"die Radeberger" Heimatzeitung - Archiv



Onlineausgabe vom 3. Dezember 2009


Von fliegenden
Weihnachts-
bäumen


Was wäre der Radeberger Markt ohne einen Weihnachtbaum? Quasi eingeflogen kam er die letzten Meter und ist natürlich wieder „eene aus der Heimat“. Cirka 40 Jahre zierte die veredelte Blaufichte den Vorgarten der Familie Kaffka auf der Lessing-Straße in Ra-
deberg, welche in diesem Jahr den Weih-
nachtsbaum spendete. Mit schwerer Technik wurde er gefällt, verladen und auf dem Markt aufgestellt. Mit seinen 2 Tonnen Ge-
wicht und seinem schönen Wuchs ist es wieder ein äußerst stattlicher Weihnachts-
baum und eine Zierde für den Radeberger Markt. Sogar der Weihnachtsmann ließ es sich nicht nehmen, zur Begrüßung des wun-
derschönen Baumes vorbeizuschauen und gemeinsam mit den Kindern vom Radeberger Kinderland das ein oder andere Weihnachts-
lied anzustimmen. Text und Foto: Red.





Vor 33 Jahren
erschien
die letzte
Ausgabe des


Erinnerungen des mittlerweile in Halle lebenden Radebergers Manfred Drobny


Beim Blättern in alten Unterlagen fiel mir auf,
dass wir am 1.12.2009 ein Jubiläum haben – die Heimatschrift „Radeberger Kulturleben“ erschien zum letzten Male am 1. Dezember 1976 – das war vor 33 Jahren.
Ich selbst habe noch mit Herrn Rudolf Limpach eng zusammengearbeitet (auch im Radeberger Heimatmuseum), eine ganze Reihe Artikel im RKL (Radeberger Kulturleben) zwischen 1969 (noch als Schüler) und 1976 veröffentlicht. Viele davon waren heimatgeschichtliche Forschungen über Mühlen, Betriebe in Radeberg, Persönlichkeiten etc.
Wenn ich zu Besuch in meiner Heimatstadt bin, lese ich sehr gern auch „die Radeberger“, die sich ja als Zeitung für die Heimat versteht und eine ganze Reihe interessanter Beiträge über Heimatgeschichte brachte. Ich denke jedenfalls, es sollte an das RKL, wie es früher kurz hieß, einmal in würdiger Form erinnert werden, war es doch (so wie ich es erlebte) immer eine große Menge an Arbeit, ohne Computer, nur mit Schreibmaschine, Durchschlagpapier usw., ein derartiges Heft zu erstellen. Ganz zu schweigen von der Arbeit des Redakteurs, der Leute in der Druckerei usw..

Im Dezember 1976 erschien im „Radeberger Kulturleben“ auf Seite 12, versteckt zwischen zwei Artikeln über die Brüder Grimm und die Bergbauversuche des Bürgermeisters Seidel, der Hinweis der Redaktion, dass aufgrund des angestiegenen Literaturangebots der DDR die Monatsschrift „Radeberger Kulturleben“ eingestellt werden würde.
Für viele Radeberger und auch Autoren des Heftes war das damals eine unerwartete Entscheidung, die offensichtlich wegen des permanenten Rohstoffmangels in der DDR getroffen wurde.
Das kleine, für uns heute, unscheinbare Heftchen, herausgegeben vom Rat der Stadt Radeberg – später in Zusammenarbeit mit dem Kulturbund (Ortsgruppe Radeberg) – war zwischen 1955 und 1976 nicht wegzudenken aus dem Kulturleben der Stadt.

