ullersdorf, Langebrück (nördlich der Bahnlinie) suchen wir weiterhin dringend Verteiler die unsere Zeitung austragen möchten. Des Weiteren suchen wir zu jeder Zeit Ersatzverteiler. Gern können sich Vereine, Feuerwehren oder Jugendclubs bei uns die Vereinskasse aufbessern und sich die Arbeit sogar teilen. Dieser Job ist auch besonders geeignet für Rentner oder Schüler, denen Bewegung an der frischen Luft Spass macht.
Bei Interesse melden Sie sich bitte unter Tel. 03528/44 23 01




Schon wieder ist eine Katze verschwunden!

Wo ist Filli?
Suchen grau getigerte Katze mit weißer Schnauze und etwas Rot im Fell. Vermisst seit 01.08.2013 Pillnitzer Straße/Dammweg. Belohnung ist zugesichert!
Telefon: 0162/75 58 404





Wir suchen Ihr schönstes
Urlaubserlebnis!



Die Urlaubszeit hat begonnen. Doch so lange man darauf wartet, dass es los geht, desto schneller ist der Urlaub wieder vorbei. Es bleiben meist tolle Fotos und spannende Erlebnisse oder auch Kuriositäten an die man zurück denken kann. Teilen Sie diese Urlaubserinnerungen doch einfach mit uns. Wir suchen die beste Urlaubsgeschichte! Machen Sie mit und gewinnen Sie unseren Überraschungs-
preis. Schreiben Sie Ihre lustige, kuriose, romantische, bewegende oder einfach für Sie schönste Geschichte auf (Umfang: Bitte nicht mehr als eine A4 Seite in der Schriftart Times New Roman 12), legen ein passendes Foto bei und geben Sie beides (nur in digitaler Form z.B. Stick oder CD) in unserer Redaktion ab:

Die Radeberger Heimatzeitung Verlags-GmbH
Oberstraße 16a, 01454 Radeberg
oder senden Sie uns Ihren Urlaubsbericht per Email:
zeitung@die-radeberger.de


Wir freuen uns auf viele, spannende und interessante Zuschriften. Natürlich kommen die Zuschriften / Urlaubsgeschichten dann in Ihre Heimatzeitung „die Radeberger“. Somit gibt es die nächsten Wochen immer ein paar interessante Ferienberichte zu lesen. Der Einsender der besten Geschichte und des schönsten Fotos, erhält nach der Aktion einen Überraschungspreis von uns. Sollten Sie noch Fragen zu unserer Aktion haben, rufen Sie uns gern an unter: Tel. 03528 / 44 23 01
Ihr Team der Heimatzeitung „die Radeberger“




Eine neue Eisenbahnbrücke
für Radeberg



Man hat sich schon fast daran gewöhnt - die Dresdner Straße sowie die Ernst-Braune-Straße sind seit März dieses Jahres voll gesperrt. Die Umleitungsstrecke ist bereits zur Gewohnheit geworden. Doch was ist eigentlich in dieser Zeit passiert?

Bautagebuch



Montag: Die Abrissarbeiten wurden vorbereitet. Die Brücke wurde noch von Stahlkonstruktionen zusammengehalten, da ein Teilabriss bereits erfolgt ist. Die neue Brücke stand bereits auf Sockeln, Restarbeiten wurden begonnen. Viele Schaulustige, vor allem Ältere Menschen, versammeln sich bereits am Montag an den Absperrungen.
Dienstag: Schon in der Nacht von Montag zu Dienstag wurde die alte Brücke längs in zwei große Teilstücke zerlegt und abtransportiert. Die Arbeiter begonnen die Fundamente für die neue Brücke auf beiden Seiten freizulegen.
Mittwoch: Die alten Brückenmauern wurden weiter abgerissen um das Fundament freizulegen. Durch den harten Granitstein der zum Vorschein kam, mussten große Pressluftbagger ran. Mit einer Sondergenehmigung konnte, in der letzten Woche, auch nachts gearbeitet werden - sehr zum Leidwesen der Anwohner. Für gute Sicht sind große ballonartige Leuchten aufgestellt worden.

