"die Radeberger" Heimatzeitung - Archiv



Onlineausgabe vom 10. Juni 2010


Bundesliga im Bogenschießen


Seit nunmehr 47 Jahren gibt es sie in Radeberg, die Bogenschützen. Und das durchaus sehr erfolgreich. Deutsche Meistertitel, erste Plätze, die Teilnahme in der Bundesliga sprechen da für sich. So stand zum Beispiel im Jahr 2004 ein erfolgreicher 3. Platz in der Bundesliga zu Buche.
Doch solche Erfolge stellen sich nicht zufällig oder von alleine ein. Sie setzen viele Stunden diszipliniertes Training und natürlich auch eine geeignete Trainings- und Wettkampfstätte voraus. Eine erste Stätte dieser Art fanden die Bogenschützen 1963, im Jahr ihrer Gründung, im Vorwärtsstadion an der Schillerstraße. Die damaligen Rahmenbedingun-
gen waren jedoch durchaus abenteuerlich. Denn während die Bogen-
schützen auf dem Platz waren, trainierten die Sektionen Leichtathletik und die ballspielenden Sektionen ebenfalls vor Ort. Für die Bogenschüt-
zen hieß das: Warten bis die Läufer vorbei sind und weiterschießen. Aus heutiger Sicht undenkbar. 1970 richteten die Bogenschützen dann erst-
malig die 12. DDR-Meisterschaften im Radeberger Vorwärtsstadion aus.
Eine absolute Neuerung war damals die Ergebniserfassung durch elektronische Datenverarbeitung. Drei Jahre später, 1973, erfolgte der Umzug ins Hüttertal. Den Bogenschützen wurde die bis dahin als Viehweide benutzte Wiese des ehemaligen Fußballplatzes im Hüttertal zur Verfügung gestellt. Für den naturverbundenen Bogensport der ideale Übungs- und Wettkampfplatz. Die Liste an historischen Eckdaten, Höhepunkten und erreichten Leistungen ließe sich noch weiterführen, zum Beispiel 1999 der Aufstieg in die Bundesliga oder 2005 der Neubau des Vereinsheimes.
Topaktuell hingegen ist in diesem Jahr folgender Termin. Am 12. und 13. Juni richten die Radeberger Bogenschützen, als eine Abteilung des Radeberger Sportvereins e. V., das Finale der Bundesliga im Bogenschießen aus.
10 Mannschaften aus ganz Deutschland ermitteln am Sa./So. auf dem Rasen des Radeberger Sportvereins e.V. auf der Schillerstraße ihren Sieger der Bundesliga im Bogenschießen.
Die Spielregeln sind simpel: Parallel schießen je 4 Schützen einer Mannschaft im direkten Ver-
gleich gegen 4 des gegnerischen Teams jeweils 6 Pfeile auf 70 Meter Distanz. Der Sieger des jeweiligen „Duells“ erhält einen Punkt. Bei Ringgleichheit entscheidet ein einzelner Pfeil in einem Stechen über Sieg oder Niederlage in dieser Spielansetzung. Die Mannschaft, die mehr als 8 Punkte erreicht gewinnt des Spiel mit 2 zu 0. Endet ein Siel unentschieden 8 zu 8, so erhält jede Mannschaft einen Spielpunkt.
Dabei ist nicht unbedingt entscheidend, dass nur Spitzenschützen, die konstant über 50 Ringe schießen, Punkte sammeln, sondern mit einem Quäntchen Glück gewinnt auch der Außenseiter. Entscheidend ist nur, welcher der beiden Schützen bringt in diesem 21/2 Minuten – Kraft, Kon-
zentration und Motorik auf den Punkt und ist besser als der andere.
Leider fehlte den Radebergern das oben erwähnte „Quäntchen Glück“ in der Hinrunde. Die Spiele gegen Gelsenkirchen und gegen Berlin wurden nur knapp verloren. Dirk Tuchscherer, der Topschütze der Radeberger Bogenschützen war verhindert. Er hätte der Mannschaft sicherlich viele Punkte gebracht und somit die Platzierung deutlich verbessert. Mit nur einem Sieg und einem Unentschieden sind die Schützen des RSV aktuell auf dem 9. Platz.
Das erklärte Ziel: Wir werden das Feld von hinten her aufrollen!
Text und Fotos: Red., Radeberger Bogenschützen



