"die Radeberger" Heimatzeitung - Archiv



Onlineausgabe vom 21. Oktober 2010


Ehrenbürgerwürde zum Festakt
20 Jahre deutsche Einheit


20 Jahre liegt sie zurück, die deutsche Wiedervereinigung und die Gemeinde Wachau gedach-
te dieses historischen Ereignisses am 12. Oktober mit einem Festakt im Lomnitzer Volksheim. Es war ein Rückblick, ein Resümee, aber auch ein Blick in die Zukunft um ein Ermahnen, denn die Gemeinde hat sich in den letzten 20 Jahren stark entwickelt. Sozial und kulturell steht Wachau auf einer soliden Basis und kann auf ein aktives Vereins- und Kulturleben blicken und auch wirtschaftlich profitieren die Einwohner von einem gesunden Mittelstand sowie von den größeren am Standort angesiedelten Unternehmen. In seiner Ansprache unterstrich Herr Cyriax, dass die fünf Ortsteile, die die Gemeinde Wachau bilden, das Potential welches in der engen Kooperation liegt erkannt haben und dies auch nutzen. „Trotzdem“, so Cyriax weiter, „sei es aber gelungen, Liebenswertes und Interessantes in den einzelnen Dörfern zu erhal-
ten.“ Und auch für Familien ist Wachau ein gutes Umfeld, hier sprechen die steigenden Gebur-
tenzahlen in der Gemeinde für sich. Zu den geladenen Gästen dieses Abends gehörten neben Unternehmern und Vereinen der Gemeinde auch Landrat Michael Harig und Ministerpräsident Stanislaw Tillich, welcher trotz familiärer Verpflichtungen dem feierlichen Akt beiwohnte.
(v.l.n.r.) Landrat Michael Harig, Ministerpräsident Stanislaw Tillich und der stllv. Bürgermeister
Herr Cyriax verleihen gemeinsam dem Wachauer Künstler Werner Juza die Ehrenbürgerschaft
der Gemeinde Wachau im Beisein des Pfarrers Friedrich Magirius.

In seiner Ansprache hob MP Tillich vor allen Dingen hervor, wie wichtig es ist, motivierte Men-
schen in der Region zu haben, welche bereit sind Verantwortung zu übernehmen. „Daraus ergibt sich die Konsequenz“, so Tillich weiter, „die wirtschaftliche Landschaft unternehmer-
freundlich zu gestalten, um das Erwirtschaften von Gewinnen für weitere Investitionen zu ermöglichen.“ Und auch Landrat Michael Harig wies darauf hin, dass die vor 20 Jahren gewon-
nene Freiheit keineswegs das Austoben in einer Spaßgesellschaft bedeute. Vielmehr heißt Freiheit auch Verantwortung zu tragen. Die Gemeinde Wachau sei hierfür ein Beispiel. Den Höhepunkt des Abends bildete die Verleihung des Ehrenbürgerrechtes an Herrn Werner Juza. Der stets gradlinige Künstler, der seit 45 Jahren in Wachau lebt, war nach der Wende der erste Ortschaftsratsvorsitzende. Geehrt wurde Juza mit der Ehrenbürgerwürde vor allem für sein künstlerisches und gesellschaftliches Lebenswerk.
Einen persönlichen Dank sprach die Gemeinde Wachau für die Unterstützung bezüglich der Vorbereitung und Durchführung der Festveranstaltung „20 Jahre Deutsche Einheit – Festakt der Gemeinde Wachau“ an Herrn Friedrich Magirius, die Feuerwehr Lomnitz, die netten Mäd-
chen des Karnevalsverein Lomnitz, an das Bauhofteam der Gemeindeverwaltung sowie an alle beteiligten Firmen und Unternehmen, welche die Gemeinde ebenfalls unterstützten, aus.
Text + Foto: Red.



24. Oktober – Tag der Bibliothek


Karl Benjamin Preusker, diesen Namen findet man nicht oft in den Geschichtsbüchern und auch sonst ist von dem Vorkämpfer der Bibliotheken in Deutschland nicht allzu viel zu finden. Zu unrecht. Denn Preusker war es, der am 24. Oktober 1828 in Großenhain eine Schulbibliothek für Lehrer und Schüler einrichtete und nach dessen Plan diese 1832 zur ers-
ten deutschen Bürgerbibliothek erweitert wurde, welche unent-
geltlich von den Bürgern genutzt werden konnte. Ein Meilenstein in der Bildung der Bevölkerung, denn nach Preusker sollte der Mensch in allen seinen Fähigkei-
ten und Anlagen gebildet wer-
den. Seine Idee war es ebenfalls, das Bibliothekswesen zu stufen, von der „einfachen“ Bibliothek auf dem Land bis hin zur Nationalbibliothek. Mittlerweile sind aus den ca. 10 Bibliotheken, welche durch seine Initiative gegründet wurden, allein in Deutschland rund 11.000 dieser Einrichtung-
en entstanden, welche mit ihren vielfältigen Leistungen ein unverzichtbares Kultur- und Bil-
dungsangebot darstellen. Der Tag der Bibliothek erinnert Jahr für Jahr an die großartigen Leis-
tungen des Pioniers Preusker und wurde erstmals im Jahr 1995 von der deutschen Literatur-
konferenz ausgerufen. Damals unter der Schirmherrschaft von Richard von Weizsäcker. Eben-
falls an diesem Tag wird auch die Auszeichnung „Bibliothek des Jahres“, den mit 30.000 EUR ausgestatteten einzigen nationalen Bibliothekspreis, sowie die Preusker-Medaille für besondere Leistungen um das Bibliothekswesen verliehen.

Auch die Stadtbibliothek Radeberg
... beteiligt sich an diesem „Tag der Bibliothek“ sowie an der anschließenden bundesweiten
Bibliothekswoche vom 24.10. bis 31.10. mit zahlreichen Aktionen. So sind die Räumlichkeiten der Stadtbibliothek am 24.10. zum verkaufsoffenen Sonntag von 13.00 bis 18.00 Uhr geöffnet und laden zum Familiennachmittag ein. Nach dem Motto „Darf’s ein Pfund mehr sein“ gibt es Bücher, das Pfund für einen Euro, zu kaufen. Aber auch die Ausleihe, die Bastelstraße, Kinderschmin-
ken, ein großer Bücherflohmarkt und Kaffee und Kuchen laden Groß und Klein ein, einfach mal vorbeizuschauen. Am 28.10. um 19.00 Uhr gibt es in der Bibliothek Radeberg eine Autorenlesung mit Nils Ohl. In seinem historischen Abenteuerroman „de excidio“ entführt er seine Zuhörer in das Mitteleuropa am Übergang von der Antike in das Mittelalter. Eine Zeit, in der die germanischen Königreiche der Goten, Franken und Thüringer um die Vorherr-
schaft stritten und eine neue abendländische Welt geboren wurde. Also einfach mal vorbeischauen, im Treffpunkt Bibliothek.
Text und Fotos: Red.


  Copyright © 2006 - 2018 Impressum & Datenschutzerklärung webdestination cms
Anzeigen
Zur Seite: http://www.bierstadt-radeberg.de/_/shop/shop/index.php?rz=1