Donnerstag: Mittels Hydraulikpumpen, die sich unter der neuen Brücke befanden, wurde die neue Konstruktion um einige Zentimeter angehoben und für den Einschub vorbereitet.
Freitag: Durch den harten Granitstein in der Erde kam es zu Verzögerungen bei den Fundamentarbeiten. Nun hämmern schon drei Pressluftbagger (auf der Seite zur Ernst-Braune-Straße) um das unnachgiebige Gestein heraus zu brechen. Einige Anwohner hatten bereits eine Beschwerde gegen den Lärm eingelegt, denn dieser überschritt die Höchstgrenze des Erträglichen.

Samstag: Schienen wurden unter der neuen Brücke installiert und per Schmiermittel konnte der Betonkollos an seinen richtigen Platz geschoben werden.

Im Allgemeinen wurde uns folgendes durch die Pressestelle der Deutschen Bahn mitgeteilt: Die Sanierung der rund 100 Jahre alten Brücke ist schon seit längerem erforderlich, um auch in Zukunft den Anforderungen des Eisenbahnverkehrs gerecht zu werden. Nach dem Brückenneubau wird es sogar möglich sein, dass die Züge mit bis zu 160 km/h auf dieser Strecke fahren können. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 3,5 Millionen Euro. Der Baubereich erstreckt sich von Kilometer 86,17 bis Kilometer 86,62 und umfasst Arbeiten an den Gleisen, Kabeln und Leitungen. Der Fokus liegt natürlich auf dem Brückenneubau mit der Errichtung einer Lärmschutzwand. Schon Anfang des Jahres, im Februar, hatten Arbeiter bereits mit vorbereitenden Aktivitäten zur Baufeldfreimachung, Grünschnitt sowie Vorfertigung des neuen Brückenbauwerks in Ende Juli erfolgte die Vorfertigung des Rahmenbauwerks mit der Schalung und Betonierung der Widerlagerwände. Seit dem 05. August bis zu diesem Zeitpunkt wurde nun auch der Fußgängerdurchgang gesperrt und die Tage der alten Brücke waren gezählt. Das neue Brückenbauwerk konnte installiert werden. Zugleich tätigten die Bauarbeiter weitere Arbeiten im unmittelbaren Brückenbereich und führten die Gleisbauarbeiten durch. Dafür musste die Deutsche Bahn den Bahnverkehr unterbrechen und einen Schienenersatzverkehr einrichten. In dieser Zeit wurden somit die eigentlichen Arbeiten zum Brückenneubau verrichtet. Die beauftragte Baufirma hatte die alten Brückenteile abgerissen und die neue Brücke aus der seitlichen Vorfertigungslage eingeschoben. Bis Mitte November sollen die nachfolgenden Arbeiten noch andauern. Der Autoverkehr wird aber voraussichtlich ab Ende Oktober schon möglich sein. In den nächsten Monaten wird die Straße wieder hergestellt, Kabel zurück verlegt und die Lärmschutzwand errichtet.
Text & Fotos: Red.




Ministerpräsident Tillich
zu Besuch in Radeberg



Den ersten Besuch machte Sachsens Ministerpräsident Stanislav Tillich, am Mittwoch vergangene Woche, im Mehrgenerationenhaus Radeberg. Dort traf er den Vorsitzenden des gemeinnützigen Vereines Klaus Hempel zu einer Themenrunde. Eine Wahlkreistour war der Grund für die Besuche des Ministerpräsidenten in Radeberg. Im Laufe des Tages schaute er noch bei den Firmen ALPHA PLAN GmbH auf der Juri-Gagarin-Straße und FSD Fahrzeugsystemdaten GmbH sowie Medos GmbH im Gewerbegebiet Pillnitzer Straße vorbei. Bei der Besichtigung des Unternehmens ALPHA PLAN haben wir Herrn Tillich begleitet.

