"die Radeberger" Heimatzeitung - Archiv



Onlineausgabe vom 28. Oktober 2010


Neue Helme für Radeberger Feuerwehren


Die Ausstattung aller aktiven Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Radebergs
mit neuen Helmen konnte abgeschlossen werden

In 2 Teilbeschaffungen wurden die Kameradinnen und Kameraden der drei Radeberger Orts-
teilwehren Ullersdorf, Großerkmannsdorf und Liegau-Augustusbad sowie die Radeberger Wehr mit neuen Helmen ausgestattet. Notwendig geworden war diese Anschaffung, laut den Orts-
teilwehren, da bei den Helmen, mit welchen die Kameradinnen und Kameraden ihren Dienst versahen, der TÜV abgelaufen war. In der ersten Teilbeschaffung im Herbst 2009 wurden vor-
erst alle Atemschutzgeräteträger mit den neuen Helmen ausgerüstet. Dies begründet sich in der Tatsache, dass diese während eines Löschangriffes größten Gefahren ausgesetzt sind und somit die neuen Helme dringend benötigten. In der zweiten Teilbeschaffung konnte nun die Ausstattung abgeschlossen werden.
Zu bieten hat der neue Hochleistungshelm einiges. Speziell entwickelt, um Feuerwehrleute während ihres Einsatzes vor Feuer, Rauch, Stößen und Chemikalien zu schützen, entspricht er der heutigen EU-Norm und trägt wesentlich zur Erhöhung der Sicherheit der Kameraden unse-
rer Feuerwehren bei. Auch ist der „Neue“ mit einer verspiegelten Gesichtsmaske und einem integrierten Augenschutzvisier ausgestattet. Insgesamt wurden 137 Helme beschafft, davon 67 im letzten Jahr und 70 in diesem Jahr. Die Gesamtkosten betragen rund 39.900,- EUR. Für diese Beschaffung wurden durch das Landratsamt Bautzen, Amt für Brand- und Katastrophen-
schutz, Fördermittel in Höhe von 24.000,- EUR bewilligt.
Text und Foto: Red.