Das Titelblatt des ersten Hefts vom September 1955, in rotbrauner Farbe gehalten, zeigte eine Teilansicht des Schlosses Klippenstein. Im zweiten Heft schrieb der damalige Radeberger Bürgermeister Thomas, dass „diese kleine Schrift ein ständiger Begleiter unserer Bürger werden und gleichzeitig auch unsere Heimatstadt in der näheren und weiteren Umgebung weiter in ihrem Ansehen stärken“ solle.
Finanziert durch die Stadt sowie Werbeannoncen ansässiger Firmen und Betriebe enthielt es Spielpläne der Theater und Kinos (auch der Dresdener), Hinweise auf Sportveranstaltungen, Öffnungszeiten von Gaststätten und Einrichtungen.
Neben dem obligatorischen Leitartikel bot das Heftchen für 25 Pfennige zahlreiche Vorschläge für Wanderungen in der Umgebung Radebergs, Beiträge über die Tier- und Pflanzenwelt in der Dresdner Heide oder im Hüttertal, Artikel über die Mühlen an der Röder, den Radeberger Bergbau, die Entwicklung des Postwesens und der Eisenbahn. Bedeutende Persönlichkeiten der Stadt und das Stadtbild von Radeberg ergänzten diese Vielfalt.
Autoren waren unter anderem Prof. Dr. Th. Arldt, Hanns Franke, Kurt Lämmer, Willy Döge, Waldemar Muche, Georg Banda, Fritz Treu und Rudolf Limpach – um nur einige zu nennen.

Bei vielen Lesern in den 50er und 60er Jahren sehnsüchtig erwartet: die satirische Seite unter dem Titel „Die Kanonenkugel“, in der „Lunte“ manche Missstände im Alltagsleben auf die Schippe nahm. Im Juliheft 1956 erschien die erste Satire, der 50. Kanonenschuss, immerhin im September 1960 und im Dezemberheft 1969 zum letzten Male.
Herausragend war auch der Versuch von Rudolf Limpach, damals Leiter des Radeberger Heimatmuseums im Schloss Klippenstein, die „Kleine Chronik einer alten Stadt“ über das „RKL“ vielen Einwohnern nahezubringen und dabei neueste Forschungsergebnisse mitzuteilen.
Farbig, mit einer prägnanten Fotografie oder einem historischen Druck auf der Titelseite, erfreute sich die Zeitschrift eines großen Zuspruches.
Umso weniger konnte man die Einstellung dieses Blättchens verstehen. Kritische Stimmen dazu wurden kaum in der Presse veröffentlicht und wenn, dann stark gekürzt.

Blättert man heute in den Heften, so erhält man neben einem Überblick über die wechselvolle Geschichte der Stadt Radeberg und ihrer Umgebung auch Informationen über die Tier- und Pflanzenwelt, die Geologie … und man erhält einen Einblick in das Alltagsleben der Menschen in der DDR der fünfziger, sechziger und siebziger Jahre.
Fotos: Red./ Manfred Drobny; Text: Manfred Drobny


Leserfoto-Wettbewerb


Durch die vielfältigen Möglichkeiten, welche gerade die digitale Fotografie bietet, wird wesentlich mehr fotografiert. Und bei diesen Gelegenheiten entsteht so manch ein Schnappschuss oder Traumfoto, welches es bestimmt wert ist, auch einmal allen unseren Lesern zu zeigen. Und wenn es dafür auch noch etwas zu gewinnen gibt, dann ist die Freude umso größer.
Also senden oder schicken Sie uns Ihr ausgewähltes Digitalfoto oder einen Fotoabzug in A5 (keine Tintenstrahl- oder Laserausdrucke) zu den folgenden Motivthemen
– Radeberg und Umgebung – Urlaub – Tierfoto – Pflanzenfoto – Sport
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Die Papierfotos auf der Rückseite bitte mit Name, Anschrift und Titel beschriften und bei Digitalfotos den Namen in die Datei einfügen und im Format TIF oder JPG.
Fotoeinsendungen: per Mail an: zeitung@die-radeberger.de und per Post an: die Radeberger Heimatzeitung, Oberstr. 16a, 01454 Radeberg
Gewinner des Monats
Einmal im Monat wählt dann die Redaktion der Heimatzeitung aus allen Einsendungen unter Ausschluss des Rechtsweges das schönste Foto des Monats.
Je nach Originalvorlage des Fotos erhält der Gewinner ein Poster bis zu einer maximalen Größe einer Seitenkante von 60 Zentimeter seines Fotos.
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Ihre Redaktion
Silvia Großmann aus Seifersdorf sandte uns
ein Leserfoto zum Thema Urlaub.
"Wir waren im Sommer in Uttendorf (Österreich)
auf einer Pferde-Alm von unserer Vermieterin.
Wir hatten einen herrlichen Ausblick
auf die Alpen, wie man sehen kann."




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