"die Radeberger" Heimatzeitung - Archiv



Onlineausgabe vom 6. Januar 2011


Das war 2010 – ein kleiner Rückblick


Willkommen im Jahr 2011 und in einem neuen Jahrzehnt. Doch bevor wir mit besten Absichten und Vorsätzen in das neue Jahr starten, werfen wir einen kleinen Blick zurück auf Vergange-
nes. Dorffeste, Teichfeste, Ausstellungen, Kirmes und Jubiläen, zahlreich waren die von enga-
gierten Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und Clubs organisierten Feste und Veranstaltun-
gen. Es wurde gelacht und gefeiert und sicherlich auch die eine oder andere Nacht durchge-
macht. Doch leider gibt es über das vergangene Jahr nicht nur Positives zu berichten. Da sind zum Beispiel die Brände auf dem Gelände des ehemaligen Eschebachwerkes, die die Kamera-
dinnen und Kameraden unserer Feuerwehren in Atem hielten. Oder der Wirbelsturm am Pfingstmontag, der in den Wäldern in und um Radeberg Schäden in einem bisher nicht ge-
kannten Ausmaß verursachte. Auch mit Hochwasser, Überflutungen und überspülten Straßen hatten vielerorts Einwohner und Feuerwehren zu tun. Insgesamt betrachtet also ein recht durchwachsenes Jahr. Nachstehende Bilder und Sätze sollen einige Ereignisse noch einmal Revue passieren lassen.

Verheerende Schäden in Radeberg
und Umgebung durch Wirbelsturm
vom Pfingstmontag

Es dauerte ca. fünf Minuten und kündigte sich quasi nur Sekunden vorher an. Der Himmel über dem Hüttertal war violett-grün gefärbt, als der Wirbelsturm am Pfingstmontag eine furchtbare Schneise der Verwüstung durch das Hüttertal schlug. Baumbestände, teilweise weit über 100 Jahre alt, wurden entwurzelt oder wie Streich-
hölzer abgeknickt.


Am 2. Juniwochenende hatten die Ullersdorfer wieder geladen zu ihrem mittlerweile 16. Dorf-
teichfest
. Höhepunkt war natürlich am Sonntag die Deutsche Meisterschaft im 4er Badewannen-
mannschaftsrennen auf dem Dorfteich. Bei bestem Wetter lieferten sich die Teams ein heißes Rennen und für die Zuschauer natürlich jede Menge Spaß und Gaudi. Samstag waren die „Slowriders-Saxony“ mit ihren Trabis ebenso präsent wie die „Schlepperfreunde Arnsdorf“.

Radeberger Bierstadtfest:
Trotz des verregneten Samstags kamen rund 20.000 Besucher zum Bierstadtfest 2010 nach Radeberg. Der Festumzug bestand inklusive der Funkengarden aus 41 Bildern. Erstmals war die Hauptbühne auf dem Markt gegenüber dem Rathaus platziert. Höhepunkte waren unter anderem der Funkenflug, der mittelalterliche Markt an der Kirche, der Festumzug, die Vereinsstraße oder das Konzert der Firebirds.

Hochwasser ist eigentlich nichts Neues im Rade-
berger Land. „Doch so verheerend, wie in der Nacht vom 27. zum 28. September 2010, war es im Hüttertal nicht einmal zum Jahrtausend-
hochwasser 2002“ war sich Alfons Saupe, der Vorsitzende des Hüttertalvereines, sicher. Und auch der Bürgermeister der Gemeinde Wachau, Veit Künzelmann konnte am 28. September vorerst nur resümieren: „Es sieht schlimm aus, in Lomnitz stehen 10 Häuser unter Wasser und auch im unteren Leppersdorf wurde in der Nacht wieder Wasser aus Garagen und Kellern gepumpt.“

Man muss auch mal Glück haben. Die Frauen und Männer vom Dorfclub Leppersdorf jedenfalls hatten es. Denn nachdem sich die Woche vor dem Dorffest äußerst regnerisch und trüb zeigte, stellte sich pünktlich zum Festbeginn am Freitag die liebe Sonne ein und bescherte den Leppers-
dorfern und ihren Gästen allerfeinstes Feier-
wetter. Drei Tage lang ging es unter dem Motto „Vom Korn zum Brot“ hoch her.

Brandschutzplan konsequent umgesetzt.
Gleich drei neue Einsatzfahrzeuge für insgesamt 630.000 Euro erhielten 2010 die freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Wachau. Je ein Fahrzeug ging nach Lomnitz, Seifersdorf und Wachau. Der Stolz und die Freude über die neue Einsatztechnik stand den Kameradinnen und Kameraden ins Gesicht geschrieben. Selbst Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich ließ es sich nicht nehmen, der feierlichen Übergabe beizuwohnen und den Mitgliedern der freiwilligen Wehren für ihr Engagement zu danken.

Zum Tag des offenen Denkmals hatte zeitgleich mit dem Startschuss zum ersten Radeberger Hüttertallauf auf dem Markt die Schlossmühle Radeberg zum zweiten Mal ihre Türen und Tore für Besucher geöffnet. Zu erleben gab es hierbei geführte Rundgänge durch die Mühle in Funktion und jede Menge Wissenswertes und Interes-
santes über das Müllerhandwerk und seine Geschichte.

Negativ ins Licht der Öffentlichkeit rückte immer wieder das Eschebachareal. Am 9. September und 5. November 2010 kam es hier zu Großbrän-
den. Am 9. September waren alle Radeberger Wehren, die Drehleiter der FF Pulsnitz und der in Kamenz stationierte mobile Atemschutzwagen des Landkreises im Einsatz, insgesamt rund 70 Feuerwehrleute. Bei dem Vollbrand des Dach-
stuhles am 5. November auf dem Gelände waren die Freiwilligen Feuerwehren von Radeberg, Lie-
gau-Augustusbad, Großerkmannsdorf, Pulsnitz, Ottendorf-Okrilla, Kamenz und Frankenthal im Einsatz. Die Löscharbeiten dauerten bis 17.00 Uhr des Folgetages.

Über 7.000 Besucher strömten letztes Jahr wieder nach Fischbach zur Girmsd und zu dem mittlerweile legendären Moritzrennen. Von Freitag bis Sonntag verwandelte sich das sonst so beschauliche Dorf in einen wahren Hexen-
kessel. Am Freitagabend heizten die Firebirds mit ihrer Rock n Roll Show den Gästen ordentlich ein.

Text und Fotos:
Red.



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