Die Jugend soll hier bleiben


Das erfolgreiche Projekt „Schule-Wirtschaft“ führt Unternehmen und Schüler zusammen. Das soll jetzt ausgebaut werden. Der Radeberger Gewerbeverein war mit seiner Idee ein echter Vorreiter in Sachsen, wenn nicht gar darüber hinaus: Vor vier Jahren brachte der Verein Unternehmer und Schulen der Stadt an einen Tisch, damit beide Seiten nicht mehr länger übereinander, sondern stattdessen mit-
einander reden sollten. „Die Unternehmen beklagten sich, dass neue Auszubildende nicht das benötigte Wissen aus der Schule mitbrachten – und die Lehrer klagten darüber, dass sie ja auch gar nicht wüssten, welche Ansprüche die Unternehmen an die Schüler tatsächlich stellen würden“, beschreibt Gewerbevereinschef Detlev Dauphin die Situation im Rückblick und bringt noch ein weiteres Problem ins Spiel: „Viele Lehrer und vor allem Schüler wussten auch gar nicht, welche Möglichkeiten es in Sachen Ausbildung hier in Radeberg überhaupt gibt…“
Schritt für Schritt entwickelte sich daraus ein Projekt, in dessen Rahmen sich Unternehmen aus Radeberg nun in den Schulen präsentieren und zum Beispiel ganz konkrete Radeberger Berufsbilder vorstellen. Im Gegenzug schauen sich auch die Lehrer in den Unternehmen um, lernen so, welche Schwerpunkte im Unterricht wichtig sind, damit die Schüler den Ansprüchen der Unternehmen an neue Lehrlinge erfüllen können.
„Das Fernziel soll sein, dass sich die Unternehmen schon frühzeitig ihre künftigen Fachkräfte in den Radeberger Schulen suchen und sie langfristig aufbauen“, beschreibt Dr. Dieter Walter vom Gewerbeverein, der für das Projekt den Hut aufhat. Eine Art Brücke zwischen Schule und Wirtschaft soll geschaffen werden. „Und wir haben jetzt eine richtig gute Zusammenarbeit zwischen Schulen und Radeberger Firmen, wir haben jede Menge positive Rückmeldungen aus der Elternschaft, der erste Schritt ist gemacht“, schwärmt Vereinschef Detlev Dauphin. Und dennoch gibt sein Verein das Projekt nun in andere Hände, in die des Radeberger Lions-Clubs nämlich. „Wir sind jetzt einfach auf einem Stand, an dem wir das noch professioneller machen müssen“, begründet Detlev Dauphin. Der Gewerbeverein, gibt er unumwunden zu, ist nicht mehr in der Lage, diesen Aufwand zu finanzieren. „Die Fördermittel sind ausgelaufen, wir brauchen also jemanden, der auch finanziell kräftig genug ist, das zu stämmen“, so Dauphin. Der Lions-Club – in dem sich zahlreiche Radeberger Unternehmer engagieren – kann das stemmen, ist er überzeugt. Und überzeugte mit Hilfe von Dr. Dieter Walter und Radebergs Brauereichef Axel
Frech auch die Mitglieder des Radeberger Lions-Clubs vom Projekt. „Das Ganze ist ein wichti-
ger Baustein für den Wirtschaftsstandort Radeberg. Für die immer komplexer werdenden Berufsbilder gibt es immer weniger passenden Nachwuchs, der Wirtschaftsstandort muss dringend versuchen, seine Jugendlichen hier vor Ort zu halten und sie frühzeitig für sich zu begeistern!“, begründet Axel Frech sein Engagement.
Der Lions-Club ist eine weltweit agierende Hilfsorganisation. Und der Lions-Club hat zudem bereits Projekte für Schulen aufgelegt, um zum Beispiel Jugendlichen dabei zu helfen, Konflikte gewaltfrei zu lösen.
Jährlich werden Spenden gesammelt, um Projekte an Schulen zu unterstützen. „Das Projekt, das im Gewerbeverein begonnen wurde und als Kernprojekt des Lionsclubs Radeberg weiter-
entwickelt wird, passt ideal zu den Zielen der Lions-Organisation – hier ist das Geld des Clubs und vor allem das Engagement der Mitglieder bestens angelegt“, meint Axel Frech, selbst und insbesondere wegen des Projektes Schule-Wirtschaft Mitglied im Lions-Club Radeberg. Gut 5000 EUR werden dabei im kommenden Jahr als Anschub fließen. Die Jugendlichen sollen dabei künftig noch gezielter als bisher an die Unternehmen und die einzelnen Berufsbilder herange-
führt werden. „Es werden künftig nicht mehr komplette Klassen zu Betriebsrundgängen auf-
brechen, sondern wirklich nur die Kinder, die sich tatsächlich für bestimmte Berufe interessie-
ren“, beschreibt Dr. Dieter Walter, der auch künftig weiter im Projekt engagiert sein wird. „Bei diesen Rundgängen werden dann erste konkrete Kontakte geknüpft, die langfristig in eine Art Patenschaft des Unternehmens für den Schüler münden könnten.“ Regelmäßige Praktika folgen. „Im günstigsten Fall steht am Ende dann ein Ausbildungsvertrag“, so Dr. Walter.
Das Projekt wird mit den beiden Radeberger Mittelschulen, dem Radeberger und zukünftig auch Großröhrsdorfer Gymnasium und mit der Förderschule weitergeführt. „Wir haben viele Arbeitsplätze, für die keine akademische Ausbildung notwendig ist, auch hier gibt es einen enormen Bedarf“, stellt Gewerbevereinschef Detlev Dauphin klar.
Lions Club Radeberg


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