"die Radeberger" Heimatzeitung - Archiv



Onlineausgabe vom 29. April 2010


Hat Radeberg bald eine Uni?


Planungs- und Diskussionsvorschlag
für das ehemalige Eschebachgelände


Vergangene Woche erhielt unsere Redaktion ein Entwick-
lungskonzept mit Planskizze. Es handelt sich hierbei um ein Konzept zur Wiederbelebung des „Eschebachgeländes“ sowie um das Aufzeigen von Möglichkeiten, Wirtschaft und Handel an diesem Standort zu etablieren, ohne dabei mit bereits bestehenden Radeberger Handels- und Wirtschaftsstand-
orten in Konkurrenz zu treten. Ob und wie dies zu realisieren ist, wird sicherlich noch zu klären sein. Momentan wurde uns und den Stadtratsfraktionen dieser neue Vorschlag zum Standort Eschebach für eine öffentliche Diskussion zur Verfügung gestellt.

Zu den Fakten
Geografisch betrachtet befindet sich das Gelände im Herzen von Radeberg und ist ca. 4,8 ha groß. Teilweise befinden sich auf dem Areal denkmalgeschützte Altbauten. In das Gesamt-
konzept einbezogen wurde auch das Gelände der alten Druckerei gegenüber vom Kaiserhof. Die Erschließung bzw. Zugänglichkeit des Geländes wird durch den Investor als „sehr gut“ eingestuft, da sich in unmittelbarer Nachbarschaft der Bahnhof und der Busbahnhof befinden, welche eine Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sicherstellen. Auch unter verkehrs-
technischen Aspekten ist das Gelände mit der Bahnhofstraße und der Rathenaustraße hervorragend erschlossen.

Zur Idee
Primär ist angedacht, auf ca. 60 % der Fläche einen Universitätsaußen-
standort zu etablieren, insbeson-
dere für die Fachrichtung Ernäh-
rungswissenschaften. Diese Idee ist, laut dem Investor, von der Bevölke-
rung, Stadträten und Gewerbetrei-
benden an diesen herangetragen worden. Auf ca. 40 % der Fläche soll des Weiteren eine Handels- und Dienstleistungsnutzung angesiedelt werden. Die Idee des Investors ist es, das Eschebachgelände zur Ergänzung und als Frequenzbringer für die Hauptgeschäftszone Markt und Hauptstraße umzubauen, ohne mit diesen in eine wirtschaftliche Konkurrenz zu treten.

Wie soll das funktionieren?
Hier stellt der Investor zwei Punkte vor. Zum einen die Vertriebsform. Während die Radeberger Innenstadt vor allem Läden und Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von ca. 20 m2 bis 100 m2 aufweist und zudem über wenige Stellplätze verfügt, sind auf dem Eschebachgelände Größen bis 2 000 m2 realisierbar und es ständen zudem ausreichend Parkplätze zur Verfügung. Des Weiteren sind in der Innenstadt vornehmlich Fachgeschäfte angesiedelt, welche auf Beratung und Kompetenz setzen und somit auch preislich durchaus etwas höher angesiedelt sind. Die Preisstellung der sogenannten Ankermieter auf dem Eschebachgelände soll jedoch vornehmlich auf das mittlere Preissegment zielen. Somit würden sich beide Preisbereiche gegenseitig ergänzen und sich vor allen Dingen gegenseitig frequentieren. Auch die befürchtete Konkurrenzsituation zwischen Radeberger Innenstadt und dem „Areal Eschebach“ wäre somit umgangen. Denkbar wären hier Unternehmen wie KiK, Takko, Deichmann, Pfennigpfeiffer. Ein weiterer Aspekt ist die Art und Weise, wie sich der Investor die Wiederbelebung vorstellt. So ist es nicht etwa angedacht, die Fläche mit einem Mal zu bebauen, sondern sie soll Schritt für Schritt sozusagen revitalisiert werden, um aktuelle Erkenntnisse in das weitere Geschehen einfließen zu lassen und negative Auswirkungen, vor allen Dingen für die Innenstadt, zu vermeiden. Unter der Annahme, dass dieses Nutzungskonzept funktioniert, geht der Investor davon aus, dass im Laufe der Zeit durchaus mehrere hundert Arbeitsplätze entstehen könnten, was sicherlich jeder Kommune gut tut. Auch könnte die Stadt Radeberg aus einer erfolgreichen Ansiedlung von Dienstleistung und Handel erhebliche Steuermittel generieren.
Text + Foto: Red.
Erläuterungen bzw. Zeichnung der Saller Unternehmensgruppe/Passat GmbH




Lesefieber steckt Schüler
der Grundschule Süd an


Am 23. April 2010, dem Welttag des Buches, werden sie von einer strengen Jury gekürt – die Lesekönige der Grundschule Süd. Ermittelt wurden diese in Lesewettbewerben der 12 Klassen ab März 2010. Schon hier war die Auswahl durch die Mitschüler und Eltern nicht einfach. Fast alle der 218 Schüler der Grundschule beteiligten sich mit Freude, um den anderen ihr Lieblingsbuch vorzustellen.

Auch Dominik Gerber nahm an dem Lesewettbewerb teil.
Er stellte sein Lieblingsbuch „Lily ist verschwunden“ vor.


Seit Beginn der Projektwoche flattern vor dem Schulgebäude „Bücher im Wind“. Bunt und kreativ gestaltet, mit eigenen Texten versehen, sollen sie allen Leuten zeigen, dass unsere Kinder gern und viel lesen. Dies bestätigen auch Vertreter der Stadtbibliothek, der Hortein-
richtungen, des Radeberger Gymnasiums, Frau Ott von der Schulbuchhandlung sowie Frau Sembdner von der WBG Radeberg, welche in der Fachjury mitwirkten. Auch sie haben wir also schon mit unserem Lesefieber angesteckt.
Text: Grundschule Süd; Foto: Red.



Hüttertal glänzt wieder


Bei bestem Wetter trafen sich am Sonnabend letzter Woche über 50 freiwillige Helfer im Hüttertal, um dieses in einer alljährlichen Aktion für die kommende Wandersaison von Müll und Unrat zu befreien und ihm sozusagen den Frühjahrsputz zu verpassen.
Bereits zum fünften Mal hatte der Förderverein Hüttertal e. V. gemeinsam mit dem Anglerverein Röderstadt Radeberg e. V. und der Ortsgruppe der SPD Radeberg zu dieser Aktion aufgerufen. Das diese Aktion Jahr für Jahr notwendig ist,
zeigte alleine der zusammengetragene Müll. So bargen die Angler jede Menge Treibgut, wel-
ches sich an den Wehren angesammelt hatte. xAber auch Traktor- und Auto-
reifen, ein Kindersitz und alte Plaste wurden aus der Röder gezogen. Reich-
lich zu tun hatte auch Tobias Eiben aus Radeberg. Mit einem „Moritz“ unter-
stützte er technisch die Säuberungs-
aktion im Hüttertal und sorgte für einen reibungslosen Transport des Treibgutes und des Mülls zur Sammelstelle. Dass die Geselligkeit nicht zu kurz kam, dafür sorgte der Hüttertalverein mit einem Imbiss nach der Aktion. Und so ließ sich auch Oberbürgermeister Gerhard Lemm nach getaner Arbeit ein Bier und eine Wurst schmecken.
Text und Fotos: Red.


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