Bereits 2010 hatte der Ministerpräsident die Gelegenheit die Firma in Radeberg zu besuchen. Gegen 11:35 Uhr ging es los. Die Delegation bestehend aus dem Ministerpräsidenten, seiner Sekretärin und seines Referenten sowie Ullersdorfs Ortsvorsteher Frank Peter Wieth betrat den Besprechungsraum des modernen Firmengebäudes. Gut gelaunt wurde im Vorfeld geplaudert, bevor der Geschäftsführer von ALPHA PLAN, Dr. Michael Juchem, die Firma kurz vorstellte.
Danach hatte Vertriebsleiter Marco Jürgel die Gelegenheit die Geschäftsfelder zu erläutern. Im Moment beschäftigt das Unternehmen in der Radeberger Südvorstadt 81 Mitarbeiter. Darunter sind 7 Azubis und 2 Studenten. ALPHA PLAN stellt Produktionsanlagen für die Herstellung von Dialysatoren her, die Palette reicht vom Maschinenbau und der Technologie über die Inbetriebnahme vor Ort sowie das Training der Mitarbeiter, welche die Maschine zukünftig bedienen sollen. Im Aftersale-Geschäft (frei übersetzt nach dem Verkauf) betreuen nicht nur die Servicetechniker der Firma die Kunden, ALPHA PLAN bietet dem Kunden ebenso die Produktionsrohstoffe (Handelswaren) an. Internationale Kunden hat ALPHA PLAN zum Beispiel in den Ländern Ägypten, Türkei, China, Japan und Russland. Der jährlich weltweite Verbrauch an diesen „künstlichen Nieren“ (Dialysatoren) beträgt 220 Millionen Stück. Grund für den steigenden Bedarf ist zum einen das vermehrte Auftreten von Nierenversagen, welches sich u.a. in der immer älter werdenden Gesellschaft begründet. Zum anderen führt die bessere Behandlungszugänglichkeit zu einem Marktwachstum.

Ein lockeres Gespräch entstand über Medizintechnik am Standort Sachsen. Herr Tillich gab sogar Tipps und konnte mit einigen Erzählungen aus seiner Laufbahn in der Politik punkten. Im Anschluss berichtete Dr. Hans Nagels, verantwortlich für Entwicklung im Bereich Biotechnologie im Unternehmen, über derzeitige Entwicklungsprojekte. Im Oktober wird die ALPHA PLAN GmbH in Leipzig auf dem World Congress on Regenerative Medicine, das von dem Team um Dr. Nagels entwickelte Produkt in den Markt einführen. Ein großes Problem der Firma ALPHA PLAN, welches immer wieder zur Sprache kam, ist die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern. Vor allem Ingenieure und Techniker auf den Gebieten der Automatisierung, Systemprogrammierung und Konstruktion werden gesucht.
Hier ist der Arbeitsmarkt sehr dünn. Doch das ALPHA PLAN trotzdem qualifiziertes und gutes Personal beschäftigt, zeigte sich beim anschließenden Firmenrundgang. Zusammen mit Ministerpräsident Tillich, Frank Peter Wieth und dem Geschäftsführer Dr. Michael Juchem durften wir einen Blick in die Produktion werfen und die Mitarbeiter kennen lernen. Vor allem die Auszubildenden freuten sich über den Besuch des sächsischen Politikers und erzählten ihm stolz von ihrer Ausbildung bei ALPHA PLAN. Die Zeit verging wie im Fluge und dann war der Besuch von Herrn Tillich schon wieder beendet. Der Tag in Radeberg war für den Ministerpräsidenten jedoch noch nicht vorbei. Schließlich folgten im Anschluss noch die Besuche der Firmen FSD und Medos.
Text & Fotos: Red.




Vier Radeberger
reisen in die Gobi



Vor zwei Jahren waren wir, das heißt Ingo Engemann und Theo Walch schon einmal in der Mongolei. Mit dem Expeditionsfahrzeug „Ursinus“, ein geländegängig umgebauter Mercedes Sprinter mit Wohn- und Kochmöglichkeiten, erkundeten wir damals insbesondere die westliche und nordwestliche Mongolei. Auf Grund einer längeren Reparatur an einer Hauptfeder war es damals zeitlich nicht mehr möglich, die geplante Durchquerung der Wüste Gobi zu schaffen. Und so entstand gleich nach der Rückkehr aus der Mongolei die Idee für eine zweite Reise mit dem Hauptziel Wüste Gobi.
Theo hatte damals Gefallen an dieser Extremreise mit Spezialfahrzeug in ferne Länder gefunden und baute sich nun, im letzten Jahr, ein Expeditionsfahrzeug ebenfalls auf der Basis eines Sprinters auf. Somit stand es endgültig fest, wir können das Reiseprojekt Wüste Gobi in der Mongolei in Angriff nehmen.

