"die Radeberger" Heimatzeitung - Archiv



Onlineausgabe vom 22. Juli 2010


1. Hüttertaler 3D Turnier


Am 31.07.2010 findet es nun statt, das erste 3D-Turnier der Radeberger Bogenschützen.
Bereits letztes Jahr hatten die Sportschützen versucht, eine Veranstaltung dieser Art im Rade-
berger Hüttertal zu etablieren, leider jedoch ohne Erfolg. In diesem Jahr nun standen die Zei-
chen günstig und auch die Vorbereitungen waren bereits angelaufen, so dass einem sportli-
chen Wettstreit mit Pfeil und Bogen im Hüttertal eigentlich nichts mehr im Wege stand. Bis zum Pfingstmontag – an diesem Tag machte der Tornado den Bogenschützen einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Der Austragungsort des Turniers, der Wald im Hüttertal, wurde binnen von Minuten zerstört und war als Wettkampfstätte nicht mehr zu nutzen. „Momentan sind zwar die Hauptwege bereits beräumt“, so Herr Birk von den Bogenschützen, „den Wald selbst jedoch, welchen wir für unseren Parcours benötigen, können wir aber leider immer noch nicht nutzen.“ Es musste eine Ausweichmöglichkeit her. „Das Erfreuliche ist“, erklärt Trainer Birk weiter, „wir haben diesen Ausweichplatz tatsächlich gefunden, schnell, unkompliziert und ohne bürokratische Hürden.“
Der Revierförster vom Arnsdorfer Karswald, Herr Otte, war hier die Schlüs-
selfigur für die Bogenschützen. Dieser hatte sich für einen Termin vor Ort zur Besichtigung und Einweisung ins Revier Karswald gemeinsam mit den Bogenschüt-
zen bereit erklärt, so dass es am 31. Juli ab 10.00 Uhr in Fischbach in der Waldsiedlung nun wirklich statt-
finden kann, das 1. Hüttertaler 3D-Turnier. Dass dies eigentlich aber schon die 2. Veranstaltung dieser Art der Bogenschützen des RSV ist, das weiß Steffen Petraschke, der Abteilungsleiter, zu berichten. „Bereits vor 26 Jahren fand in Radeberg ein Wettstreit dieser Art statt. Damals unter dem Namen: Erste Feld- und Jagdmeisterschaft.“ An unterschiedlichen Sta-
tionen im Gelände wurden Papierscheiben aufgebaut und es wurde, genau wie heute, der beste Schütze ermittelt. Der grundlegende Unterschied zu dem da-
maligen Turnier ist jedoch, dass die Ziele im Gegensatz zu 1984 heute nicht mehr aus Papier-
scheiben, sondern aus lebensgroßen Tiernachbildungen aus Schaumstoff bestehen. Diese Nachbildungen werden am 31. Juli auf einen Parcours mit 28 Stationen im Karswald aufgebaut sein und es gilt für die Sport- und Bogenschützen, ihre Leistung unter Beweis zu stellen. Den besonderen Reiz, aber auch die Schwierigkeiten eines solchen Turniers weiß Rudolf Weinrich, ebenfalls Trainer bei den Bogenschützen, zu erklären: „Auf einer Bogenschussanlage beste-
hen immer die gleichen Verhältnisse. Die Schützen stehen zu ebener Erde, die Entfernung ist bekannt und auch die Lichtverhältnisse sind relativ stabil. Anders sieht es dagegen im Gelände aus. Es gibt Steilschüsse nach oben und nach unten, die Entfernung ist nur zu schätzen und auch das Licht wechselt ständig mit Schatten.“ An einem Beispiel erklärt, stellt sich eine Gelän-
desituation wie folgt dar: In 35 m Entfernung (dem Schützen nicht bekannt) wird im Unterholz eine grau-braune Wildschweinattrappe platziert. Die markierte Zielfläche ist nicht größer als 15 Zentimeter. Wenn nun noch das Licht von vorn kommt, dann muss der Schütze hochkonzen-
triert zielen. Bei 28 Stationen mit jeweils drei Pfeilen kann dies durchaus Stress bedeuten. Wer nach dieser Erklärung den Eindruck hat, hier rennt am letzten Samstag im Juli eine wilde Horde mit Pfeil und Bogen durch den Arnsdorfer Karswald, der irrt sich. Naturschutz, Sicherheit und Disziplin werden auch bei den Bogenschützen großgeschrieben.
So wird strikt auf die Nutzung der vorgeschriebenen Wege geachtet, es gibt feste Schusskorridore und auch die gegenseitige Sicherung sowie die des umliegenden Geländes sind feste Maßgaben während des Turniers.
Mit welchen Bögen die Sportschützen ein solches Turnier bestreiten, ist zum Teil recht unterschiedlich. Einerseits sind da die Freunde des traditionellen Bogens. Deren Sportgerät erinnert durchaus an Robin Hood & Co, wobei dies nicht abwertend zu verstehen ist. Vielmehr geht es den Sportschützen um die Ursprünglichkeit des Bogenschie-
ßens. Andererseits hat aber auch mo-
dernste Technik Einzug gehalten. Wurfarme aus Keramik oder Karbon, Mittelteile aus gefrästen Metalllegierun-
gen, Zielvorrichtungen und Stabilisato-
ren machen aus dem Bogen von damals das hoch entwickelte Sportgerät von heute. „Doch zielen“, so die Sportschützen, „muss man eben immer noch selber mit dem Bogen und das ist die eigentliche Kunst!“
Text: Red., Fotos: Red./Bogenschützen



Sanierung Robert-Blum-Weg läuft


Bereits auf seiner Sitzung am 28.04.2010 beschloss der Stadtrat die Gesamtausgabe in Höhe von 494.000,- EUR für die Sanierung des Robert-Blum-Wegs. Der letzte Winter hatte der Fahr-
bahn dieser Straße derart heftig zugesetzt, dass eine durchgängige Erneuerung der Deck-
schicht und der Binderschicht nicht mehr zu umgehen war.
So hieß es in der Beschlussvorlage des Stadtrates unter anderem: Mit ein-
fachen Mitteln nicht mehr zu ‚sanieren’. Seit dem 5. Juli laufen mittlerweile die Arbeiten zur Erneuerung der Fahrbahn auf der gesamten Länge des Robert-Blum-Weges, von der Heidestraße bis zur Juri-Gagarin-Straße und werden voraussichtlich bis zum 13. August an-
dauern. Anschließend soll im Zuge dieser Baumaßnahme der ebenfalls stark sanierungsbedürftige Mischwas-
serkanal unter der Straße mit erneuert werden, so dass man auf jeden Fall bis zum 25. September mit Verkehrsein-
schränkungen oder Sperrungen auf dem Robert-Blum-Weg rechnen muss. Um bei dieser Bau-
maßnahme aufwendige und kostenintensive Erdarbeiten zu vermeiden, wurde als Sanierungs-
art bei der Kanalerneuerung der Einbau eines sogenannten Schlauchinliners vorgesehen. Dieses Verfahren garantiert eine einwandfreie Benutzbarkeit des Kanals nach der Sanierung und erfordert keinen grundhaften Straßenausbau. Ausgenommen von der Fahrbahnerneue-
rung ist ein 48 m langes Teilstück. Dies wurde bereits Anfang 2009 aufgrund eines Kanalein-
bruchs im Jahr 2008 erneuert.
Text + Foto: Red.



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