Die „Grüne Bank“


Eigentlich müsste man meinen, die Mitglieder des Hüttertalvereins haben in „ihrem“ Tal alle Hände voll zu tun. Und das haben sie auch. Mittlerweile ist schwere Technik im Einsatz und
wo die nicht hinkommt, arbeitet sich Dirk Hantschmann Stück für Stück mit seinen Motorsägen vorwärts. Und trotz der Verwüstung und der Unmengen an Arbeit, die der Wirbelsturm hinter-
lassen hat, haben die Mitglieder des Vereins sogar noch ein offenes Ohr für die Wünsche anderer. Jüngstes Beispiel ist besagte „Grüne Bank“. Diese stand nämlich bis vor 20 Jahren am „Langen Flügel“ bei Leppersdorf. Herr Kunath vom Dorfclub Leppersdorf kann sich noch gut an diese Bank erinnern, ist er doch einst selber noch als Schüler mit seiner Klasse zu dieser gewandert. „Eigentlich“, so erzählt er, „gingen die ersten Wandertage der Leppersdorfer Klassen immer zu dieser Bank.“ Doch irgendwann war diese verschwunden. Eine Schutzhütte steht nun stattdessen dort. Aber so richtig zufrieden waren die Mitglieder des Leppersdorfer Dorfclubs mit diesem Umstand nicht, ist doch die Bank auch ein Stück Heimatgeschichte. Und so regten sich vor ca. 1/2 Jahr erste Initiativen, die schwere Bank samt Tisch wieder aufzu-
bauen. An dieser Stelle tritt nun wieder der Hüttertalverein auf den Plan. Zum Familienfest am 1. Mai in Radeberg hatte der Verein angeboten, die Bank samt Tisch für die Lepperdorfer zu bauen. Denn zum einen verfügen sie über das nötige Werkzeug und zum anderen über das richtige Material. Am 2. Juni konnte Herr Webersinke und Herr Kunath vom Leppersdorfer Dorfclub nun die gewünschten „Möbelstücke“ im Hüttertal in Empfang nehmen und das trotz der vielen Arbeit, die im Tal noch wartet. Wann die Bank mit Tisch am Langen Flügel aufgebaut werden, war am Tag der Übergabe leider noch nicht ganz klar, da der Wirbelsturm auch hier enorme Schäden hinterlassen hat. Doch dieses Beispiel zeigt eines ganz klar: Es geht bereits wieder vorwärts, im Hüttertal wie auch am Langen Flügel.
Text und Fotos: Red.



Ein Schloss für Kinder


In den Sommerferien dreht sich auf dem Schloss Klippenstein alles um das Thema Jagd: Kurfürstin Agnes von Hessen, Gemahlin des Kurfürsten Moritz von Sachsen, bittet alle Ferienkinder zum Empfang und weiht sie in die Geheimnisse der Jagd ein. Natürlich soll es auf dem ehemaligen Jagdschloss nicht nur bei „grauer Theorie“ bleiben und so geht es im Anschluss auf einen Spieleparcours, bei welchem die kleinen Jäger ihre Schnelligkeit und Geschick-
lichkeit unter Beweis stellen können. Jagd auf Niederwild, Hirsch-, Hasen- und Vogeljagd sind nur einige der spielerischen Angebote. So liefern sich bei der Hasenjagd zum Beispiel die Kinder eine kleine Verfolgungsjagd mit Steckenpferd und Hasenmaske, bei der Vogeljagd hingegen geht es darum, den Vögeln aus einer gewissen Distanz gekonnt Weidenringe um den Hals zu werfen. Eine Zuarbeit zu diesen Spielen erfolgt, auch zur Freude der Schlossherrin Frau Altmann, vom Hüttertalverein in Radeberg. Dieser hatte sich bereit erklärt, die Böcke für den Hindernispar-
cours sowie die Gänse für die Vogeljagd zu bauen und dem Schloss zu übergeben. Momentan bekommen die Holzvögel den letzten Schliff in der kleinen Werkstatt des Hüttertalvereins, bevor sie zusammen mit den Böcken und einem lustigen Holzigel ihre Reise in das Schloss antreten werden.
Text und Foto: Red.


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