Doch bevor es losgehen konnte, mussten noch die hunderttausend kleineren oder auch größeren Dinge organisiert und erledigt werden. Das fing bei der Ausrüstung des zweiten Fahrzeuges an und hörte bei der Beschaffung der nötigen Visa-Unterlagen auf. Jedenfalls haben wir noch bis zum letzten Tag vor der Abfahrt zu tun gehabt, bis alles fertig war.
Am Sonnabend letztes Wochenende, war es dann endlich soweit, morgens sieben Uhr starteten wir, das sind Marika und Ingo Engemann in ihrem Fahrzeug Ursinus sowie Theo Walch und Carl Schelle in ihrem Fahrzeug, welches noch in der Woche zuvor den Namen „Leo“ erhalten hatte.
Die diesjährige Anfahrt in die Mongolei führt uns über rund 7.500 Kilometer durch Polen, die Ukraine in die Russische Förderation, bis wir nach ca. 10 Tagen bei Taschanta die mongolische Grenze im gebirgigen Nordosten der Mongolei erreichen werden. Von hier aus geht die Fahrt dann in südöstlicher Richtung entlang des großen Altaigebirges bis zum gleichnamigen Ort Altai. Hier haben wir noch einmal die Chance Kraftstoff, Wasser und Verpflegung zu besorgen, bevor es in südlicher Richtung für die nächsten rund anderthalbtausend Kilometer, für zwei bis drei Wochen, durch die Wüste Gobi geht. Je nach verfügbarer Zeit soll es anschließend noch durch die mittlere Gobi entweder nach Ulaanbaatar gehen oder schon in die nördlichere Mongolei.
Je nach Internetmöglichkeiten werden wir von der Fahrt Zwischenberichte an die Radeberger Heimatzeitung senden und in Facebook berichten. Von den Erlebnissen der gesamten Reise wird wieder eine Diashow mit den Eindrücken und Erlebnissen entstehen, welche dann am 27. Oktober 2013 ab 17 Uhr im großen Saal des Kaiserhofes zu erleben ist.
www.ingo-engemann.de, www.facebook.com/Ursinusontour

Text & Foto: Ingo Engemann




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Countdown zum
4. Radeberger Hüttertallauf



Nur noch wenige Tage und der 4. Radeberger Hüttertallauf kann am 08.09.2013 beginnen. Die Strecke dur h das Hüttertal wurde, wie in den vergangenen Jahren, bestens durch die Mitarbeiter des Radeberger Hüttertalvereins präpariert. Die letzten Arbeiten an einer ca. 500m Wegstrecke, welche nicht passierbar waren, wurden beendet, teilte Alfons Saupe vom Hüttertalverein stolz mit. Der Durchführung des Laufes steht somit nichts mehr im Wege. Hier noch einmal die Daten zum Lauf und zur Anmeldung:
Es gibt zwei Strecken: Hauptlauf über 10 km und Teamlauf über 2 km. Die Anmeldung erfolgt über www.triathlon-service.de. Beim Teamlauf muss mindestens ein Läufer unter 14 Jahre sein, das Team startet gemeinsam und muss auch gemeinsam ins Ziel laufen.
Start für den Hauptlauf ist um 10.00 Uhr auf dem Radeberger Markt. Der Teamlauf startet unmittelbar danach. Das Ziel befindet sich im Radeberger Stadtbad. Die Startnummernausgabe erfolgt im Eingangsbereich des Stadtbades. Die Startgebühr beträgt sowohl beim Hauptlauf (je Läufer) und beim Teamlauf (je Team) € 5,00. Nachmeldungen sind am Wettkampftag im begrenzten Umfang noch möglich.

Thomas Peschel RC 1898 Radeberg e.V.c




Teil 2 unserer Serie „Freizeittipp Breakdance“:


Die Wettkämpfe der heutigen Zeit



Typisch für Breakdance-Wettkämpfe ist der Circle (Tanzkreis). Im Kreis treten einer oder mehrere Tänzer gegeneinander an. Dabei werden die Fähigkeiten unter Beweis gestellt, indem die Tänzer in abwechselnder Reihenfolge ihren Kontrahenten durch die eigene Darbietung übertrumpfen. Dabei gibt es natürlich auch Verhaltensregeln, die jeder B-Boy und jedes B-Girl kennen sollte. Dazu gehört zum Beispiel, dass der Gegner nicht absichtlich berührt werden darf, denn das führt meist zur Disqualifikation.
Bei organisierten Wettkämpfen entscheidet meist eine Jury über Sieg oder Niederlage. Diese nationalen und internationalen Wettbewerbe werden immer beliebter und gefragter. In Kombination mit anderen Hip-Hop-Elementen, wie Graffiti oder Rap, werden große Events organisiert, die jede Menge begeisterte Zuschauer anziehen. Der größte internationale Wettbewerb ist das „Boty - Battle of the year“, das nach einigen Jahren in Frankreich, in diesem Jahr wieder zurück nach Deutschland in seine Geburtsstadt Braunschweig kommt. Beim BOTY liegt der Fokus auf den Shows der einzelnen Gruppen. Da alle Teams eine Show zeigen aber nur die vier weltbesten gegeneinander antreten, ist das BOTY kein „normaler“ Breakdance-Wettbewerb. Einen Platz in den Final-Battles muss man sich schon in den Vorentscheiden sichern. Die Gewinner dieser Vorauswahl reisen dann, mit finanzieller Abgeltung der Reisekosten, zum BOTY-International.

Ein weiteres, wichtiges, internationales Battle ist das IBE (International Breakdance Event). In toller Atmosphäre tanzen die weltbesten Breakdancer, zuerst in Rotterdam, miteinander. Die Tänzer werden meist in nationale Gruppen eingeteilt. 2006 pausierte das IBE für zwei Jahre. Seit 2008 findet es im limburgischen Heerlen statt.
In Dänemark findet das internationale Battle „FloorWars“ statt. Die „FloorWars Germany“ dienen als Vorentscheid für den Wettkampf in Kopenhagen. Teilnehmen dürfen Gruppen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Event findet jedes Jahr im Zeitraum Januar/Februar statt. Die federführende Organisation ist dabei nicht am finanziellen Gewinn interessiert, das Ziel eines interkulturellen Treffens der Breaker steht hier im Vordergrund.

Eine Vielzahl von Wettbewerben ist in den vergangenen Jahren entstanden. Zu den Breakdance-Wettkämpfen zählen noch: Freestyle Session, Mighty 4, Redbull Beat Battle, Redbull BC One, B-Boy Summit, UK B-Boy Championships und World B-Boy Championships. Gerade in den USA gibt es des Öfteren große Outdoor-Events.

Text: Red., Foto: Photocredit Markus Berger




Mama Mtopanga



Das Schicksal einer kenianischen Frau, aufgezeichnet von mir,
Norbert Schütze, in unmittelbarer Nähe der Familie.
Aus meinem Tagebuch 2011.

Um den leicht abfallenden Dorfkern: Häuser „unterschiedlichster Bauweise“ (zusammengesetzt aus Holz, Beton, Blechen, Folien und anderen zusammengesuchten Materialien). Und trotz des ungeheuerlichen Mülls, der in der Mitte liegt, zieht jeden Morgen ein Maasai mit seiner Rinderherde über den Platz. Hier wächst „Grünes“ zwischen den Abwässern und organischen Abfällen. Die Herde frisst alles!
Ich bin immer früh auf. Das ist ein Anblick in der aufgehenden Sonne, in rot, orange und gelb gefärbt, bei allem was ich vor meiner „Wohnung“ sehe. Noch gibt es dazu diese leichte Brise vom Indischen Ozean, zehn Kilometer von hier. Eine Stunde bis sechs Uhr, dann ist die Wärme der Sonne Afrikas für uns Europäer schon hochsommerlich. Freundlich grüßt der hochgewachsene Maasai und bleibt, seitlich gestützt auf seinem Stock, mit überkreuzten Beinen, bei mir an der Tür stehen. Heute habe ich jedoch keine Zeit, mit ihm und der Herde von etwa dreißig Rindern zu laufen. Überall vor den „Häusern“ und „Hütten“ in Morgentoilette tätige junge Leute, mit um die Hüften geknoteten farbigen Tüchern. Ein Eimer Wasser und zuletzt das intensive Zähneputzritual. Winken und Zurufe zu mir – überall noch Musik dazu: Der Morgen in Mtopanga.
Ich habe zu ihr gesagt, dass sie zum Frühstück mit ihren Kindern, vor Schulbeginn, eingeladen ist. Ich freue mich, mit ihr dabei sprechen zu können, über das Leben im Augenblick. Millicent Adhiambo Onyango, so ihr bürgerlicher Name, ist eine schöne Frau; und mit akademischer Ausbildung auf dem Weg in eine bessere Position im beruflichen und damit auch gesellschaftlichen Leben Kenias. Deshalb lebt sie auch jetzt noch 15 km von Mombasa, der größten Hafenstadt Kenias, entfernt, obwohl sie aus dem Inneren des Landes stammt. „Mama Mtopanga“ ist mein Name von mir für sie, den sie sich gern gefallen lässt. Ungeheuerlich ist ihr Leben mit ihren zwei Kinder jetzt: Aids! Todesurteil! Verstoßen und nun gemieden. Ein Leben ohne Berührung, nicht einmal ein Handschlag von den Mitmenschen, die aber nicht unfreundlich zu ihr sind.
Sie kommt von gegenüber, an den Händen ihre zwei Kinder, diese fein rausgeputzt in Schuluniform von Weiß und Blau, zu mir zum Essen. Ich umarme sie alle, wissend, dass dies keine Ansteckungsgefahr bedeutet. Sehr bewegend immer der Moment, ihre Augen sagen alles.

Vor mir liegen noch zwei Monate hier, in von Slumsiedlungen eingekesselten ehemaligen Dorf „Mtopanga“. Eine Straße geht hindurch, besäumt mit Mülldeponien unter heißer Sonne. An dieser findet 24 Stunden „afrikanisches Leben“ statt. Parallel zu dieser „die“ Hauptstraße von Tansania bis Somalia, mit dem Abzweig zur Hauptstadt Nairobi im Dorf „Mtwapa“. Ihr Schicksal: Der Mann stirbt plötzlich. In ihrem Volk, dem Luo-Stamm, ist der „freie“ Bruder des Mannes verpflichtet, die Rolle des Verstorbenen zu übernehmen. Es gibt keine Alternative, da der Staat keinerlei gesetzliche Hilfsprogramme hat. „Jeder stirbt für sich allein“, oder es helfen eingeschriebene Gesetze der zahlreichen sehr unterschiedlichen Stämme (es gibt 47 verschiedene Stämme mit jeweils ihrer eigenen Sprache und Kultur). Was „Mama Mtopanga“ nicht wusste: der Bruder ihres Mannes hatte Aids, auch er war bereits verstorben. Diese mir noch verbleibende Zeit meines Aufenthaltes - jeden Tag um mich diese „afrikanische Droge“ von buntem, lachendem und sinnlichem Leben - wird sehr oft „unterbrochen“ durch den plötzlichen Tod eines Menschen in der Nähe fast jeden Tag, was mich auch traurig macht. Es wäre so leicht, unter der afrikanischen Sonne einfach glücklich zu sein. Millicent Adhiambo Onyango lebte noch vier Monate. Sie wusste von der ihr noch verbleibenden Zeit und bat mich, ihre Kinder nicht allein zu lassen. Das kleine Kofferradio als Geschenk von mir, macht Musik. In der Morgensonne, vor dem „Haus“ stehend, singt sie, ein Kind im Arm, zu den Melodien von Radio Mombasa.

Mit den Spenden von Familie Kirschner, Familie Eilzer, Ralf Bayer, Familie Fauck aus Seeligstadt, Jörg Philipp, meines Schwagers und meiner Schwägerin, meine Cousine Marie-Luise Mai, Familie Spata und meiner Familie, war es mir gelungen, die Kinder in einem Waisenhaus bei Nairobi unterzubringen.
Lassen wir uns alle nicht entmutigen!

Text & Fotos: Norbert Schütze, im Monat Juli 2013









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